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Montag, 21. August 2017

Die Sache mit dem Abnehmen: Meine Tipps rund um WeightWatchers

Vor über zwei Jahren habe ich mich auf den Weg in Richtung Wunschgewicht gemacht - und habe mein erstes, großes Ziel fast erreicht. In der Zwischenzeit habe ich ein paar Artikel über Die Sache mit dem Abnehmen geschrieben - einen Rückblick, über meinen Neustart mit WeightWatchers nach fast einem Jahr Pause und einen Zwischenstand in diesem Mai.

Als ich nun überlegte, noch einmal etwas zum Thema Abnehmen zu schreiben, war für mich schnell klar, dass es kein weiterer Zwischenstands-Bericht über meine Abnahme werden sollte, sondern stattdessen etwas allgemeiner Erfahrungen und kleine Tipps beeinhalten sollte. 
Meine Wahl fiel schlussendlich auf Tipps rund um Weightwatchers, da mir dieses Programm zu Beginn sehr geholfen hat, meinen Startpunkt in Punkto Abnehmen markiert und ich hoffe, dem ein oder anderem damit helfen zu können.

Weight Watchers, Erfahrungsbericht

Samstag, 13. Mai 2017

Die Sache mit dem Abnehmen: Zwischenstand im Mai

Ich liebe es, zu planen. Stundenlang kann ich mich mit einem Thema beschäftigen, das Für und Wider abwägen, recherchieren, notieren und vergleichen. Sei es das nächste Urlaubsziel oder nur der Kauf einer neuen Pulsuhr - ohne Plan (im weitesten Sinne) geht bei mir nichts. Kein Wunder also, dass mich das Projekt Sparkle&Shine sofort angesprochen hat als ich erstmals durch die liebe Sunray davon erfuhr. 
Das Projekt Sparkle & Shine 2017 wird von Missi auf ihrem Blog Himmelsblau geführt; ein Blog, das mir durch die liebevolle Gestaltung und breit gefächerten Themengebiete direkt ans Herz gewachsen ist. Spätestens als ich ihre Rubrik #RunMissiRun und Missis Sportrückblicke entdeckte, war mir klar, dass ich hier sehr viel für mich selbst mitnehmen kann.

Bei Sparkle & Shine geht es darum, sich zum Jahreswechsel Vorsätze für das Jahr zu setzen und diese monatlich auf kleinere Etappen-Ziele runter zu brechen, um mit Struktur und Planung seine Ziele zu erreichen. Wie ihr bereits in meinem Silvester Beitrag lesen konntet, lautet mein großes Ziel für dieses Jahr: Achtsamkeit mir selbst gegenüber. Oder anders ausgedrückt: Sport treiben, auf meine Ernährung achten, weiter Abnehmen. Auch das Wort "Triathlon" fiel in diesem Zusammenhang, aber das ist ein anderes Thema. 😉

Abnehmen WW WeightWatchers Erfahrungen
Mein Abnehm-Motto 💞

Nachdem ich mich also ein bißchen ins Projekt Sparkle & Shine eingelesen hatte, war ich gleich Feuer und Flamme, erstellte mir einen Runtastic-Account und pflegte dort fleißig meine sportlichen Aktivitäten ein. Das motiviert mich sehr und führt einem dann doch nochmal ganz neu vor Augen, was man alles so geleistet hat.

Daraus ergab sich unter anderem mein Neustart im Januar und seitdem hat sich einiges getan. Mein Sport-Pensum hat sich wieder erhöht (nachdem ich gesundheitsbedingt zwei Monate gar keinen Sport machen konnte) und mein Fitbit Armband animiert mich, so viel zu Fuß zu gehen, wie noch nie! Neben dem Outdoor-Kurs, zu dem ich mich bereits ganz zu Beginn meines Abnehm-Weges angemeldet hatte und der mich joggend durch den ersten Winter brachte, habe ich in den Osterferien an einen Schwimm-Technik-Intensiv-Kurs teilgenommen gemacht und war zwei Wochen lang jeden Morgen um 8:00 im Wasser. Neu ausprobiert habe ich Vacu-Walk, also bei Unterdruck auf einem Laufband walken, und natürlich neue Jillian Michaels DVDs für meinen Sport zu Hause. 

