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Donnerstag, 19. Oktober 2017

Oh, wie schön ist Panama! | Auf wiedersehen & Danke für alles!

Vor drei Jahren machte ich mich auf den Weg, um mit meinem Blog Little Tiger ein Stück Panama und meinen Platz in der großen Welt der Blogs zu finden. Baute mir aus der Bananenkiste, auf der Panama stand, einen Wegweiser und machte mich auf die Reise.

Nach drei Jahren mit Höhen und Tiefen, Plänen und nicht umgesetzten Ideen, anfänglicher Euphorie und schlechten Phasen, schönen Artikeln und immer besseren Fotos, zahlreichen Workshops und Blogger-Treffen, Versuchen und Aktionen ohne den gewünschten Erfolg, Beständigkeit und Veränderung, Glücksgefühlen und Frust, seltsamen Algorithmen und zu geringer Reichweite bin ich am Ende meiner Reise angekommen. Nun stehen Tiger und Bär wieder vor dem alten Wegweiser, der mal aus einer Bananenkiste entstanden ist, und ich bin mir sicher, mein Panama gefunden zu haben. Ein schönes Gefühl, am Ende eines langen Weges zu Hause angekommen zu sein.

Deshalb ist nun an der Zeit, dieses Kapitel zu beenden, einen sauberen Schluss-Strich zu ziehen und Abschied von Little Tiger zu nehmen - und das fühlt sich gut und richtig an. Es war eine sehr aufregende, lehreiche und vor allem schöne Zeit mit diesem Blog. Daher von Herzen: vielen Dank für drei Jahre Little Tiger. Vielen Dank für euer Interesse an meinem Blog und euren Kommentaren. Danke für alles.

gefunden auf unsplash.com

Maat et joot. 
eure Nika

Donnerstag, 14. September 2017

#NikaSchwimmt - Great Scottish Swim | Zurück auf Anfang

Und so schließt sich der Kreis. Zwei Jahre nachdem ich zum ersten Mal an einer Freiwasser Veranstaltung teilgenommen habe und im wunderschönen Loch Lomond eine halbe Meile geschwommen bin, bin ich wieder zurück in Schottland. Ich werde wieder eine halbe Meile schwimmen, doch dieses Mal im direkten Anschluss daran noch 5km laufen. 

Ursprünglich war es mein Plan gewesen, an jedem der fünf Great Swim Veranstaltungen einmal teilzunehmen. Der Great Scottish Swim, an dem wir im August 2015 teilnehmen, war der Auftakt. 2016 folgten dann der Great East Swim in Suffolk und der Great London Swim, so dass geplant war, in diesem Jahr noch nach Manchester und Windermere zu reisen. Leider wird jedoch der Great Manchester Swim nicht mehr angeboten, so dass ich mich mit dem Gedanken anfreunden musste, dass der Great North Swim in Windermere meine letzte Veranstaltung sein würde.

Nachdem ich in Windermere spontan doch 'nur' eine halbe Meile geschwommen bin und dabei einmal mehr feststellte, wie schön die Great Swim Veranstaltungen doch sind, überlegte ich einige Wochen hin und her. Es ließ mir keine Ruhe, dass ich nun nicht - wie ursprünglich geplant - fünf Mal schwimmen würde, und so reifte langsam die Idee, noch einmal in Schottland zu schwimmen. Dort, wo alles begann.



Und so kam es, dass ich mich Ende August in Begleitung meines Herrn Bärs in Schottland wieder fand und meine Startunterlagen für den Aquathlon des Great Scottish Swims in Händen hielt. Eine halbe Meile schwimmen und in direktem Anschluss 5km laufen. Das klingt doch erst einmal gar nicht so schlecht und nach dem Debakel beim Swim&Run Cologne im letzten Jahr wollte ich mich noch einmal der Herausforderung eines solchen Wettkampfs stellen, zumal ich meine Pläne bezüglich Triathlon revidiert hatte.

Im Gegensatz zum Swim&Run im letzten Jahr fühlte mich dieses Mal wesentlich besser vorbereitet. Ich hatte im Frühjahr nochmal das Thema "Kraulen" in Angriff genommen und auch das Laufen wieder für mich entdeckt. Beides dieses Mal allerdings mit System: Technik-Kurse fürs Schwimmen und ein Trainingsplan fürs Laufen. 

Hoch motiviert und gut vorbereitet machte wir uns also auf nach Schottland, verbrachten eine Nacht in Oban und erreichten Samstag Mittag dann Loch Lomond - einen der schönsten Orte, die ich kenne. 💛

Ausblick vom Conic Hill über Loch Lomond | August 2012

Wenn man in Loch Lomond schwimmt, dann weiß man direkt wieder, warum jeder Teilnehmer bei den Great Swim Veranstaltungen einen Neopren Anzug tragen muss. Wasser-Temperatur: 15°C - und das im schottischen Hochsommer. 😄 Immerhin hatten wir riesiges Glück mit dem Wetter, denn statt dem angesagtem Regen gab es Sonne pur bei angenehmen 17°C, so dass ich auch kein schlechtes Gewissen gegenüber dem Herrn Bär haben musste, dass ich ihn im Regen stehen lasse, während ich schwimme und laufe. 

