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Mittwoch, 12. April 2017

Vanille Häschen aus Quark-Öl Teig

Plätzchen ausstechen macht man nur an Weihnachten? Blödsinn! Das geht zu Ostern genau so gut, dachte ich mir. Man braucht nur ein paar hübsche Ausstecher (ich habe unseren Hasen-Ausstecher verwendet), einen schnell zusammen gerührten Quark-Öl-Teig und schon kann es ans Ausstechen und verzieren gehen.

Wenn ihr mich fragt, dann sind die kleinen Hasen eine schöne Ergänzung zum klassischen Oster-Lamm auf der Kaffee-Tafel am Ostersonntag und eignen sich hübsch verpackt als kleines Mitbringsel. Außerdem schmecken sie so wunderbar nach Vanille und Frühling. 


Vanille Häschen aus Quark-Öl-Teig 

250g Magerquark
75ml Milch, 1,5 % Fett
3 EL Sonnenblumenöl
3 EL flüssiger Honig oder Reissirup
 1 Ei (Größe M)
1 Prise Salz 

400g Dinkelmehl (Typ 630)
1 Päckchen Weinstein- Backpulver
2 gestrichene TL gemahlene Vanille

etwas Mehl für die Arbeitsplatte
Kovertüre, Streusel oder Zuckerguss zum Verzieren 

Quark-Öl Teig ist eine wunderbare Alternative zum klassischen Hefeteig, schnell angerührt und auch für Backanfänger geling sicher. Hierzu Quark, Milch, Öl, Honig, Ei und Salz in eine Rührschüssel geben und mit einem Schneebesen verrühren.

Mehl abwiegen und mit Backpulver und Vanille mischen. Erst dann die trockenen Zutaten in einem Schwung zur Quark-Öl Masse geben und mit den Knethaken des Mixers oder der Küchenmaschine zu einem geschmeidigen Teig verkneten.

Den Backofen in der Zwischenzeit schon mal auf 160°C Umluft vorheizen lassen und zwei Backbleche mit Backpapier oder einer Backmatte auslegen. Die Arbeitsfläche mit etwas Mehl bestäuben und den Teig darauf dünn ausrollen. Mit den Ausstechförmchen Kekse ausstechen, mit etwas Abstand zueinander auf die vorbereiteten Backbleche legen.

Die Kekse vorgeheizten Backofen für bei 160°C Umluft für 12 Minuten backen bis die Kekse leicht gebräunt, aber noch fluffig sind. Nach dem Abkühlen können die Kekse nach Belieben mit Schokolade, Zuckerguss oder Streuseln verziert werden.

  Loss et üch schmecke!

Leeven Jross us Kölle.

Freitag, 9. September 2016

Ich wärm Dich | Kirschkern-Wärmekissen [Gastbeitrag von RheinherztElbe]

Heute ist unser letzter Urlaubstag und bevor uns nächste Woche wieder der Alltag einholt, darf ich euch heute noch einmal einen Gastbeitrag präsentieren. Für heute habe ich Rebekka und Jenny vom Blog RheinHerztElbe eingeladen und freue mich sehr, dass die beiden sich die Zeit genommen haben für einen Gastbeitrag bei mir. 
Ebenso wie der Beitrag von Lisa vom Kleinstadtloft haben Rebekka und Jenny eine DIY-Idee, die zum Thema Reisen passt, für mich mitgebracht. Vielen lieben Dank dafür, ihr beiden. Wie schön, dass ihr da seid!

 ♥ ♥ ♥
 
Liebe Nika, danke, dass wir heute bei Dir zu Gast sein dürfen. Wir fühlen uns sehr geehrt! Gastposts sind immer etwas ganz Besonderes. Schließlich möchte man dem "Gastgeber" und seinen Lesern eine Freude damit machen. Daher war es für uns sehr spannend zu erfahren für welches der vorgeschlagenen Themen Du dich letztendlich entscheiden würdest. Wir fragten uns, ob es wohl eher ein Food- oder DIY-Beitrag werden wird. 

Die Entscheidung ist gefallen! Und wir freuen uns sehr, dass Du Dich genauso wie wir für simple DIY Projekte begeistern kannst und wir gemeinsam eine tolle Idee gefunden haben!   