Auch mit der Ernährung klappt es seit meinem Wiedereinstieg bei WW sehr gut. Ich schreibe mir jeden Samstag einen Essensplan für die Woche, komme erstaunlich gut mit meinem Punkte-Budget zurecht und freue mich sehr, dass die Waage fast jede Woche eine Abnahme anzeigt. Seit dem Neustart Ende Januar habe ich in fast zwanzig Wochen weitere 11,5 Kilo und eine weitere Kleidergröße verloren, und bin sehr stolz auf meine bisherige Abnahme von insgesamt 26,5 Kilo. So darf es gerne weiter gehen, denn ich bin noch lange nicht am Ziel. 

Mein Abnehmweg
Niemals aufgeben 🌟

Nun möchte ich auch blogtechnisch in die Spur kommen, sprich: wieder mehr und strukturierter Bloggen, neue Rezepte ausprobieren, den Spaß am Fotografieren und Schreiben wiederfinden, mehr übers Reisen bloggen. Und was eignet sich besser dafür als Sparkle & Shine Ziele für Mai und Juni in den vier vorgeschlagenen Kategorieren zu formulieren?

Im Bereich Mind stehen die beiden bevorstehenden Fortbildungen im Fokus. Ich möchte diese bewusst wahrnehmen und wie eine kleine Auszeit aus dem Arbeitsalltag betrachten und genießen. Besonders auf die Woche in London freue ich mich sehr, da dies schon lange ein Herzenswunsch von mir war.
Im Bereich Soul möchte ich trotz vollem Terminkalender Zeit für meinen Herrn Bär und mich einplanen. Pärchen-Zeit, um schon lang geplante Ausflüge zu machen, essen zu gehen oder einfach nur gemeinsam Zeit zu verbringen. 
Im Bereich Heart ist das wichtigstes Ziel für das Jahr 2017 verankert, damit ich es nicht aus den Augen verlieren. Klar formuliert heißt das für mich zurzeit (noch): dieses Jahr an einem Triathlon über die Schnupper- oder Volksdistanz teilzunehmen und einen 10km Lauf zu absolvieren.

So der Plan. Und nun schlüpfe ich in meine Lauf-Schuhe und absolviere meinen für heute geplanten Lauf.

Leeven Jross us Kölle.

Samstag, 18. Februar 2017

Die Sache mit dem Abnehmen: Neustart im Januar 2017

Im Juni vergangenen Jahres habe ich in meinem Blog-Artikel "Die Sache mit dem Abnehmen: Ein Rückblick" ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert, was meinen persönlichen Abnehmweg betrifft. Seitdem sind einige Monate vergangen und viel passiert, daher dachte ich mir, jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, um euch von meinem Neustart mit WeightWatchers und dem Status Quo zu erzählen.

Wie bereits im Juni-Beitrag erzählt, kam ich mit dem neuen WeightWatchers Feel Good Programm, das Ende 2015 mit seinen SmartPoints das bisherigen ProPoints Programm ablöste, so gar nicht zurecht. Wenn ich aber ganz ehrlich bin, dann muss ich gestehen: Ich wollte damit nicht zurecht kommen. 

Denn plötzlich wurden Lebensmittel nicht mehr nur anhand ihrer Kalorien in Punkte umgewandelt, sondern eine komplexe Formel gewichtet alle Nährwerte, so dass Produkte mit viel Zucker höher bepunktet werden als Lebensmittel mit gleicher Kalorien-Anzahl, aber anderer Nährwert-Zusammensetzung. An sich eine gute Sache, aber damals wollte ich das nicht einsehen, denn das hätte ja bedeutet, dass ich mir für einen Kinderriegel nicht mehr nur 3 Punkte, sondern gleich 6 Punkte von meinem Tagesbudget abziehen müsste! 

