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Donnerstag, 12. Oktober 2017

[Herbstküche] Shepherd's Pie mit Kürbis

18.200 Kilometer Luftlinie - soweit ist Auckland von Frankfurt entfernt und der Rückflug kann sich schon mal wie eine kleine Ewigkeit anfühlen. Nicht nur, weil man tatsächlich ganz schön lange unterwegs ist (in meinem Fall waren es circa 27 Stunden reine Flug- und Umsteigezeit) und zwölf Zeitzonen durchfliegt, sondern auch weil man mit so vielen Eindrücken, Erinnerungen, Bildern und freudiger Erwartung auf zu Hause erfüllt ist.

So ging es mir Anfang des Jahres als ich mich nach drei wunderschönen, erfüllten Wochen auf die Heimreise macht. Ich habe mein Herz an Neuseeland verloren und das Heimweh nach Neuseeland macht mir oft das Herz schwer. Als ich vor acht Jahren das erste Mal Wellington und die Südinsel Neuseelands im Rahmen von Work&Travel bereist und ein paar Wochen auf einer Schaffarm gearbeitet habe, habe ich mich Hals über Kopf in dieses Land mit seiner unglaublichen Natur und Weite verliebt. 

Dies war nun meine dritte Reise ans andere Ende der Welt und ich hoffe, dass noch viele weitere folgen werden. Bis es wieder soweit ist und ich mich das nächste Mal auf den Weg einmal um die Welt mache, schaue ich Fotos an, schwelge in Erinnerungen und koche mir die Gerichte, die ich damals dort oft gegessen habe. Warmen Obst-Crumble mit Eis zum Beispiel oder eben Shepherd's Pie mit Kürbis, den ich euch heute vorstellen möchte.



Shepherd's Pie mit Kürbis

etwas Sonnenblumenöl
1 kleine Gemüsezwiebel
2 EL Tomatenmark
500g Hackfleisch

 500ml Rinderbrühe
300g Kürbis (TK-Ware in Würfeln)
 Salz
Pfeffer
Paprikapulver
Petersilie

 1kg Kartoffeln
etwas Butter
etwas Milch
Muskat


Eine tiefe Pfanne erhitzen und etwas Öl hinein geben. Die Zwiebel schälen, in klein würfeln und zusammen mit dem Tomatenmark in der Pfanne anbraten. Das Hackfleisch hinzugeben und gut durchbraten. Das Fleisch in der Pfanne mit Rinderbrühe ablöschen, anschließend die Kürbis-Würfel hinzugeben und alles auf kleiner Flamme und unter gelegentlichem Umrühren für 30 Minuten köcheln lassen. Mit Pfeffer, Paprika und Petersilie würzen.

Währenddessen die Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in gesalzenem Wasser kalt aufsetzen. Sobald das Wasser kocht, die Kartoffeln für 15-20 Minuten (je nach Größe und Sorte) gar kochen. Anschließend abgießen und zusammen mit etwas Butter, Milch und Muskatnuss zu Kartoffelpüree stampfen. 

Den Ofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze (oder 160°C Umluft) vorheizen lassen. Hackfleisch und Soße in eine Auflaufform geben und mit Kartoffelpüree bedecken. Wer mag, kann das Kartoffelpüree noch mit einer Gabel durchkämmen und etwas auflockern. Den Pie für 20-25 Minuten auf der mittleren Schiene des vorgeheizten Backofens backen.

Loss et üch schmecke!

Leeven Jross us Kölle.

Dienstag, 19. September 2017

Gnocchi-Pfanne mit Erbsen und Hähnchen

Die Erntesaison für Erbsen aus heimischem Anbau neigt sich langsam dem Ende zu, aber wenn ich ehrlich bin, muss ich gestehen, dass ich viel zu faul bin, frische Erbsen zu kaufen und aus den Schoten heraus zu pulen. Stattdessen greifen wir immer auf tiefgekühlte Erbsen zurück, denn das spart viel Zeit und ist bequemer.

Wie es damals zu diesem Rezept kam, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr. Wahrscheinlich musste es mal wieder schnell gehen und da sind eben "Fertigprodukte" wie TK-Erbsen und Gnocchi aus dem Kühlregal in den Einkaufskorb gewandert. Nach ein paar Experimenten bezüglich der Menge(nverhältnisse) und ob nun Schmand oder saure Sahne besser ist, haben wir mittlerweile unser perfektes Rezept für Gnocchi-Pfanne mit Erbsen und Hähnchen gefunden und kochen es immer wieder gerne.