Ich wärm Dich | Kirschkern-Wärmekissen

Jenny und ich sind richtige Frostbeulen! Füße oder Hände - eins von beiden ist auf jeden Fall immer kalt. Und daher ist es für uns auch völlig normal, sogar über den Frühling hinaus, eine Wärmedecke im Bett zu haben. Ausnahme machen wir nur, wenn wir auswärts schlafen. Dann beißen wir notgedrungen die Zähne zusammen und ziehen uns die Bettdecke bis zur Nasenspitze hoch.
Für die Nacht haben wir also immer eine Lösung. Aber was ist mit der Couch? Schließlich können wir uns ja nicht jedes Mal ins Bett legen, wenn uns kalt ist. Wir können auch nicht jedes Mal mit der Wärmedecke ins Wohnzimmer umziehen. Das wäre schon etwas übertrieben. :-) 

Für die Couch muss also ein anderer Wärmespender her - unser Wärmekissen! Wir haben allerdings nicht diese kleinen handelsüblichen, sondern unsere Wärmekissen sind im XXL-Format. Nicht umsonst heißt es immer: viel hilft viel. Das gilt nämlich auch für Wärmekissen! Und das Gute ist - niemand muss auf ein Wärmekissen verzichten. Denn es ist schnell und einfach genäht. Und es hilft in fast allen Lebenslagen: bei kalten Händen oder Füßen, bei Bauchschmerzen oder selbst als Kopfkissen leistet es sehr gute Dienste!
Vorausschauend haben wir uns bei unserem Wärmekissen für einen Hotelkissenverschluss entschieden. Denn wenn so ein Kissen wie bei uns im Dauereinsatz ist, dann ist es von Vorteil, wenn man den Oberstoff von Zeit zu Zeit auch abziehen und waschen kann. 

Kirschkernkissen_5_Rheinherztelbe Kirschkernkissen_6_Rheinherztelbe

XXL - Kirschkernkissen

Materialbedarf für ein Kissen ca. : 26x36cm
  • 1x Oberstoff: 30x92 cm (incl. 2 cm Nahtzugabe an jeder Seite)
  • 1x Innenstoff: 30x80 cm (incl. 2 cm Nahtzugabe an jeder Seite)
  • passendes Garn
  • Stecknadeln
  • 1,2 kg Kirschkerne lose gereinigt (hier)
  • Nähmaschine, Bügeleisen
Achtung: bei der Auswahl der Stoffe bitte unbedingt darauf achten, dass die Stoffe aus Baumwolle sind, nicht das der Stoff beim Erwärmen der Kirschkernkissen schmelzen.
  1. Die beiden Stoffe entsprechend den gewünschten Abmessungen zuschneiden.
  2. Den Innenstoff mittig falten, so dass eine Fläche von 30x40 cm entsteht. Dabei den Stoff rechts auf rechts legen und die beiden Längsseiten verschließen. Bei der Querseite darauf achten, dass mittig eine Öffnung von 10 cm bleibt. Den Stoff auf rechts drehen, so dass die richtige Seite außen ist.
  3. Die Kirschkerne einfüllen. (Tipp: Nehmt euch gerne eine Einfüllhilfe, wie z.B. Messbecher)
  4. Nun kann die Öffnung verschlossen werden. Fertig ist das Innenkissen! Yeah!
  5. Außenkissen mit Hotelverschluss:
    Die kurzen Seiten zweimal 1,5 cm einschlagen,bügeln, mit Nadeln fixieren und feststeppen, damit ein sauberer Kastenabschluss entsteht. Die beiden Längsseiten mit einem Zickzack-Stich vor dem Ausfransen schützen.
  6. Die Kissenhülle so aufeinanderlegen, dass sich die lange Seite überlappt, damit die Hülle die gleiche Größe des Innenkissen hat. Jetzt die obere und die untere Kante mit der Nahtzugabe festnähen.
  7. Damit die Kissenhülle schöne Ecken hat, die Nahtzugaben schräg abschneiden.
  8. Die Kissenhülle umdrehen - das Innenkissen einstecken - fertig ist das Kirschkernkissen.
Kirschkernkissen_1_Rheinherztelbe Kirschkernkissen_2_Rheinherztelbe Kirschkernkissen_3_Rheinherztelbe Kirschkernkissen_4_Rheinherztelbe 
Einfach beim kleinsten Anflug von Gänsehaut oder bei sonstigen Wehwechen das Kirschkernkissen entweder 45-90 Sekunden in der Mikrowelle oder bei 150 Grad für 10-15 Minuten im Backofen erhitzen. Aber während der "Erwärmungszeit" besser niemals unbeaufsichtigt lassen -> man weiß ja nie! 