Der Start war für 16h als Abschluss des Veranstaltungstages angesetzt und ich machte mich bereits eine gute Stunde vorher aus den Weg zum Umkleide-Zelt, um von Jeans und T-Shirt in meinen Neopren zu wechseln, was erfahrungsgemäß bei mir etwas länger dauert. Aber schließlich war es geschafft und ich konnte eine halbe Stunde vor dem Start in den Startbereich einchecken, meine Laufkleidung in der Wechselzone platzieren und mich in der acclimatization zone schon mal an die Wassertemperatur gewöhnen. Dann noch eine kurze Wettkampfbesprechung, ein kleines Warm-Up, ein schneller Kuss von meinem Herrn Bär und schon ging es ab ins Wasser.

And so the adventure begins
Hui, ganz schön kaltes Wasser...






















Anders als noch vor zwei Jahren bei meiner ersten Teilnahme gewöhnte ich mich dieses Mal sehr schnell ans Wasser und fand sehr schnell in meinen Rhytmus. Trotz der besuchten Technik-Kurse schwamm ich auch dieses Mal wieder die gesamte Strecke Brust, da dies zum einen am Kräfte sparendsten war und zudem im Freiwasser den riesigen Vorteil bietet, dass man sieht, wo man hin schwimmt. Während ich mich also von Boje zu Boje hangelte, genoß ich die wunderschöne Natur um mich herum und versuchte gleichzeitig, mich nicht allzu sehr von den anderen Schwimmern um mich herum aus dem Konzept bringen zu lassen.

Nach 25 Minuten erreichte ich wieder das Ufer und machte mich in der Wechselzone gleich daran, aus meinem Neo heraus und in meine Laufklamotten zu kommen. Glücklicherweise hatte ich mich entschieden, sowohl den Sport-BH als auch meine Kompressions-Beinstulpen bereits zum Schwimmen unter dem Neo zu tragen, denn das erleichterte nicht nur das Ausziehen des Neos, sondern auch das Wechseln in Lauftight, Shirt und Schuhe. Schnell noch die Startnummer am Band hochgezogen, Musik in die Ohren und Kopfbedeckung auf, und schon ging es los auf die Laufstrecke.


Ich lief also los und fühlte mich so als wäre ich noch nie in meinem Leben gelaufen. Meine Beine waren eiskalt und unsagbar schwer, mein Oberkörper immer noch nass vom Schwimmen und mein Puls jenseits von gut und böse. An Rhytmus war erst einmal nicht zu denken. Alles, was ich auf dem ersten Kilometer denken konnte, war: Wer hatte diese bescheuerte Idee, nochmal einen Swim&Run zu machen? 

Aber alles Jammern und Fluchen half nichts. Denn auch wenn ich auf dem ersten Kilometer fast die ganze Zeit darüber nachdachte, ob es nicht sinnvoller wäre, aufzugeben und in die Wechselzone zurück zu gehen, war Aufgeben eben doch keine Option. Und es wurde besser. Mir wurde langsam wärmer, die Beine fanden ihren Takt und der Puls pendelte sich in einem akzeptablen Bereich ein - bis ich kurz nach Kilometer 1 dem Weg folgend rechts abbog und erkannte, dass es von nun an erst einmal ein ganzes Stück bergauf gehen würde. 😳

Ein Mann, mit dem ich kurz zuvor in der Wechselzone noch ein paar Worte gewechselt hatte, überholte mich am Beginn des Anstiegs und ich versuchte - laut schnaubend wie eine alte Dampflock - irgendwie an ihm dran zu bleiben, um mich nicht ganz alleine diesen blöden Hügel hoch kämpfen zu müssen. Die Beine fühlten sich an wie Betonklötze, der Puls schoss sich bei 180 ein und der Kopf hatte nun auch wirklich keine Lust mehr. So gar nicht. 
Aber als ich sah wie mein Mitstreiter einige Meter vor mir stehen blieb und ins Gehen überging, war dieser Gedanke plötzlich da: Egal wie langsam du bist, du wirst nicht gehen und du wirst nicht aufgeben! - Also lief ich in Schneckentempo weiter, überholte meinen gehenden Mitstreiter und wiederholte immer wieder diesen Gedanken bis endlich die Kilometer 2 Fahne und der Zenit des Hügels in Sicht kamen.

Die Aussicht, die man von Balloch House aus über Loch Lomond hat, ist atemberaubend und entschädigt so einiges. Ich genoß also die Aussicht während ich auf zunächst ebener Strecke weiter trabte, zurück in meinen Takt fand und diesen auch bergab beibehielt, um den Puls wieder etwas runter zu kommen. 
Schon erreichte ich die nächste Fahne und wusste, dass ich nun schon mehr als die Hälfte geschafft hatte und dass der Rest der Strecke mehr oder weniger eben sein würde. Die wenigen Streckenposten gaben sich außerdem redlich Mühe beim Anfeuern, entlockten mir sogar ein dankbares Lächeln und motivierten mich, auf den letzten Metern noch mal einen Zahn zu zu legen, so dass ich schließlich nach knapp 35 Minuten das Ziel erreichte.