Also habe ich meine WW-Mitgliedschaft gekündigt, ein paar Wochen lang mit Hilfe einer kostenlosen App Kalorien gezählt und Detox statt Karneval gemacht. Das Ende vom Lied war: Als ich am Aschermittwoch (10. Februar 2016) meine Detox-Woche beendete, hörte ich auch auf, Kalorien zu zählen und redete mir ein wenig ein, dass ich auch so weiter abnehmen würde. Die Faulheit siegte - jedenfalls, was das "Tracking" meiner Ernährung anbelangt - und die Zahl auf der Waage stagnierte. Wochenlang. Monatelang. Fast ein Jahr.

Sonntag, 26. Juni 2016

Die Sache mit dem Abnehmen: Ein Rückblick.

Bitte entschuldigt die lange Pause auf dem Blog, aber irgendwie war ich in den letzten Wochen so mit Arbeit, Schwimmen und anderen Terminen beschäftigt, dass ich nicht zum Bloggen gekommen bin. Den Bericht vom Swim&Run in Cologne und dem Great East Swim im Rahmen meines Projekts "Schwimmen für den guten Zweck" schulde ich euch noch. Ich habe es nicht vergessen - versprochen!

Heute möchte ich aber zunächst über die Sache mit dem Abnehmen schreiben, denn genau heute vor einem Jahr habe ich (ernsthaft) begonnen, abzunehmen. Ich bin übergewichtig seit ich 13-14 bin und habe schon öfter versucht, Gewicht zu verlieren, auf meine Ernährung zu achten und mehr Sport zu treiben, aber irgendwie wollte sich die Waage nicht nach unten bewegen - im Gegenteil! Schleichend wanderten über einen Zeitraum von ca. 2 Jahren die 17kg, die ich während meines dreimonatigen Auslandaufenthalts in Australien und Neuseeland verloren hatte, wieder auf meine Hüften bis ich schließlich mein Höchstgewicht wieder erreicht hatte. Das war einerseits frustriend, aber andererseits auch irgendwie der Normalzustand für mich. Es war mir bisher immer möglich, die zwickende Jeans halt eine Nummer zu kaufen oder etwas weitere, scheinbar kaschierende Oberteile zu tragen; auch körperlich ging es mir ja gut: Keine Gelenkbeschwerden, Blutdruck- und Blutzuckerwerte noch im akzeptablen Normbereich. Der Druck war also noch nicht groß genug. 

Gespräche mit einer lieben Freundin, die selbst dabei war, einige Kilos abzunehmen, und meinem Arzt brachten im vergangenen Juni dann die Wendung. Ich fühlte mich verstanden, aber nicht gemaßregelt. Irgendwie legte sich in meinem Kopf ein Schalter um und der Gedanke "Ich will abnehmen. Ich fange jetzt damit an." verfestigte sich. Aber wie sollte ich es angehen? Ich holte mir Informationen aller Art ein und hatte schnell das Gefühl: Wie man machts, macht man es verkehrt! 

Ein aktuelles Foto von mir - mit Kater Tomke. 😸

Die Informationsflut überrollte mich förmlich. Friss-die-Hälfte, Low Carb, Paleo, zuckerfrei oder doch lieber vegan? Diäten und Ernährungsweisen gibt es mittlerweile fast wie Sand am Meer. Manche Trends setzen sich durch, andere bleiben eben nur ein Trend.
Ich beschäftigte mich intensiv mit dem Thema Ernährungsumstellung und Ernährungsweisen, um meinen Weg zu finden. Das hieß für mich aber auch: Schluss mit den Ausreden. Schluss mit guten Vorsätzen für das neue Jahr. Warum auch bis zum nächsten Monatsanfang oder gar bis Neujahr warten? Für mich war klar: Ich fange heute damit an und schiebe es nicht wieder vor mir her. Ich habe mich schlussendlich für WeightWatchers entschieden und mitten im Juni letzten Jahres damit begonnen, Punkte (zu diesem Zeitpunkt sogenannte ProPoints) zu zählen.  