Sogar beim nächsten Mücken-Angriff kann das Kirschkernkissen helfen. Das Kissen für 30 Minuten in den Kühlschrank legen und anschließend auf die entsprechende Stelle legen. Gilt selbstverständlich auch bei Prellungen & Co. Aber natürlich hoffen wir, dass wir alle von Krankheiten & Co. verschont bleiben und im Idealfall einfach nur warme Füße haben möchten ;-) 

Ganz liebe Grüße, Rebekka & Jenny 

♥ ♥ ♥

Herzlichen Dank, Rebekka und Jenny, für euren wunderschönen Gastbeitrag bei mir. Eure Vorschläge haben mir alle so gut gefallen, dass die Entscheidung für ein Thema wirklich nicht leicht gefallen ist, aber ich bin mir sicher, dass dieses DIY eine ganz wunderbare Ergänzung für meinen Blog ist. Dann kann der Herbst ja jetzt kommen!
Weitere, schöne DIY-Ideen und noch vieles mehr findet ihr bei Rebekka und Jenny auf ihrem Blog RheinHerztElbe. Schaut unbedingt mal bei den beiden vorbei und meldet euch für ihren Newsletter an.

Leeven Jross us Kölle.

Montag, 5. September 2016

DIY Upcycling Notizbücher [Gastbeitrag von Kleinstadtloft]

Heute darf ich wieder eine Gastbloggerin bei mir begrüßen: Lisa von Kleinstadtloft ist zu Besuch und hat eine tolle DIY und upcycling Idee für euch und mich mitgebracht. Auf meinem Blog geht es ja hauptsächlich um Rezepte, Buchvorstellungen und Reisen, da finde ich es klasse, dass es nun endlich mal wieder eine DIY Idee gibt. Ein wenig Abwechslung und außerdem auch eine schöne Geschenk-Idee von einer wahren DIY-Expertin. 
Vielen Dank, dass du heute da bist, Lisa!
♥ ♥ ♥


Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber September ist für mich immer einer dieser komischen Monate. Sommer ist langsam vorbei und der Herbst steht vor der Tür. Mit den letzten Sonnenstrahlen hängt mein Herz dem Sommerurlaub nach. Beim ersten Anzeichen von herabfallenden Blättern wühle ich in den Urlaubsbildern und trauere den Bikini-Tagen und barfuß laufen Spaziergängen hinterher. Nika hat das mit dem Urlaub dieses Jahr besser geplant als ich und überbrückt den angehenden Herbst perfekt. Deshalb habe ich die große Freude, sie heute vertreten zu dürfen. 


Für alle die mich noch nicht kennen, mein Name ist Lisa vom Kleinstadtloft. Dort blogge ich über alles, was glücklich macht und mir sonst noch durch den Kopf geht. Dazu zählen kleine DIYs, leckere Rezepte - vor allen Dingen Getränke haben es mir in letzter Zeit angetan - und die kleinen Alltags-Anekdoten, die einen durch die Mittagspause bringen. Außerdem schreibe ich hin und wieder über mein Lieblings-Nerd-Thema Google Analytics. Als leidenschaftlicher Tracking Geek muss ich meine Passion einfach mit der Welt teilen. Wenn Du mich noch nicht kennst, habe ich heute für einen kurzen Einblick in meine kleine Blog-Welt ein einfaches DIY für Dich mitgebracht. 