Gnocchi-Pfanne mit Erbsen und Hähnchen

500g Gnocchi (aus dem Kühlregal)
500g Hähnchenbrustfilet
1 Zwiebel
ca. 250g TK-Erbsen
150g Schmand

Salz
Pfeffer
Paprika edelsüß
Petersilie

Vorbereitend in einem Topf ca. 3l Wasser zum Kochen bringenn und das Hähnchenbrustfilet in mundgerechte Stücke schneiden, die Zwiebel schälen und fein würfeln. 

Etwas Fett in die Pfanne geben und die Zwiebeln darin glasig anbraten. Das Fleisch zu den Zwiebeln in die Pfanne geben und anbraten. Einige Minuten unter Wenden garen, dann mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen. 

Sobald das Wasser kocht, etwas Salz ins Wasser einrühren und die Gnocchi hineingeben. In der Zwischenzeit Erbsen und Schmand in die Pfanne geben, unterrühren und kurz mitgaren lassen. 

Sobald die Gnocchi nach ca. 3-4 Minuten an die Oberfläche steigen, sind sie fertig und können entweder in ein Sieb abgegossen werden oder mit einem Schaumlöffel heraus genommen werden. 
Die Gnocchi nun ebenfalls in die Pfanne geben, den Herd ausschalten, alle Zutaten gut miteinander verrühren und mit Petersilie abschmecken.


Loss et üch schmecke!

Leeven Jross us Kölle

Montag, 23. Januar 2017

[Oma's Rezept] klassische Kartoffelsuppe

Pünktlich zum Wochenbeginn und meine Rückkehr in den Arbeitsalltag möchte ich mich auch bei euch offiziell aus dem Urlaub zurück melden. Die verganenen Wochen und die Reise nach Neuseeland waren Balsam für die Seele und es wird wohl noch ein paar Tage dauern, bis ich wieder voll und ganz zu Hause angekommen bin und mich an die etwas anderen Temperaturen hier gewöhnt habe. Auch werde ich mir in den nächsten Wochen Gedanken dazu machen, wie es mit Little Tiger in 2017 weiter geht und wie ich mein Blog in Zukunft gestalten möchte. 

Wie schon in meinem Silvester-Beitrag Be the change | Vorsätze für das neue Jahr erzählte, habe ich mir für das neue Jahr einiges vorgenommen - und das bedeutet nun mal auch, dass ich meine Prioritäten neu ordnen und vielleicht nicht ganz so häufig und regelmäßig wie in den vergangenen zwei Jahren bloggen werden.

Heute habe ich aber erst einmal ein neues Rezept für euch dabei. Eins, das mir sehr am Herzen liegt, denn es stammt aus einem echten Familien-Erbstück: dem handgeschriebenen Kochbuch meiner Oma. Diese schlichte Kartoffelsuppe, die ein typisches Nachkriegs-Essen ist, habe ich an Weihnachten für meine Familie gekocht und wir waren alle begeistert. Gute, deftige Hausmannskost at its best!

Mittwoch, 3. August 2016

Kartoffelsalat mit Bohnen und Speck

Wir haben einen neuen Grill und natürlich muss dieser nun ausführlich getestet werden. Es ist wieder ein kleiner Kugelgrill, aber im Vergleich zu unserem bisherigen Holzkohlegrill handelt es sich dieses Mal um einen Gas-Grill. Klein, aber oho! Und sehr praktisch, wenn man wie wir auf einem kleinen Balkon grillt und die Nachbarn nicht belästigen möchte. Obwohl ich das Grillen mit Kohle ja eigentlich am liebsten mag, qualmt es doch ganz schön und man riecht anschließend selbst wie geräuchert. Aber nun haben wir ja den neuen und freuen uns, dass er weder qualmt noch ewige Vorbereitungszeit braucht. So hat man mehr Zeit für andere Dinge. Beilagen zum Beispiel. 

Was ist eure liebste Beilage beim Grillen? Soßen und Brot sind bei uns ein Muss, aber auch Salat darf nicht fehlen. Egal ob Couscous-, Tomaten- oder bunter Salat, ein Salat muss sein. Folienkartoffeln direkt aus der Glut sind auch gern genommen, aber da dies bei unserem Gasgrill nun leider nicht mehr geht, musste eine Alternative her: Kartoffelsalat. Im Kochbuch "Bauernmarkt & Biokiste" entdeckte ich dieses Rezept für Kartoffelsalat mit Bohnen und Speck und fand es gleich sehr ansprechend, da man diesen Salat gut vorbereiten kann und er ohne Mayonnaise auskommt (das mag ich beim Kartoffelsalat nämlich gar nicht) - den gibt es jetzt öfter bei uns! Natürlich könnt ihr den Speck auch weglassen, wenn ihr lieber eine vegetarische Variante zubereiten möchtet.