Bei dieser Entscheidung für WeightWatchers (WW) haben mir sowohl Gespräche mit Freunden, die ebenfalls WW machten, aber auch meine Recherche im Internet sehr geholfen. Hierbei war ich auf einige Erfahrungsberichte von anderen Bloggern gestoßen, habe diese mit großen Interesse gelesen und war sehr dankbar dafür, dass diese Menschen nicht nur viele Informationen zum WW-Programm, sondern auch ihre persönlichen Erfahrungen geschildert haben. Für mich war es eine große Hilfe und schlußendlich auch der Grund, warum ich heute selbst über WW und meine Erfahrungen damit blogge. Vielleicht hilft es ja jemandem da draußen, der gerade das Internet nach Artikeln wie diesem durchforstet.

WeightWatchers Erfahrungen
Mit WeightWatchers und Sport-DVDs von Jillian Michaels fing es an.
Ich persönlich habe mit ProPoints Programm von WeightWatchers sehr gute Erfahrungen, denn ich konnte essen, was ich wollte, ohne auf etwas bestimmte Nahrungsmittel vollständig verzichten zu müssen. Auch wenn ich nach wie vor offen für andere Ernährungsformen bin und sehr gerne vegetarisch oder vegan koche, auch mal Paleo ausprobiere und die gute, alte Hausmannskost für mich wieder entdeckt habe - alles ist erlaubt. Auch mit dem Thema Zucker, Zuckerersatzstoffe und Light-Produkten habe ich mich beschäftigt und auch eine Detox-Woche (nach dem Programm von Katharina Bachmann) gemacht. Wer hierzu noch mal mehr lesen möchte, findet im Blog-Archiv sowohl meine Buchvorstellungen von "Goodbye Zucker - zuckerfrei glücklich in 8 Wochen" (von Sarah Wilson) und von "SOS - Schlank ohne Sport. Das Kochbuch" (von Katharina Bachmann) und meinen Erfahrungsbericht zum SOS-Detox-Programm.  

Nachdem WeighWatchers das ProPoints Programm durch ein neues, sogenanntes SmartPoints Programm abgelöst hat, kam ich mit dem Punktezählen mit der WW-App gar nicht mehr klar und entschied mich - erneut nach einiger Recherche im Internet und diesem YouTube Video von Christin Garcia - dafür, meine Mitgliedschaft bei WW zu kündigen und stattdessen die kostenlose App Yazio zu nutzen. Dort zählt man zwar kcal statt Punkte, aber die Lebensmitteldatenbank ist ähnlich umfangreich, ich kann die beim Sport verbrannten Kalorien eintragen und komme sehr gut damit zurecht (auch wenn gestehen muss, die App in den letzten Monaten sehr wenig genutzt zu haben).