Wenn Du im Gegensatz zu Nika Deinen Urlaub dieses Jahr schon hinter Dir hast, wirst Du wahrscheinlich wie ich schon in Erinnerungen schwelgen. Um das Tagträumen ein kleines bisschen zu erleichtern, habe ich eine tolle DIY Idee: DIY Upcycling Notizbücher.

Diese Notizbücher sind eine tolle Gelegenheit, übrig gebliebene Papierschnipsel zu verwerten und ein kleines Album mit den besten Urlaubsbildern zu zaubern. Die Größe kannst Du individuell wählen, so dass es auf jeden Fall in Deinen Rollcontainer im Büro passt. So hast Du die Erinnerung an Sonnenstrahlen immer griffbereit, wenn die Mittagspause mal wieder in gefühlt unnahbarer Ferne liegt.

Für ein Notizbuch benötigst Du:

  • Unterschiedliche Papierzuschnitte in Deiner Wunschgröße – ich habe mich für A5 im Querformat entschieden. Als Deckblätter habe ich ein neues Material namens SnapPap ausprobiert, was ein veganer Lederersatz ist. Dadurch ist das Notizbuch besonders widerstandfähig. Ansonsten habe ich das Papier wild gemischt von Transparentpapier bis hin zu alten Atlas Ausschnitten.
  • Vier Papierclips
  • Dickes Garn und eine entsprechend große Nadel
  • Lochzange
  • Optional: Stempel, Imkergold, etc. zum Dekorieren

Im ersten Schritt sortierst Du die Blätter, wie sie Dir am besten gefallen, und clipst sie zusammen. Dadurch verrutschen die Blätter beim Lochen und Binden nachher nicht. Dann zeichnest Du vier Löcher, die ca. 1cm Abstand zum unteren Rand haben, vor. Der Abstand der beiden äußeren Löcher zum seitlichen Rand sollte halb so groß sein wie der Abstand zwischen den restlichen Löchern.
 


Als nächstes schneidest Du Deinen Garn zurecht. Dieser sollte ca. 3-4 so lang wie die Seite Deines Notizbuchs sein, die Du binden willst. Um etwas Spannung beim Binden zu haben, empfehle ich ein Ende des Garns unter dem Papierclip einzuklemmen.
Wenn Du Deinen Faden gespannt hast, stichst Du als erstes von oben nach unten in das zweite Loch vom rechten Rand. Danach führst Du den Faden am unteren Rand entlang und stichst wieder von oben in das Loch, so dass eine Schlaufe entsteht. 



Um den nächsten Schritt besser zu verstehen, siehst Du oben auf dem Bild die Rückseite des Notizbuchs. Nach der ersten Schlaufe stichst Du nämlich von hinten in das linke Loch, führst den Faden außen am Rand entlang, um eine zweite Schlaufe zu ziehen. Danach endest mit der Nadel wieder oben. 


Danach geht es an den seitlichen Rand. Diesmal stichst Du von oben in das äußerste linke Loch und führst den Faden außen am seitlichen Rand entlang und ziehst eine neue Schlaufe. Als nächstes führst Du den Faden von unten am unteren Rand entlang und stichst von oben in das äußerste Loch, so dass Du zwei Schlaufen gezogen hast. Dann führst Du den Faden auf der Rückseite entlang und stichst von unten wieder in das zweite linke Loch.



Da die mittleren beiden Löcher bereits mit Schlaufen gebunden sind, stichst Du einfach nur von oben in das zweite Loch von rechts. Danach stichst Du von unten in das äußerste rechte Loch. Dort wiederholst Du wie auf der anderen Seite die beiden Schlaufen einmal nach unten zum unteren Rand und dann nach rechts zum seitlichen Rand. Du solltest danach mit Deiner Nadel wieder mit dem Faden oben landen.  



Im letzten Schritt löst Du das Garn aus dem Papierclip und verknotest die beiden Enden so nah am zweiten rechten Loch wie möglich. Danach schneidest Du den restlichen Garn ab. Die überstehenden Enden kannst Du mit einer Nadel oder einen kleinen Schere in das Loch schieben und so den Knoten verstecken. 
Und das war es auch schon! Jetzt kannst Du Dein Notizbuch ganz nach Deinem Geschmack gestalten. Ich habe meine beiden Exemplare mit Stempeln und Stofffarbe gestaltet. Du kannst aber genauso Imkergold verwenden oder Sticker oder was auch immer Dir einfällt. 