Kartoffelsalat mit Bohnen und Speck

600g Kartoffeln
ca. 1kg Bohnen (ergibt 300g gepalt)
1 EL Butter
50g Speckwürfel
2 Schalotten
2EL Weißweinessig
5 EL Traubenkernöl
Salz
Pfeffer
eine Prise Zucker
ein Spritzer Zitronensaft (ca. 1 TL) 
Schnittlauch
Petersilie

Die Kartoffeln in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und kalt aufsetzen. Sobald das Wasser kocht, etwas Salz ins Wasser geben und die Kartoffeln auf kleiner Flamme ca. 20 Minuten garen. Die Kartoffeln abgießen und etwas abkühlen lassen. 

In der Zwischenzeit die Bohnen aus den Hülsen lösen und in kochendem Salzwasser 3-4 Minuten garen. Die Schalotten schälen, fein würfeln und zusammen mit den Speckwürfeln in etwas Butter in einem kleinen Topf glasig anbraten. Den Topf vom Herd nehmen und Essig, Öl, Salz und Pfeffer dazu geben. Mit einer Prise Zucker, Schnittlauch, Petersilie und etwas Zitronensaft abschmecken.

Die Kartoffeln pellen, in Scheiben schneiden und zusammen mit den Bohnen in eine Schüssel geben. Die Marinade über die Kartoffeln gießen, alles vorsichtig vermischen und für ein paar Minuten durch ziehen lassen. Lauwarm oder kalt genießen.


Loss et üch schmecke!

Leeven Jross us Kölle.

Donnerstag, 12. Februar 2015

Winterküche: Kartoffel-Lauch Auflauf mit Rosenkohl

Wie schon angekündigt, möchte ich euch noch zwei Rezepte aus dem Buch Unsere Landküche vorstellen. Den Anfang macht ein sehr leckerer Auflauf mit winterlichem Gemüse: Lauch und Rosenkohl. Das Original-Rezept sah Schinken an Stelle von Rosenkohl vor, aber ich hatte mehr Lust auf eine vegetarische Variante und wollte mich außerdem endlich mal an Rosenkohl heran trauen. Mit Rosenkohl stehe ich ja seit Kindertagen auf Kriegsfuß, aber dieser Auflauf mit frischem Rosenkohl hat mir vor allem durch die Kombination mit Kartoffeln und Lauch sehr gut geschmeckt.


Kartoffel-Lauch Auflauf mit Rosenkohl 

500g mehlig kochende Kartoffeln
zwei große Stangen Lauch
250g Rosenkohl
100g geriebenen Käse
250ml Milch
200g Sahne
1 Knoblauchzehe
Salz 
Pfeffer 
etwas Butter für die Auflaufform

Vorbereitend die Kartoffel schälen und in dünne Scheiben schneiden, den Lauch putzen und in Ringe schneiden, und den Rosenkohl gut waschen und von den äußeren Blättchen befreien.
Die Milch in einem Topf erhitzen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Knoblauchzehe schälen und in die Milch hinein pressen; dann die Kartoffelscheiben hinzu geben und das Ganze bei schwacher Hitze für ca. 8 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln halb gar sind.

Den Backofen auf 170° Grad Umluft vorheizen und eine Auflaufform einfetten. Die Kartoffelscheiben aus der Milch fischen und in die Auflaufform geben. Lauch und Rosenkohl ebenfalls in die Form geben und mit den Kartoffelscheiben vermischen. 

Die Sahne zur Milch in den Topf geben, kurz aufkochen lassen und nochmals würzen. Vom Herd nehmen und eine handvoll geriebenen Käse zur Milch-Sahne-Mischung geben. Gut umrühren, damit der Käse schmilzt. Abschließend die Soße über das Gratin gießen und den restlichen Käse zu oberst  darüber verteilen.
Im vorgeheiztem Ofen für ca. 25-30 Minuten backen.


Loss et üch schmecke!

Leeven Jross us Kölle.

Freitag, 23. Januar 2015

Pizza mit Kartoffel und Thunfisch

Kennt ihr das? Ihr esst in einer Pizzeria mal nicht eure Lieblingspizza, sondern vertraut auf die Empfehlung des Hauses und seid dann total begeistert? So ging es mir vor einiger Zeit als der Herr Bär und ich eine Pizzeria am Eigelstein ausprobierten und ich ganz mutig die Pizza mit Kartoffelscheiben und Thunfisch bestellte. 
Ich war hin und weg - aber da wir ja nicht ständig zu dieser einen Pizzeria essen gehen können, backe ich mir diese Pizza zu Hause einfach selbst.