Sport durfte im letzten Jahr natürlich auch nicht fehlen, aber auch hier musste ich mich erst mal ganz neu orientieren. Zwar war ich im Fitnessstudio angemeldet, fühlte mich dort jedoch nicht mehr wohl und war entsprechend oft dort. Meinen Einstieg in den regelmäßigen Sport habe ich durch das "Shred - Schlank in 30 Tagen" Programm von Jillian Michaels geschafft. Zunächst habe ich mich 30 Tage durch "Shred für Einsteiger" gekämpft (und kann jedem Sport-Neuling nur empfehlen, mit diesem Programm zu beginnen), und erst danach das bekanntere, Original Shred-Programm absolviert. 
Eine Yogamatte hatte ich eh schon zu Hause, die DVDs kosten nicht die Welt und als Gewichte nutzte ich zunächst Wasserflaschen. Als ich merkte, dass mir dieses Training zu Hause sehr viel Spaß macht und effektiv ist, kaufte ich mir kleine Hanteln und schließlich auch ein Bellicon, um die Cardio-Übungen wie Hampelmänner gelenkschonender absolvieren zu können. Auch hier waren es wieder andere Blogger, wie die liebe Kossi, die mich inspiriert haben und bei denen ich mich informieren konnte. 
Nebenbei meldete ich mich zu einem Aqua-Fit und einem Outdoor-Lauf-Kurs ab, die mich durch Herbst und Winter brachten, und es kamen weitere Sport-DVDs für zu Hause dazu. Auch zogen neue Sportklamotten in meinem Kleiderschrank ein. Man könnte meinen: Typisch Frau! Neu Sportart? Erstmal shoppen! 😉 Naja, ein bißchen belohnen muss man sich ja schließlich auch, oder?

WeightWatchers Shred
Einige meiner Hilfsmittel: Ein Journal von WeightWatchers, mit dem man sein Essen 'kontrollieren' kann, Sport-DVDs und Yogamatte für den Sport zu Hause, Schwimmbrille und wasserdichter iPod fürs Schwimmbad, sowie meine Pulsuhr von Polar. Außerdem habe ich noch kleine Hanteln für die Workouts mit Jillian Michaels, ein Bellicon, Yogablöcke, jede Menge mehr DVDs und bin Mitglied im Fitnessstudio.

Fazit: In den vergangenen 365 Tagen habe ich 17,4 kg abgenommen und bin sehr stolz darauf. Am wöchentlichen Wiegetag (bei mir samstags) zeigte die Waage meist eine Abnahme, manchmal aber auch eine Zunahme und eine zeitlang kein Veränderung an. So ist das manchmal eben. Seit drei Monaten stagniert mein Gewicht übrigens, wobei ich zugeben muss, in dieser Zeit auch mehr sonderlich konsequent Punkte bzw. Kalorien zu gezählt zu haben, sondern fast nur intuitiv gegessen habe. Die Hauptsache für mich ist, dass ich es angegangen bin und einen großen Schritt in Richtung gesünderes Leben gemacht habe. Schauen wir mal, was das nächste Jahr bringen wird. Ich habe mein Ziel jedenfalls fest vor Augen und werde weiter daran arbeiten, es zu erreichen. 
Die Mitgliedschaft in einem Fitness-Studio, in dem ich mich wirklich wohl fühle, meine wöchentliche Outdoor-Sport-und-Laufgruppe, das sporteln mit Jillian Michaels DVDs zu Hause, mein Projekt "Schwimmen für den guten Zweck", sowie die Unterstützung vom Herrn Bär, meiner Familie und Freunden tragen dazu bei, dass ich mein großes Ziel irgendwann erreichen werde. In meinem Tempo und auf meine Art. 

Was mein Projekt #nikaschwimmt eigentlich ist und wie ihr mich dabei unterstützen könnt, erfahrt ihr in meinem Post (einfach aufs Logo klicken).
http://www.littletigersblog.de/2016/03/schwimmen-fur-den-guten-zweck.html
Leeven Jross us Kölle.

Sonntag, 21. Februar 2016

Little Tiger's Detox Woche

Getreu meinem selbstgesetztem Motto "Detox statt Karneval" startete ich einen Tag vor Weiberfastnacht meine erste Detox-Woche überhaupt und zwar nach dem 7-Tage Programm SOS - Schlank ohne Sport von Katharina Bachmann. Um mich selbst zu motivieren und den Druck etwas zu erhöhen, die Woche wirklich strikt nach Plan durchzuführen, erzählte ich Freunden und Kollegen von meinem vorhaben und teilte, als es los ging, jeden Tag ein Bild mit dem jeweiligen Speiseplan auf Instagram, Twitter und Facebook
Vielen Dank an dieser Stelle für alle Herzchen, Däumchen und lieben Worten von euch - es war schön, zu wissen, dass dieses Thema auf so viel Interesse stößt und ich scheinbar nicht ganz bekloppt bin, so was an Karneval zu machen. Für mich war es definitiv genau der richtige Zeitpunkt denn bedingt durch die jecken Tage hatte ich, die gar nicht so jeck ist, viel Zeit und Ruhe, mich auf das Experiment Detox einzulassen.