° Verlosung °

Wenn Du jetzt Lust auf eines dieser Notizbücher hast, Dir aber leider die Zeit zum Selbermachen fehlt, dann habe ich gute Nachrichten für Dich. Nika und ich verschenken jeweils ein Exemplar auf unserem Blog. Wenn Du gerne eines der beiden Notizbücher haben möchtest, hinterlasse einfach einen Kommentar bei Nika und mir auf dem Blog und sage uns, was Deine schönste Urlaubserinnerung ist. Bitte beachte, dass wir eine gültige eMail Adresse benötigen, um Dich im Gewinnfall benachrichtigen zu können.  


Die kleine Verlosung der DIY-Notizbücher endet am 12. September 2016 um 24:00, danach werden die beiden Gewinner von uns per Los ermittelt. Der Rechtsweg und eine Barauszahlung des Gewinns sind ausgeschlossen; im Falle eines Gewinns wird Dir das DIY Upcycling Notizbuch von mir zugeschickt.

Viel Glück wünschen wir euch!

Damit bin ich auch schon am Ende von meinem Gastbeitrag angekommen. Vielen Dank, Nika, dass ich Dich hier vertreten darf.
Wenn Du gerne später Dein eigenes Notizbuch basteln möchtest und die Idee nicht aus den Augen verlieren willst, nimm sie doch einfach mit zu Pinterest:





♥ ♥ ♥

Liebe Lisa, auch auf diesem Wege noch einmal herzlichen Dank, dass du diese wunderschönen Notizbücher gebastelt und auf meinem Blog präsentiert hast. Ich bin ganz hin und weg von dieser schönen Idee und deiner fantastischen, ausführlichen Anleitung. Am liebsten würde ich eins der Bücher ja selbst behalten, aber deine Idee mit der Verlosung ist ganz wunderbar und ich bin mir sicher, dass sich die beiden Gewinner sehr freuen werden.

Also ihr Lieben: Nutzt eure Chance, eins der beiden Notizbücher zu gewinnen und hinterlasst sowohl bei mir als auch bei Lisa im Kleinstadtloft einen Kommentar. Wir wünschen euch viel Glück und viel Freude beim Nachbasteln eures ganz persönlichen Notizbuches.

Leeven Jross us Kölle.

Donnerstag, 26. November 2015

[vegan] Focaccia mit Meersalz

Das Sprichwort "Brot und Salz, Gott erhalt's!" hat vermutlich jeder von euch schon einmal gehört, denn es ist ein alter Brauch, zur Hochzeit oder zum Einzug in ein neues Heim Brot und Salz zu schenken. Die Grundnahrungsmittel Brot und Salz stehen hierbei für gute Wünsche für den Beschenkten, wie etwa Wohlstand, Gemeinschaft und Sesshaftigkeit.
Als ich vor ein paar Wochen bei einer lieben Freundin zur Einweihungsparty nach Unna eingeladen wurde, war für mich sofort klar, dass ich ihr ein kleines Gast-Geschenk in Form von Brot und Salz machen wollte. Aber diese Idee würden wahrscheinlich noch andere Gäste haben... Kurzerhand habe ich mich dafür entschieden, Brot und Salz in einem Focaccia mit groben Meersalz und Thymian zu verbinden. Das schmeckt nicht nur unglaublich gut, sondern war gleichzeitig auch ein kleiner Beitrag zum Buffet.
Und was ist persönlicher, als etwas Selbstgemachtes zu verschenken?


Focaccia mit Meersalz

250 g Weizenmehl
250g Dinkelmehl
5 g Salz
350 ml lauwarmes Wasser
1/2 Würfel frische Hefe 
100 ml Olivenöl
Fleur de Sel 
Thymian Zweige

Mehl und Salz in einer Schüssel vermengen. Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen und dann zum Mehl dazu geben.
Kleiner Tipp von meiner Oma: am besten mit den Fingern rühren, dann kann man die Temperatur viel besser einschätzen, denn das Wasser sollte nicht wärmer als 40°C werden. Hefen sind ab einer Temperatur von 40°C nicht mehr so triebstark, aber genau diesen Effekt wollen wir ja ausnutzen.