Pizza mit Kartoffel und Thunfisch

1/2 Würfel frische Hefe
ca. 450g Dinkelmehl
1 Prise Zucker
300ml Milch
2 mittelgroße Kartoffeln
1 Dose Thunfisch
500ml passierte Tomaten
200g geriebener Käse
Pfeffer
Salz
Oregano

Für den Hefeteig die Milch in einem Topf leicht erwärmen; eine Prise Zucker und die Hefe darin auflösen. Für ca. 10 Minuten ruhen lassen.
Kleiner Tipp von meiner Oma: am besten mit den Fingern rühren, dann kann man die Temperatur viel besser einschätzen, denn die Milch sollte nicht wärmer als 40-45°C werden.  Hefen sind ab einer Temperatur von 40°C nicht mehr so triebstark, aber genau diesen Effekt wollen wir ja ausnutzen.

Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde hinein drücken. Die lauwarme Milch hinein geben und zu einem glatten Hefeteig kneten. Wenn der Teig zu klebrig ist nach Bedarf noch etwas Mehl dazu geben, so dass der Teig nicht mehr an der Schüssel haften bleibt. 
Nun muss der Teig zugedeckt und an einem warmen Ort (z.B. in der Nähe des Heizkörpers oder auf der Fußbodenheizung) circa 60 Minuten gehen, bis sich die Menge ungefähr verdoppelt hat.
 
In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen und in sehr dünne Scheiben schneiden. Die Dose Thunfisch öffnen und die überschüssige Flüssigkeit wegschütten. 

Wenn der Hefeteig aufgegangen ist, den Teig nochmals gut durch kneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen bis er ca. die Größe eines Backblechs hat.
Den Backofen auf 190°C Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. 

Den Teig nun auf das Backpapier legen und mit passierten Tomaten bestreichen. Mit Pfeffer, Salz und Oregano nach Belieben würzen. Nun die Kartoffelscheiben auf dem Teig verteilen, anschließend den Thunfisch darüber geben und zu guter Letzt mit Käse bestreuen. Für ca. 20 Minuten auf der mittleren Schiene backen.

Was ist eure Lieblingspizza?

Loss et üch schmecke!

Leeven Jross us Kölle.

Donnerstag, 27. November 2014

gefüllter Kürbis

Die Tage werden immer kürzer und auch wenn erst am 22. Dezember Winteranfang ist, so möchte ich mich bereits heute von der Herbstküche verabschieden. Und wie könnte ich das besser tun als - für dieses Jahr zum letzten Mal - mit einem leckeren Kürbis-Rezept?
Jetzt denkt ihr bestimmt: "Schon wieder Kürbis? Muss das sein?" - Es muss! Denn für mich gehört Kürbis ebenso sehr zum Herbst wie raschelndes Laub unter den Füßen und stürmische Winde. Daher kann es nie genug Gerichte mit Kürbis geben und man entdeckt zum Glück ja immer mal wieder etwas Neues. 

Für das Rezept für den gefüllten Kürbis habe ich mich von Sandras Rezept auf ihrem Blog Liebe geht durch den Magen inspirieren lassen und für meine Zwecke abgewandelt, denn Sauerkraut (wie im Originalrezept von Sandra) ist so gar nicht meins. Statt Kraut und Schinken kamen bei mir Hackfleisch und Kartoffeln in den Kürbis. Sehr lecker!


Gefüllter Kürbis

zwei kleine Hokkaido Kürbisse
500g Hackfleisch
zwei große Kartoffeln
eine große Zwiebel
200g saure Sahne
Öl zum Anbraten
Salz
Pfeffer
Muskat
Paparikapulver (scharf)
Petersilie

Die Kürbisse gut waschen, anschließend die Deckel abschneiden und bei Seite legen. Die Kerne und das faserige Innere aus dem Kürbis rausschneiden bzw. mit einem Löffel aushöhlen. Den Backofen auf 160°C Grad (Umluft) vorheizen lassen.

Zwiebel und Kartoffel schälen und fein würfeln. Öl in einer tiefen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin glasig anbraten. Das Hackfleisch dazu geben und gut durchbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. 
Die Kartoffelwürfel ebenfalls mit in die Pfanne geben und für ca. 5 Minuten auf kleiner Flamme mitdünsten. Gelegentlich umrühren, damit nichts anbrennt.