Erschöpft, aber mindestens genauso glücklich und stolz tauschte ich im Zielbereich meinen Zeitmessungs-Chip gegen Medaille und Finisher T-Shirt, bevor ich gemeinsam mit dem Herrn Bär meine nassen Sachen aus der Wechselzone holte und wir uns langsam auf den Weg zu unserer Unterkunft für die Nacht machten. 
Nach einer großen Tasse Tee und einem Schwätzchen mit unseren AirBnb-Gastgebern, einer langen, heißen Dusche und schließlich in trockene Kleidung gehüllt, fühlte ich mich wie ein neuer Mensch und realisierte langsam, was ich gerade geleistet hatte; was Badekappe, Startnummer und Medaille beweisen:  
Ich habe den Aquathlon (800 Metern schwimmen | 5 Kilometern laufen) beim Great Scottish Swim gefinished. 

Und ich könnte nicht glücklicher oder stolzer aus mich sein.

Leeven Jross us Kölle.

Donnerstag, 27. Juli 2017

Links with Love #13 - Sport Essentials

Nachdem ich euch in meinem letzten Blogpost das Buch Triathlon - Optimales Training für (Quer-)Einsteiger vorgestellt habe und wir sozusagen eh grade beim Thema Sport sind, kam mir die Idee, euch einen kleinen Einblick in meinen Kleiderschrank zu gewähren und ein wenig über meine Sport-Klamotten zu plaudern. Und was passt da besser als endlich mal wieder eine Runde Links with Love für euch zusammen zu stellen? Hier sind sie also: meine Sport Essentials.

Übrigens: Auf der Suche nach einer deutschen Entsprechung, war ich doch sehr überrascht, das Wort "Essential" im Duden zu finden. Da mir Wortbedeutungen wesentliche Sache unpassend bzw.  unentbehrliches, lebenswichtiges Gut als Synonym doch etwas übertrieben vorkamen, bleibt es also beim Anglizismus - schließlich geht es nur um Sportsachen. 
Der Übersichtlichkeit halber habe ich mich entschieden, meine Sportkleidung, Hilfsmittel und Ausrüstung nach Sportart sortiert aufzulisten. Das finde ich persönlich praktischer, da es einen Läufer wahrscheinlich nicht interessiert, welche Yoga Blöcke oder welche Schwimmbrille ich zu Hause habe.

Samstag, 13. Mai 2017

Die Sache mit dem Abnehmen: Zwischenstand im Mai

Ich liebe es, zu planen. Stundenlang kann ich mich mit einem Thema beschäftigen, das Für und Wider abwägen, recherchieren, notieren und vergleichen. Sei es das nächste Urlaubsziel oder nur der Kauf einer neuen Pulsuhr - ohne Plan (im weitesten Sinne) geht bei mir nichts. Kein Wunder also, dass mich das Projekt Sparkle&Shine sofort angesprochen hat als ich erstmals durch die liebe Sunray davon erfuhr. 
Das Projekt Sparkle & Shine 2017 wird von Missi auf ihrem Blog Himmelsblau geführt; ein Blog, das mir durch die liebevolle Gestaltung und breit gefächerten Themengebiete direkt ans Herz gewachsen ist. Spätestens als ich ihre Rubrik #RunMissiRun und Missis Sportrückblicke entdeckte, war mir klar, dass ich hier sehr viel für mich selbst mitnehmen kann.

Bei Sparkle & Shine geht es darum, sich zum Jahreswechsel Vorsätze für das Jahr zu setzen und diese monatlich auf kleinere Etappen-Ziele runter zu brechen, um mit Struktur und Planung seine Ziele zu erreichen. Wie ihr bereits in meinem Silvester Beitrag lesen konntet, lautet mein großes Ziel für dieses Jahr: Achtsamkeit mir selbst gegenüber. Oder anders ausgedrückt: Sport treiben, auf meine Ernährung achten, weiter Abnehmen. Auch das Wort "Triathlon" fiel in diesem Zusammenhang, aber das ist ein anderes Thema. 😉

Abnehmen WW WeightWatchers Erfahrungen
Mein Abnehm-Motto 💞

Nachdem ich mich also ein bißchen ins Projekt Sparkle & Shine eingelesen hatte, war ich gleich Feuer und Flamme, erstellte mir einen Runtastic-Account und pflegte dort fleißig meine sportlichen Aktivitäten ein. Das motiviert mich sehr und führt einem dann doch nochmal ganz neu vor Augen, was man alles so geleistet hat.

Daraus ergab sich unter anderem mein Neustart im Januar und seitdem hat sich einiges getan. Mein Sport-Pensum hat sich wieder erhöht (nachdem ich gesundheitsbedingt zwei Monate gar keinen Sport machen konnte) und mein Fitbit Armband animiert mich, so viel zu Fuß zu gehen, wie noch nie! Neben dem Outdoor-Kurs, zu dem ich mich bereits ganz zu Beginn meines Abnehm-Weges angemeldet hatte und der mich joggend durch den ersten Winter brachte, habe ich in den Osterferien an einen Schwimm-Technik-Intensiv-Kurs teilgenommen gemacht und war zwei Wochen lang jeden Morgen um 8:00 im Wasser. Neu ausprobiert habe ich Vacu-Walk, also bei Unterdruck auf einem Laufband walken, und natürlich neue Jillian Michaels DVDs für meinen Sport zu Hause. 