Mehl, Salz, Hefe und Wasser vermischen und zu einem glatten Teig kneten. Bevor der Teig ca. 20 Minuten zugedeckt an einem warmen Ort (z.B. in der Nähe des Heizkörpers oder auf der Fußbodenheizung) gehen muss, beträufelt man die Teigkugel noch mit dem Olivenöl.
Backblech mit Backpapier auslegen. Wenn der Teig gut aufgegangen ist, aus der Schüssel nehmen und auf dem Backblech mit den Händen zu einem Fladen ziehen. Der Teigfladen sollte ca. 2 cm dick sein. Den Teig nochmals zudecken und für weitere 20 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit den Ofen auf 190°C Umluft vorheizen.


Nach dem zweiten Gehen den Fladen mit einer Gabel einstechen und mit dem Fleur de Sel bestreuen. Anschließend in den Backofen geben und ca. 20 Minuten goldbraun backen.
Kleiner Tipp: Nachdem man das Brot aus dem Ofen geholt hat, sollte man es mit einem sauberen, trockenen Tuch bedeckt abkühlen lassen, damit die Feuchtigkeit im Brot verbleibt und es schön weich und fluffig bleibt.




Loss et üch schmecke!

Leeven Jross us Kölle.

Freitag, 6. Februar 2015

Tomatensuppe - Mit Liebe gemacht

In ein paar Tagen ist nicht nur Karneval in Köln, sondern auch Valentinstag. Zu diesem Anlass hat  rundum zu einem kleinen Event aufgerufen. Unter dem Motto "Mit Liebe gemacht" können Blogger ihrer Kreativität freien Lauf lassen und eine kleine Geschenkidee für das Herzblatt vorbereiten.
Der Herr Bär und ich schenken uns eigentlich nichts zu Valentinstag, denn wir brauchen kein festgelegtes Datum, um uns gegenseitig eine kleine Freude zu machen. Aber eine kleine selbstgemachte Überraschung zählt ja irgendwie nicht, oder? ;-)

Ich machte mir also Gedanken, was ich meinem Herrn Bär schenken könnte. Hmm, gar nicht so einfach. Generell finde ich, dass Männer schwieriger zu beschenken sind als Frauen, aber irgendwie ist mir immer noch etwas eingefallen. Zum Beispiel habe ich ihm vor fast drei Jahren eine herzförmige Collage aus Fotos von uns gebastelt, über die er sich riesig gefreut hat. 
In diesem Jahr war mir aber mehr nach Kochen als nach Basteln zu Mute, aber was genau sollte es werden? Hmm, mit Liebe gemacht... Backen ist Liebe... Liebe geht durch den Magen... Schlussendlich habe ich mich für eine würzige Tomatensuppe entschieden, denn Tomaten sind nicht nur das Lieblingsgemüse des Herrn Bär, sondern auch rot wie die Liebe. Verpackt habe ich mein Geschenk übrigens in einem Einmachglas, denn so sieht es nicht nur hübsch aus, sondern ich kann es auch aufbewahren und transportieren. 

Dieses Rezept möchte ich gerne zur Sammlung auf Tierfreitag hinzufügen, denn diese Homepage  dient der Sammlung von rein pflanzlichen Rezepten, die ohne jegliche Ersatzprodukte oder Imitate zubereitet werden.

 Tomatensuppe
1 kg Tomaten
1 Zwiebel
1-2 Knoblauchzehen
frischer Basilikum
Salz
Pfeffer 
Thymian
Rosmarin
Oregano
Olivenöl 
ggf. etwas Gemüsebrühe

Aus 1kg Tomaten ergibt sich zwar nur ca. 1/2 Liter Suppe, aber da die Tomaten anfangs noch recht groß sind, solltet ihr einen Topf aussuchen, der groß genug ist. 
Vorbereitend die Tomaten waschen, vierteln und vom grünen Strunk befreien. Die Zwiebel und die Knoblauchzehen schälen, in kleine Würfel schneiden und in etwas Olivenöl glasig anbraten. Die Tomaten über dem Topf auspressen, so dass der Tomatensaft die Zwiebeln ablöscht, dann erst die Tomatenstücke in den Topf geben. Sollte nicht genug Flüssigkeit im Topf sein, gibt man noch etwas Gemüsebrühe hinzu und lässt die Tomaten für ca. 20 Minuten köcheln bis sie weich sind.