Wie versprochen möchte ich nun meine Erfahrungen für euch zusammen fassen und habe mir überlegt, dies tageweise zu machen und mir meine Speiseplan-Fotos zunutze zu machen. Im Vorfeld hatte ich mir alle notwendigen Information, wie Was darf ich wann essen? Was ist nicht erlaubt?, in einer Tabelle notiert, da in der Übersicht im Buch nur die Oberbegriffe, z.B. Gemüse, genannt waren. Außerdem war ich einkaufen und hatte mich mit ausreichend Obst und Gemüse für die ersten Tage eingedeckt. Ach ja, und am Abend vorher waren wir noch lecker Schnitzel mit Pommes essen... Vorbereitung ist alles! Und dann ging es auch schon los.
Der Einstieg in die Woche lief richtig gut, wobei mir beim all morgenlichen Glas Wasser (lauwarm) direkt nach dem Aufstehen fast schlecht wurde. Plan für die nächsten Tage: das Wasser auf Zimmertemperatur und erst eine halbe Stunde nach dem Aufstehen (und trotzdem als allererste Nahrungsaufnahme für den Tag) trinken. Das klappte besser.
Ansonsten glaube ich, dass der erste Tag mit der einfachste ist. Es ist zwar eine Herausforderung, den ganzen Tag nur Obst zu essen, aber ich war total motiviert, so dass es gut klappte. Morgens habe ich im Büro einen Apfel und eine Birne gemümmelt, mittags gab es Ananas und eine Schüssel Obstsalat, abends dann den restlichen Obstsalat. Zwar hatte ich Appetit auf alles mögliche andere, aber Hunger hatte ich tatsächlich keinen.
Den Obstsalat hatte ich bereits am Abend vorher vorbereitet, da es schon einige Zeit braucht, Honigmelone, Kiwis, Äpfel, Birnen und Nektarinen zu schälen und kleinzuschneiden. Ich bin kein Morgenmensch und bereite daher das Essen für den nächsten Tag gerne schon am Vorabend vor.

Eine Kartoffel zum Frühstück? Hmm, das ist nicht unbedingt meine Vorstellung von einem leckeren Frühstück, aber wenn es hilft... Außerdem war ich froh, nach dem Obst-Tag etwas anderes essen zu können. Da ich an diesem Tag von zu Hause gearbeitet habe, konnte ich mir meine Kartoffel frisch kochen (ansonsten hätte ich auch das am Vorabend gemacht) und mit etwas Kokos-Öl genießen. 
Mittags gab es dann eine große Rohkostplatte mit Paprika, Tomaten, Gurke, Möhre und Kohlrabi; abend hab ich mir die restlichen Möhren und Paprika zusammen mit frischem Brokkoli in den Wok geschmissen und mit etwas Gemüsebrühe köcheln lassen. Mhhhh, sehr lecker und endlich etwas Warmes im Bauch!
An Tag 2 merkte ich nämlich schon deutlich, dass es meinem Körper an Energie mangelte, denn mir war eigentlich den ganzen Tag über kalt. Aber mit viel Pfefferminz Tee, dicken Wollsocken und dem Wok-Gemüse am Abend ging es.