Auch mit der Ernährung klappt es seit meinem Wiedereinstieg bei WW sehr gut. Ich schreibe mir jeden Samstag einen Essensplan für die Woche, komme erstaunlich gut mit meinem Punkte-Budget zurecht und freue mich sehr, dass die Waage fast jede Woche eine Abnahme anzeigt. Seit dem Neustart Ende Januar habe ich in fast zwanzig Wochen weitere 11,5 Kilo und eine weitere Kleidergröße verloren, und bin sehr stolz auf meine bisherige Abnahme von insgesamt 26,5 Kilo. So darf es gerne weiter gehen, denn ich bin noch lange nicht am Ziel. 

Mein Abnehmweg
Niemals aufgeben 🌟

Nun möchte ich auch blogtechnisch in die Spur kommen, sprich: wieder mehr und strukturierter Bloggen, neue Rezepte ausprobieren, den Spaß am Fotografieren und Schreiben wiederfinden, mehr übers Reisen bloggen. Und was eignet sich besser dafür als Sparkle & Shine Ziele für Mai und Juni in den vier vorgeschlagenen Kategorieren zu formulieren?

Im Bereich Mind stehen die beiden bevorstehenden Fortbildungen im Fokus. Ich möchte diese bewusst wahrnehmen und wie eine kleine Auszeit aus dem Arbeitsalltag betrachten und genießen. Besonders auf die Woche in London freue ich mich sehr, da dies schon lange ein Herzenswunsch von mir war.
Im Bereich Soul möchte ich trotz vollem Terminkalender Zeit für meinen Herrn Bär und mich einplanen. Pärchen-Zeit, um schon lang geplante Ausflüge zu machen, essen zu gehen oder einfach nur gemeinsam Zeit zu verbringen. 
Im Bereich Heart ist das wichtigstes Ziel für das Jahr 2017 verankert, damit ich es nicht aus den Augen verlieren. Klar formuliert heißt das für mich zurzeit (noch): dieses Jahr an einem Triathlon über die Schnupper- oder Volksdistanz teilzunehmen und einen 10km Lauf zu absolvieren.

So der Plan. Und nun schlüpfe ich in meine Lauf-Schuhe und absolviere meinen für heute geplanten Lauf.

Leeven Jross us Kölle.

Samstag, 18. Februar 2017

Die Sache mit dem Abnehmen: Neustart im Januar 2017

Im Juni vergangenen Jahres habe ich in meinem Blog-Artikel "Die Sache mit dem Abnehmen: Ein Rückblick" ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert, was meinen persönlichen Abnehmweg betrifft. Seitdem sind einige Monate vergangen und viel passiert, daher dachte ich mir, jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, um euch von meinem Neustart mit WeightWatchers und dem Status Quo zu erzählen.

Wie bereits im Juni-Beitrag erzählt, kam ich mit dem neuen WeightWatchers Feel Good Programm, das Ende 2015 mit seinen SmartPoints das bisherigen ProPoints Programm ablöste, so gar nicht zurecht. Wenn ich aber ganz ehrlich bin, dann muss ich gestehen: Ich wollte damit nicht zurecht kommen. 

Denn plötzlich wurden Lebensmittel nicht mehr nur anhand ihrer Kalorien in Punkte umgewandelt, sondern eine komplexe Formel gewichtet alle Nährwerte, so dass Produkte mit viel Zucker höher bepunktet werden als Lebensmittel mit gleicher Kalorien-Anzahl, aber anderer Nährwert-Zusammensetzung. An sich eine gute Sache, aber damals wollte ich das nicht einsehen, denn das hätte ja bedeutet, dass ich mir für einen Kinderriegel nicht mehr nur 3 Punkte, sondern gleich 6 Punkte von meinem Tagesbudget abziehen müsste! 

Also habe ich meine WW-Mitgliedschaft gekündigt, ein paar Wochen lang mit Hilfe einer kostenlosen App Kalorien gezählt und Detox statt Karneval gemacht. Das Ende vom Lied war: Als ich am Aschermittwoch (10. Februar 2016) meine Detox-Woche beendete, hörte ich auch auf, Kalorien zu zählen und redete mir ein wenig ein, dass ich auch so weiter abnehmen würde. Die Faulheit siegte - jedenfalls, was das "Tracking" meiner Ernährung anbelangt - und die Zahl auf der Waage stagnierte. Wochenlang. Monatelang. Fast ein Jahr.

Samstag, 31. Dezember 2016

Be the change | Vorsätze für das neue Jahr

Silvester. Das alte Jahr geht zu Ende, das neue liegt vor uns und wird mit Feuerwerk und knallenden Sektkorken begrüßt. Für mich ist die Silversternacht immer etwas besonderes und birgt doch eine gewisse Wehmut in sich. An keinem anderen Tag im Jahr wird einem so bewusst gemacht, dass etwas zu Ende geht und das Neue noch unbekannt und auch etwas unsicher ist. Was wird das neue Jahr für uns bereit halten?