Zum Pürieren empfehle ich die Suppe in ein hohes Gefäß umzufüllen, dann geht es besser.  Die Blätter vom frischen Basilikum waschen und zur Suppe geben. Mit dem Stabmixer gut durchpürieren, so dass keine Stücke mehr übrig sind. Anschließend die Suppe durch ein Sieb streichen, um Kerne und eventuelle Rückstände der Schale aufzufangen. Durch das Sieben wird die Suppe auch noch einmal feiner und samtiger.
Abschließend die Suppe mit Salz, Pfeffer, Thymian, Rosmarin und Oregano gut würzen. Die fertige Suppe auskühlen lassen, in ein schönes Gefäß umfüllen und mit ein paar Blättchen Basilikum dekorieren. 


Beim Schreiben dieses Beitrags musste ich übrigens die ganze Zeit an das Buch "Ich mach dich gesund, sagte der Bär" von Janosch denken, denn hier ist eine Suppe ebenfalls der Star. Ihr kennt die Passage bestimmt alle, oder?

"Ich koch dir etwas Dolles", sagte der kleine Bär, "sag mir doch mal deine Leibspeise!"
"Springforelle mit Mandelkernsoße, Kartöffelchen und Semmelbröseln."
"Haben wir nicht", sagte der kleine Bär, "sag etwas anderes."
"Eiernudeln mit Mandelkernsoße und Semmelbröseln", sagte der kleine Tiger.
"Haben wir auch nicht", sagte der kleine Bär, "sag noch etwas anderes."
"Semmelbrösel", sagte der kleine Tiger, aber die hatten sie auch nicht. 

"Sag doch mal: Bouillon!" sagte der kleine Bär.
"Ja, Bouillon", rief der kleine Tiger, "das wollte ich haargenau sagen."


In diesem Sinne: Habt einen schönen Valentinstag! 

Leeven Jross us Kölle.

Sonntag, 21. Dezember 2014

4. Advent: Öl als Last-Minute-Weihnachtsgeschenk

Jetzt sind es nur noch wenige Tage bis Weihnachten und ich bin fleißig am Verpacken, Verzieren und Verschicken. Habt ihr schon alle Geschenke zusammen? Falls euch noch eine Kleinigkeit fehlt, dann habe ich hier eine super Idee für ein Last-Minute-Weihnachtsgeschenk:
 
Knoblauch-Öl

10-15 Knoblauchzehen
250ml Sonnenblumenöl
1 Glas mit Schraubverschluss (z.B. ein Honigglas), 400ml

Die Knoblauchzehen schälen und vierteln. Anschließend in ein hohes Rührgefäß geben und mit dem Sonnenblumenöl auffüllen. Mit dem Pürierstab gut durch pürieren, dann in das Glas mit Schraubverschluss umfüllen.
Das Öl im Kühlschrank 1-2 Tage ziehen lassen. Mit einem Etikett verzieren und verschenken.

Das Knoblauch-Öl ist, wenn es im Kühlschrank aufbewahrt wird, circa 4-6 Wochen haltbar.   


***


Chili-Öl 

10-15 Chilischoten
250ml Sonnenblumenöl
1 Glas mit Schraubverschluss (z.B. ein Honigglas), 400ml

Die Chilischoten waschen, längs aufschneiden und vom Strunk befreien. Die Kerne aus den Schoten heraus trennen und kurz beiseite stellen. 

Die Chilis in der Mitte durchschneiden, in ein höhes Rührgefäß geben und mit Öl auffüllen. Mit dem Pürierstab gut durchpürieren, anschließend die Kerne wieder dazu geben und mit einem Löffel umrühren. Die Kerne sollten ganz bleiben, da sonst das Öl bitter wir.
Das Öl im Kühlschrank 1 Woche ziehen lassen. Mit einem Etikett verzieren und verschenken.
 