Den Herd abstellen und die saure Sahne in die Kartoffel-Hackfleisch-Mischung geben. Alles gut miteinander vermengen und anschließend mit Muskat, Paprika und Petersilie abschmecken. Gegebenenfalls nochmals mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
Die Füllung am besten mit einer Schöpfkelle aus der Pfanne heben, damit die überschüssige Flüssigkeit in der Pfanne verbleibt, und in den ausgehöhlten Kürbis geben. Mit einem Löffel im Kürbis verteilen und etwas andrücken. Zum Schluss den abgeschnittenen Deckel wieder auf den Kürbis setzen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Kürbisse darauf platzieren. Für ca. 60 Minuten im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene garen bis der Kürbis weich ist.

Loss et üch schmecke!

Leeven Jross us Kölle.

Mittwoch, 5. November 2014

[vegan] Herbstliches Ofengemüse mit Zaziki

 Kennt ihr das Gedicht "Herbsttag" von Rilke? 
"Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, und auf den Fluren lass die Winde los", heißt es da in der ersten Strophe.
Ich mag Rilkes Gedichte sowieso sehr gerne, aber "Herbsttag" zählt definitiv zu meinen liebsten. Es drückt genau das aus, was wir jedes Jahr aufs neue erleben dürfen, wenn der Sommer sich dem Ende zu neigt und es (endlich) Herbst wird. Jetzt ist Zeit für Pflaumen, Kürbis, Quitten und raschelndes Laub unter den Füßen. Die Tage werden kürzer und bieten mir dadurch eine größere Motivation, mich abends noch in Küche zu stellen und etwas Leckeres zu kochen. Am liebsten natürlich etwas mit Kürbis, wie zum Beispiel das herbstliche Ofengemüse, das für mich einen perfekten Start in den November abgibt. :)


Herbstliches Ofengemüse
ein kleiner Butternut Kürbis
eine große Süßkartoffel
zwei dicke Möhren
 ein kleiner Hokkaido Kürbis
Raps- oder Olivenöl
grobes Meersalz
frisch gemahlener Pfeffer
mediterrane Gewürze (z.B. Basilikum, Oregano, Rosmarin und Thymian) 

Den Backofen schon mal auf 170°C Umluft vorheizen.
Den Butternut Kürbis halbieren und dann mit einem Sparschäler schälen. Den Hokkaido Kürbis braucht ihr nur zu waschen und aufzuschneiden, aber nicht zu schälen, denn seine Schale ist essbar. 
Bei beiden Kürbissen die Kerne mitsamt dem faserigen Inneren und die Strünke entfernen; anschließend in gleich große Würfel schneiden. 
Die Süßkartoffel und die Möhren ebenfalls schälen und würfeln.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit Öl beträufeln. Nun die Gemüsewürfel darauf verteilen.
Mit Salz, Pfeffer und den mediterranen Kräutern nach Belieben würzen. Anschließend das Backblech mit Alufolie bedecken.

Das Gemüse muss jetzt für ca. 30 Minuten auf der mittleren Schiene des Backofens garen bis es weich ist. Am besten zwischendurch einfach mal mit einer Gabel reinstechen, um zu sehen, ob es weich genug ist.
Zum Schluss die Alufolie entfernen und das Gemüse für weitere 12-15 Minuten goldbraun backen. Anrichten und gemeinsam mit dem Zaziki genießen.

 

veganes Zaziki
500g Sojajoghurt (natur, ungesüßt)
1/2 Salatgurke
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 TL Zitronensaft
Salz
Pfeffer
Schnittlauch
Petersilie

Ein Sieb mit Küchenkrepp auslegen und den Sojajogurt zum Abtropfen hinein geben. 
In der Zwischenzeit die Zwiebel und den Knoblauch schälen und in kleine Stücke schneiden. Je nach Belieben die Gurke waschen oder schälen und in Stifte raspeln. 

Den Joghurt in eine Schüssel geben, das Küchenkrepp entfernen und stattdessen die Gurken-Stifte zu, Abtropfen in das Sieb geben. Zwiebeln, Knoblauch und dem Zitronensaft mit dem Joghurt vermengen. Mit Salz, Pfeffer, Schnittlauch und Petersilie würzen. 
Zum Schluss noch die Gurkenstifte unterrühren und für mindestens eine Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen. Vor dem Servieren nochmals abschmecken.

Das Rezept für das vegane Zaziki habe ich hier auf dem Blog "Vegan!" von Sigrid Weigl entdeckt und für meine Zwecke leicht abgewandelt.


Loss et üch schmecke!

Leeven Jross us Kölle.
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