Dieses Jahr verbringe ich den Jahreswechsel am anderen Ende der Welt, ganze 12 Stunden, bevor dann auch in Deutschland das neue Jahr begrüßt wird. Dieses Jahr feiere ich Silvester in Neuseeland und merke einmal mehr, wie wunderschön dieses Fleckchen Erde doch ist. Die Natur, die Weite, die Menschen. Das Leben erscheint hier irgendwie einfacher zu sein.Was uns auch direkt zu meinem ersten Vorsatz für das neue Jahr bringt:

Be the change that you want to see in the world.

Oder auch: Nachhaltigkeit geht uns alle an. Getreu der alten und weit verbreiteten goldenen Regel "Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu." möchte ich im nächsten Jahr noch mehr darauf achten, (Plastik-)Müll zu reduzieren und regional  und vor allem saisonal einzukaufen und zu kochen.
Sehr gerne schaue ich bei Ramona auf ihrem Blog becoming green vorbei (auch wenn Ramona sich gerade eine Blog-Pause gönnt, so kann man doch in den bisherigen Beiträgen sehr viel für sich herauslesen und mitnehmen) und bin immer wieder erstaunt und begeistert, wie konsequent Ramona an das Thema "Plastik vermeiden" heran geht und wie alltagstauglich die meisten Ideen von ihr doch sind.
Ich möchte im kommenden Jahr Anregungen zum Thema Nachhaltigkeit im Rahmen meiner Freitags ist Markt Reihe einbinden, um euch nicht nur mit dem aktuellen Saisonkalender, sondern auch mit Tipps und Tricks wie man seinen ökologischen Fußabdruck verkleinert versorgen.


Aber warum sind mir regionale und saisonale Lebensmittel eigentlich so wichtig? Weil ich das Gefühl habe, dass unser Leben in vielen Teilen so schnell-lebig und hektisch geworden ist, dass wir uns wieder bewusst werden sollten, wie gut es uns eigentlich geht und welche (essbaren) Schätze wir direkt vor unserer Haustür finden.
Wenn ich mich mit meiner Tante (sie wurde 1937 geboren) unterhalte und sie über ihre Kindheit, den Krieg und die Nachkriegszeit im zerbombten Köln spricht, bekomme ich immer ein bißchen ein schlechtes Gewissen. Warum? Weil sie nicht nur von Angst, Nächten im Luftschutzkeller, Kinderlandverschickung, eisigen Wintern mit Eisschollen auf dem Rhein und langen Fußmärschen zur Schule erzählt, sondern auch vom Hunger.

Wissen wir heute eigentlich noch, was Hunger wirklich bedeutet? Wir leben in Zeiten, wo es zu jeder Tages- und Nachtzeit immer und überall etwas zu essen gibt. Sei es aus dem Supermarkt, der bis 24h geöffnet hat und mich auf Wunsch auch beliefert, aus dem Fastfood-Restaurant, das sowieso 24/7 geöffnet hat, von der Tankstelle, dem Büdchen an der Ecke oder dem Lieferdienst. Selbst bei Amazon kann ich mittlerweile Essen bestellen!
Meine Tante hingegen ist noch aus der Generation, in der galt: Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt. Der Teller wird leer gegessen (war es doch meistens zu wenig). Freitags gibt es Fisch, samstags Eintopf und sonntags mit viel Glück mal ein Stück Fleisch. Heutzutage hat der Sonntagsbraten so etwas wie Kult-Status erreicht; deutsche Hausmannskost feiert sein Revival - und trotzdem werden produzieren wir jedes Jahr Tonnen von (Plastik-)Müll und werfen Lebensmittel weg. Zeit, dass wieder aufgegessen wird, oder? 

Übrigens: Zum Thema Nachhaltigkeit gehört auch der Vorsatz, das Auto öfter stehen zu lassen und stattdessen mehr zu Fuß zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für mich, denn ich habe für 2017 auch viele sportliche Ziele.

Achtsamkeit beginnt bei mir

Was im letzten Jahr mit meinem Projekt #NikaSchwimmt begann, ist in der Zwischenzeit für mich ein wichtiger Bestandteil meines Lebens geworden: Sport treiben, auf meine Ernährung achten, Abnehmen. Ja, da ist noch ordentlich Luft nach oben was diese drei Themen betrifft, aber ich möchte mich nicht mit anderen vergleichen, sondern auf meine Weise und in meinem Tempo meinen Zielen näher kommen, denn Achtsamkeit beginnt bei mir.

Da es mir im letzten Jahr schon sehr geholfen und mich motiviert hat, mein Projekt #NikaSchwimmt öffentlich zu machen und mit euch zu teilen, handhabe ich das in diesem Jahr wieder so und plaudere etwas aus dem Nähkästchen, was ich mir so für 2017 an sportlichen Zielen gesetzt habe. Mein größtes Ziel ist es, an einem Triathlon über die Sprint-/Volksdistanz teilzunehmen, also 500m schwimmen, 20km Rad fahren und 5-7km laufen.