Das Chili-Öl ist, wenn es im Kühlschrank aufbewahrt wird, circa 1 Jahr haltbar.

***

Falls ihr kein passendes, leeres Glas zu Hause habt, könnt ihr diese auch online bestellen, z.B. bei Gläser und Flaschen oder (hier habe ich meine her) beim Imkereibedarf Eichler.
Die beiden Rezepte habe ich im Rahmen eines Kochkurses in der Düsseldorfer Kochschule bekommen und für sehr lecker befunden.




Leeven Jross us Kölle.

Sonntag, 14. Dezember 2014

3. Advent: Kuchen Backmischung im Glas

Einen schönen dritten Adventssonntag wünsche ich euch. Ich hoffe, ihr genießt die Adventszeit in vollen Zügen - über die Hälfte ist schon rum und mit großen Schritten geht es auf Heiligabend zu. Nur noch zehn Mal schlafen, dann ist Weihnachten. Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht! 

Habt ihr denn schon alle Geschenke zusammen? Ich schon und so kommt es auch, dass der Herr Bär und ich dieses Wochenende ganz entspannt Pärchen-Zeit im Bergischen Land verbracht haben. Für alle, die noch auf der Suche nach einer Kleinigkeit sind, habe ich heute noch eine Idee für euch. 

 Backmischung im Glas

75g Dinkelmehl
75g Weizenmehl
1 1/2 TL Backpulver
50g Backkakao
75g gemahlene Mandeln
60g gehackte Walnüsse
100g brauner Zucker
100g weißer Zucker
Mini Smarties (separat)

Etikett / Anhänger für das Rezept
1 Einmachglas (750ml Fassungsvermögen)



Das Einmachglas sollte sauber und trocken sein. Am besten stellt ihr das Glas auf ein Schneidebrett oder einen anderen unempfindlichen Untergrund, da ihr zwischendurch immer mal wieder mit dem Glas klopfen und rütteln müsst, damit sich die einzelnen Schichten gut verdichten. 



Nacheinander füllt ihr die oben aufgeführten Zutaten schichtweise in das Glas. Wichtig ist, jede Schicht gut zu verdichten. Entweder durch klopfen und rütteln, oder indem ihr mit einem Kölsch-Glas die Schicht vorsichtig andrückt. Das Glas sollte zum Schluss bis zum Rand gefüllt sein, damit die einzelnen Schichten sich beim Transport nicht vermischen.

Als letzte Schicht kommt der Zucker, denn falls das Glas bereits voll ist, lasst ihr den restlichen Zucker einfach weg.
Das Glas gut verschließen und mit einem Etikett oder Anhänger verzieren. Wer möchte kann noch ein Päckchen Smarties oder andere Deko-Kleinigkeiten mit ein wenig Geschenkband am Glas befestigen. Bei meinem Prototypen habe ich die Smarties als eigene Schicht eingebaut, beim Backen dann aber festgestellt, dass diese im Teig schmelzen und sich als Deko viel besser machen würden.

Eine kleine Anleitung für den Beschenkten solltet ihr auf jeden Fall dazu packen. Darauf sollte unbedingt folgendes stehen:
  • 150g Butter und 2 Eier werden noch zusätzlich für den Kuchen benötigt.
  • Alle trockenen Zutaten aus dem Glas und die Eier in eine Rührschüssel geben. 
  • Die Butter sollte Zimmertemperatur haben und in kleinen Stücken zu den anderen Zutaten gegeben werden.
  • Eine Springform (mit 28cm Durchmesser) einfetten und den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.
  • Die Zutaten in der Rührschüssel mit dem Mixer für 3-5 Minuten zu einem glatten Teig verrühren und anschließend in die Form geben.
  • Auf der mittleren Schiene für ca. 30 Minuten backen (Stäbchenprobe machen); anschließend auskühlen lassen und mit Smarties verzieren. 

Viel Spaß beim Verschenken!

Leeven Jross us Kölle.
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