Zugegeben: An Tag 3 konnte ich eigentlich kein Obst und Gemüse mehr sehen bzw. hatte Heißhunger auf alles Mögliche andere. Nudeln mit Soße, Kartoffeln mit Spinat und Spiegelei, Brot mit salziger Butter... Ich hätte alles essen können! Aber ich hielt mich tapfer an den Plan und aß quasi eine Mischung aus den zwei vorherigen Tagen: morgens und mittags Obstsalat, abends Gemüse aus dem Wok.
Hunger hatte ich keinen, denn sowohl beim Obstsalat als auch bei der Gemüsepfanne könnte ich mir eine große Portion. Zusammen mit den fast drei Litern Wasser und Tee, die ich über den Tag verteilt getrunken hatte, sättigte mich das den ganzen Tag. Appetit hatte ich trotzdem, aber es war sehr hilfreich, dass wir am Abend bei Helge Schneider in der Philharmonie waren, so dass ich abgelenkt war und gar nicht in die Versuchung kam, doch etwas anderes zu naschen.

Tag 4 fiel bei mir auf einen Samstag und ich hatte die grandiose Idee, morgens schwimmen zu gehen, um für die im Sommer anstehenden Schwimm-Events zu trainieren. Soweit so gut, nur hatte ich irgendwie ganz vergessen, zumindest mal eine Banane zu frühstücken. Blöde Idee! Das fand mein Körper dann gar nicht so lustig und beim Bahnen schwimmen merkte ich sofort, dass es einfach nicht rund lief und es mir an Konzentration und Energie mangelte. 
Blöderweise gestaltete sich außerdem mein Heimweg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln etwas schwieriger als gedacht (Verkehrsunfall und Sperrungen wegen Karneval) und ich musste erst einmal eine halbe Stunde zu Fuß bis zu einer alternativen Haltestelle laufen. Zwar hatte ich Wasser dabei, aber keine Bananen, um endlich mal was zu essen. Ganz blöde Idee! Zum Glück holte mich der Herr Bär an unserer Bahnhaltestelle ab, drückte mir erst einmal Bananen in die Hand und brachte mich nach Hause. 
Zu Hause angekommen hab es dann weitere zwei Bananen als Milchshake mit Zimt und Chia-Samen. Schmeckte wirklich gut, aber Mandelmilch pur ist gar nicht mein Fall. Später schnitt ich mir noch Bananen in Scheiben und bestreute sie mit Zitronensaft und Zimt. Sehr lecker! Dank der neuen Energie konnte ich mich dann abends auch endlich dazu aufraffen, Gemüsesuppe zu kochen. Dazu habe ich einfach Suppengrün mit Zwiebeln und Knoblauch angedünstet, anschließend Wasser und klein geschnittenen Wirsing dazu gegeben und etwas gewürzt. Das machte satt und wärmte zudem noch schön von innen, denn kalt war mir auch an Tag 4.

Ihr könnt euch ja gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich auf Tag 5 (Sonntag) gefreut habe. Nach vier Tagen mit Obst und Gemüse gab es endlich Fleisch. Wir essen gar nicht so viel Fleisch (Aufschnitt zum Beispiel so gut wie nie) und schon gar nicht jeden Tag, aber wenn man einige Tage auf so viele Lebensmittel verzichtet hat, ist die Aussicht auf etwas Fleisch einfach nur herrlich!
Das Fleisch hatte ich bereits freitags auf dem Wochenmarkt gekauft, denn dort gibt es bei meinem Obst- und Gemüsehändler auch Fleisch vom schottischen Hochlandrind aus eigener Züchtung (praktischer Weise vakuumverpackt, so dass es sich auch einige Tage im Kühlschrank hält). Das ist natürlich teurer als im Supermarkt, aber dafür weiß man wenigstens wo das Fleisch herkommt und dass die Rinder auf der Weide aufgewachsen sind.