Wenn man sich so etwas wie die Teilnahme an einem Triathlon als Ziel setzt, löst das eine kleine Kettenreaktion aus, denn wenn ich an so etwas teilnehme, dann mit ganzem Herzen und so gut vorbereitet wie es geht. So habe ich es letztes Jahr bei meiner Vorbereitung auf die Great Swims gehandhabt - und wurde dafür mit zwei tollen Wettkämpfen und für mich sehr guten Zeiten belohnt. Da meine Kraul-Technik bisher aber eher durchwachsen ist und ich daher bislang immer Brust geschwommen bin, habe ich mir zum Ziel gesetzt, endlich vernünftig Kraulen zu lernen und mich für einen dreistufigen Kraul-Technik-Kurs entschieden. Das hat zudem den Charme, dass ich mindestens einmal pro Woche ins Schwimmbad komme. 


Ansonsten möchte ich gerne noch an den zwei Great Swims teilnehmen, die ich bisher noch nicht absolviert habe, und dort wieder über die normale Distanz von 1 Meile (= 1,6km) starten. Muss ich nur noch meine Schwester (Wild Swim Stories) davon überzeugen, mit mir im nächsten Sommer nach Manchester und den Lake District Nationalpark zu reisen und dort zu schwimmen.
Da aber Triathlon bekanntermaßen nicht nur aus Schwimmen besteht, habe ich mir noch ein paar Läufe heraus gesucht. Wie auch in diesem Jahr möchte ich wieder am Womens Run (dieses Mal aber über die 8km statt der 5km) und dem Run of Colors (ausgerichtet von der Aidshilfe Köln) teilnehmen und ich bin mir sicher, dass noch ein paar weitere Läufe über das Jahr verteilt hinzukommen werden und ich hoffe, dass ich sogar einen 10km Lauf schaffen werde. Was das Radfahren beim Triathlon betrifft, so lautet das klare Ziel: ankommen ist alles. 😉
 

Zu einem achtsamen Leben gehört für mich aber noch mehr dazu als Sport und Ernährung. Reisen, die Welt entdecken, mehr Zeit mit meinem Herrn Bär verbringen, einfach leben und genießen, öfter ins Theater und zu Lesungen gehen, die Natur bestaunen, wieder mehr Sauna-Tage einlegen und gute Gespräche mit Freunden haben... all das habe ich mir auch auf die Agenda geschrieben.

Zivil-Courage fängt im Kleinen an

Von der Achtsamkeit, die bei mir anfängt, komme ich direkt zu meinem dritten Vorsatz für das neue Jahr: Meine Mitmenschen und ich. Die Idee dazu kam mir letztens in der Straßenbahn als ich sah, dass der Rucksack einer jungen Frau weit aufstand. Keiner der anderen Fahrgäste hat sie darauf aufmerksam gemacht, obwohl offensichtlich war, dass der Rucksack versehentlich offen stand und ein leichtes Ziel für Taschendiebe darstellte. Als ich sie kurzerhand ansprach und darauf aufmerksam machte, wurde mit großer Dankbarkeit belohnt. 
So etwas gehört für mich genau so zur Zivil-Courage und einen respektvollen Umgang mit einander dazu wie die alten Straßenbahn-Regel "Erst aussteigen lassen." oder die Selbstverständlichkeit, dass man für andere Menschen den Sitzplatz frei macht.


Apropos respektvoller Umgang mit einander: An der Kasse ein wenig Abstand halten und nicht direkt nachrücken, wenn der Vordermann sich einen Schritt nach vorne bewegt, ist ein Parade-Beispiel dafür. Oder auch tief durch zu atmen und noch einen Moment Geduld aufzubringen, wenn es am Postschalter grade mal etwas länger dauert. Oder das Bonbon-Papier, das in der Kaffeeküche aus Versehen neben dem Mülleimer gelandet ist und von mindestens vier Kollegen schon übergangen wurde, aufheben und wegschmeissen.

Es sind die kleinen Momente im Alltag, in denen man Courage zeigen kann. Das Wort bedeutet übersetzt Mut oder Beherztheit und drückt ziemlich genau das aus, was man in vielen Situation braucht. Auch mir fällt es nicht leicht, fremde Menschen wie die junge Frau aus der Straßenbahn anzusprechen, aber danach fühlt man sich großartig, oder?
Warum also nicht Menschen, die über einen Stadtplan gebeugt offensichtlich nach dem Weg suchen, ansprechen und Hilfe anbieten? Oder den Obdachlosen, der mit seinem Pappschild vor dem Supermarkt sitzt, fragen, ob er gerne etwas zu essen oder zu trinken hätte? Es kostet nur ein paar Sekunden Zeit und vielleicht zwei Euro für ein Brötchen und einen Kaffee, aber es kann eine ganze Menge verändern.   

 
Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr, wo auch immer ihr gerade seid und den Jahreswechsel erlebt. Feiert schön im Kreise eurer Lieben und lasst es euch gut gehen. 💫

Leeven Jross us Kölle.

Freitag, 11. November 2016

Liebe deine Stadt: Jeder Jeck ist anders! - Ein Hoch auf mutige Menschen

Heute ist der Elfte im Elften und in Köln wurde um 11:11 mit einem großen Bühnenprogramm in der Altstadt und in unzähligen Kneipen die Karnevalssession eröffnet. Für mich ein Grund, einfach mal ein paar Worte zu Vielfalt, Toleranz und Respekt zu verlieren. Themen, die vor allem in diesen Tage  in den Fokus geraten, und Eigenschaften, für die ich Köln so liebe. Aber von vorne...

Vorgestern blieb ich spätabends beim Durchzappen auf sixx hängen, denn dort lief die neue Folge von "Paula kommt". Eine Sendung, die ich sehr gerne schaue, weil dort auf interessante, angenehme und so gar nicht anrüchige Weise verschiedene Themen rund um Liebe, Sexualität und Partnerschaft behandelt werden und ich Paula Lambert unglaublich sympathisch finde.
Am Mittwoch Abend war das Thema der Sendung "Transsexuell - Wenn der Papa eine Frau wird". Paulas Gast war dieses Mal Lena, die im falschen Körper geboren wurde und sich kürzlich einer geschlechtsangleichenden Operation unterzogen hatte. Eine tolle Frau, die ganz offen über ihre Transsexualität und alles, was dazu gehört, sprach und die mir irgendwie bekannt vor kam. Es dauerte etwas, aber dann fiel mir endlich ein, woher ich Lena bereits kannte: Lena hat sich bereits vor zwei Jahren von der wunderbaren Kathrin Stahl für das Fotojekt Transgender | Max ist Marie porträtieren lassen und wie alle Artikel habe ich natürlich auch das Porträt über Lena gelesen.

Wer Kathrin und ihr Projekt noch nicht kennt, der sollte unbedingt mal rüber klicken. Selten hab ich solch persönliche, gefühlvolle und toll bebilderte Porträts gelesen - da finde ich es nur verdient, dass es für Max ist Marie nun sogar eine Dauerausstellung in Dresden gibt. 
Danke, liebe Kathrin, für deine wundervolle Arbeit. Und danke, liebe Lena, für deine Offenheit und deinen Mut, so viel von dir und deinem Leben sowohl für Kathrins Projekt als auch im Gespräch mit Paula preiszugeben. Ihr seid großartig, Mädels!

Foto via unsplash.com

Ich bin in Köln geboren und aufgewachsen. Homosexualität oder 'anders sein' ist hier normal, und nicht nur während des CSDs oder an Karneval darf jeder Jeck sein wie er will. 

Ich bin froh, in einer so offenen und toleranten Stadt zu leben, denn Respekt, Toleranz und Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Menschen sind Werte, die meine Eltern uns schon seit frühster Kindheit mit auf den Weg gegeben haben. Bei uns zu Hause war und ist immer jeder willkommen - unabhängig von Hautfarbe, Religionszugehörigkeit oder sexueller Vorliebe. 

In diesem Sinne: Ein Hoch auf mutige Menschen, die sich nicht verstecken und ihren Weg gehen. Ein Hoch auf Vielfalt und Toleranz. Habt eine schöne Karnevalszeit und vergesst niemals: Jeder Jeck ist anders!

Leeven Jross us Kölle.

Donnerstag, 15. September 2016

#NikaSchwimmt - Finale in London und Zeit für ein Dankeschön

Acht Wochen sind nun schon vergangen seit ich am Great Newham London Swim teilgenommen und somit mein Projekt "Schwimmen für den guten Zweck" zu einem Abschluss gebracht habe. Acht Wochen, in denen ich nicht einmal schwimmen war, sondern mal laufen oder Rad fahren. Acht Wochen, um einfach mal, was anderes zu machen.
Es mag verrückt klingen, aber ich brauchte erst einmal Abstand zu dem ganzen Projekt und es war auch so noch genug los. Nun hatte ich aber endlich die Zeit, alles noch einmal Revue passieren zu lassen, Fotos zu sichten, Dankeschön-Postkarten zu schreiben und auch hier noch einmal ein paar Zeilen zum Projekt zu schreiben.


Das Schwimmen in London war großartig. Perfektes Wetter, eine tolle Event-Location, super Atmosphäre, nur die Wasserqualität war so lala. 😝 Man soll das Wasser ja auch nicht trinken, das ist mir klar, aber im direkten Vergleich zum Fühlinger See und zum Naturschutz Resorvoir Alton Water war es doch ein kleiner Schock, als ich voller Vorfreude und sehr beherzt den Sprung ins Wasser wagte. 

Montag, 4. Juli 2016

#Nikaschwimmt - Swim&Run Cologne und Great East Swim

Seit meinem letzten Update Ende Mai sind über fünf Wochen vergangen und in der Zwischenzeit ist einiges passiert und es ist Zeit für einen kleinen Rückblick auf einen sehr ereignisreichen Juni. Der Juni began für uns an Bord der AIDA und mit schönen Landgängen in Helsinki und Stockholm, bevor unsere einwöchige Reise auch schon wieder vorbei war und der Swim&Run unmittelbar bevor stand. 

"...and it was all yellow..." - Mitbringsel vom Great East Swim
Tja, der Swim&Run... Das war dann auch so eine Sache. Zum einen fühlte ich mich nicht wirklich gut vorbereitet, zum anderen waren die äußeren Umstände ganz anders als ich es mir vorgestellt hatte. Ich wusste zwar, dass ich 1 Kilometer ohne Probleme (auch im Freiwasser) schwimmen kann, aber vor den 7km laufen graute es mir bereits die ganze Zeit, da ich seit April durch meine Probleme mit dem rechten Bein / Knie nicht mehr laufen gewesen war. Da können 7 Kilometer seeehr lang werden. Und einsam. 