Laut Plan sollte man zwei Mahlzeiten mit jeweils 260g Fleisch (wer kein Rind mag, kann auch Geflügel, Fisch oder Tofu essen) und 6 Tomaten zu sich nehmen - am besten morgens und abends. Fleisch zum Frühstück? Hmm, ich weiß ja nicht, aber da ich den Abend zuvor auf der Karnevalsparty gewesen war, schlief ich sowieso etwas länger. Zum Frühstück gab es trotzdem erstmal das obligatorische Glas Wasser und dazu zwei Tomaten mit groben Meersalz. Da ich Tomaten liebe, für mich kein Problem. Für Mittag- und Abendessen kochte ich mir aus Fleisch, acht Tomaten und einer Paprika ein leckeres Gulasch (das Rezept zeige ich euch auch bald).
Für den sechsten Tag hatte ich mir ebenfalls auf dem Markt ein schönes Stück Rindersteak gekauft, das ich dann Rosenmontag genüsslich verspeiste. Da macht es dann auch nichts, wenn man keine Beilagen wie Kartoffeln oder Nudeln essen darf. Es gab ja Gemüse in Form von Paprika und Tomaten. Kalt war mir trotzd der reichhaltigeren Nachrungszufuhr trotzdem dem meisten Tag, also wurde neben Wasser auch viel Tee getrunken - und das Ende der Woche war ja auch schon in Sicht!
Tag 7 - was habe ich mich darauf gefreut! Zum Frühstück hatte ich mir schon am Vorabend Quinoa mit Apfel und Walnüssen gemacht, so dass ich morgens nur meine Orangen und Grapefruit für den frischen Saft auspressen musste. Herrlich! Das war definitiv ein Frühstück nach meinem Geschmack und so reichhaltig, dass ich das Mittagessen ausfallen ließ und erst abends Naturreis mit Paprikagemüse in der Pfanne zubereitete. 
Wusstet ihr, dass Naturreis 40 Minuten kochen muss? Ich hab das natürlich erst gesehen als ich schon voller Tatendrang Zwiebeln und Paprika in der Pfanne andünstete. Naja, Pfanne wieder vorm Herd genommen, ein bißchen Haushalt erledigt und dem Reis einen kleinen Vorsprung gegeben. Obwohl eine kleine Tasse Reis gar nicht so viel aussah, war ich pappsatt und hoch zufrieden, die Woche so gut und konsequent durchgezogen zu haben.

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Leicht nervös habe ich mich am nächsten Morgen wieder auf die Waage gestellt und konnte gar nicht fassen, dass ich in der einen Woche tatsächlich 3,7kg abgenommen hatte. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich den ganzen Tag bester Laune war!
Der Gewichtsverlust soll ja aber eigentlich nur ein netter Nebeneffekt sein, denn schließlich geht es beim Detox hauptsächlich ums Entgiften und darum, den Stoffwechsel wieder in Schwung zu bringen. Ohne meine Blutwerte kontrolliert zu haben, würde ich sagen: Das hat auch wunderbar funktioniert. Ich fühlte mich, vom Kältegfühl einmal abgesehen, die ganze Woche über sehr gut und vor allem zum Ende hin leichter und weniger aufgebläht. 

Ich war selbst sehr überrascht, wie leicht es mir doch gefallen ist, mich an die Regeln dieses Detox-Programmes zu halten. Mir ist bewusst, dass es Detox-Programme wie Sand am Meer gibt - für mich war dieses genau das Richtige und ich kann mir vorstellen, nach einer Pause noch einmal eine Woche mit dem SOS-Programm zu machen. Ein oder zweimal die Woche reine Gemüse-Tage (als Entlastungstage) einzulegen, erscheint mir außerdem sinnvoll für mich, denn die Detox-Woche soll für mich keine einmalige Aktion gewesen sein, sondern ein Teil meiner Ernährungsumstellung. Mit Entlastungs-Tagen kann ich auch zwischendurch etwas Gutes für meinen Körper tun und bleibe dabei flexibel bzw. muss mich nicht gleich eine ganze Woche 'quälen'.

Wie ist das bei euch? Habt ihr schon mal Detox gemacht? Falls ja, in welcher Form? Ich bin immer offen für Neues. :)

Leeven Jross us Kölle.
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