Aber von vorne: Als wir samstags von unser einwöchigen Ostsee-Reise mit traumhaften Wetter wieder nach Köln zurück kamen, wurden wir auf der Autobahn eine Stunde vor Köln von Gewitter und Platzregen der übelsten Sorte begrüßt und fragten uns direkt, ob denn am darauffolgenden Tag der Swim&Run überhaupt stattfinden würde. Ganz ehrlich: Es wäre mir ganz lieb gewesen, wenn es abgesagt worden wäre, denn auch am Sonntag war das Wetter war alles andere als sommerlich: bewölkt, diesig, schwül. An diesem Sonntag verstand ich endlich, was die Leute immer mit Kreislauf-Wetter meinten.
Am See angekommen merkte ich außerdem schnell, dass die anderen Teilnehmer zwar alle sehr nett und höflich, aber trotzdem so gar nicht mein Fall waren. Denn scheinbar waren wir die einzigen Hobby-Athleten, die nur zum Spaß dabei waren, während alle anderen wie (professionelle) Triathleten auftraten und den Swim&Run als Wettkampf ansahen. Die Rahmenbedingungen waren also alles andere als optimal für mich, die Laune aber trotzdem gut. Noch...


Nachdem wir unsere Startunterlagen abgeholt und in der Wechselzone und Laufkleidung bereit gelegt hatten, machten wir uns parat für unseren Start über die Volksdistanz um 11:00. Die Wassertemperatur betrug 20,7°C, so dass meine Schwester und ich uns dafür entschieden, ohne Neopren zu schwimmen. Trotzdem war es ein Sprung ins kalte Wasser und ich hatte kurzzeitig Schnappatmung, als wir vom Ponton aus ins Wasser eintauchten, aber nachdem wir die Startlinie schwimmend erreicht hatten, hatte ich mich an die Temperatur gewöhnt und fühlte mich recht wohl. Kurz darauf ertönte der Startschuss und los ging es! Binnen Minuten hatte sich das Feld sortiert und ich schwamm recht einsam und alleine am Ende des Felds erst 500m in die eine, dann nach der Wende an der Boje in die andere Richtung und kam als vorletzte Schwimmerin aus dem Wasser. Schnell in die Wechselzone und ... Ja, was dann? Etwas verwirrt vom plötzlichen Bewegungswechsel dauerte es einige Momente bis ich mich endlich auf das Umziehen konzentrieren konnte und die Wechselzone verlassen konnte. 


 Jetzt "nur noch" 7km um den See herum laufen. Eigentlich eine schöne Strecke, aber sehr einsam und wenig abwechslungsreich, was mir neben einem viel zu hohen Puls und schmerzendem Bein sehr zu schaffen machte. Mein persönliches Ziel, die 7 Kilometer ohne Gehpausen durchzulaufen, konnte ich leider nicht erfüllen, denn nach Kilometer 1, 2, 4 und 6 musste ich jeweils ein paar Meter gehen, um zu Atem zu kommen und meinen Puls zumindest in die Nähe meiner optimalen Herzfrequenz zu senken. Hatte ich mich beim Schwimmen noch gut gefühlt, so fühlte sich das Laufen wie ein Kampf an und ich muss gestehen, wirklich gar keinen Spaß beim Laufen empfunden zu haben. Ich war einfach nur froh, als ich endlich auf dem letzten Teilstück angekommen war und das Ziel nach einer Gesamtzeit von 01:33:07 erreicht hatte. Leider gibt es keine Aufteilung der Zeitmessung in Schwimmen, Wechsel und Laufen, aber ich denke, für meinen ersten Swim&Run ist es schon okay so. 

direkt nach dem Zieleinlauf...
... und eine halbe Stunde später.






















Nur 10 Tage später ging es bereits nach England zum Great East Swim in Alton Water, Suffolk und ich muss sagen: Diese Art der Veranstaltung ist genau nach meinem Geschmack. Hier merkt man direkt, dass es eine Veranstaltung für jedermann ist und es nicht ums Gewinnen, sondern um das Dabeisein geht. Kurz gesagt: Die Stimmung war fantastisch!

Meine Schwester und ich waren bereits Donnerstagnachmittag nach England geflogen, um den Great East Swim mit einem schönen, verlängerten Wochenende zu verbinden. Über AirBnB hatten wir ein wunderschönes, kleines Garten-Cottage in direkter Nähe zu Alton Water gemietet, das sehr viel Platz bot und perfekt für unsere Zwecke war. Den ersten Abend verbrachten wir im örtlichen Pub (400m die Straße lang - herrlich!) bei gutem Essen und natürlich dem EM Spiel Deutschland-Polen. Den nächsten Tag nutzten wir für den Besuch einer Farm (inklusiver Farm-Shop, Cafe, zwei kleinen Boutiquen und eigener Metzgerei) und kleinen Dörfern rund um Alton Water, wo wir am Abend auch unsere Freundin Amanda, die mit dem Zug aus London kam, abholten. Den zweiten Abend verbrachten wir mit leckerer Pasta in unserem kleinen Cottage und genoßen gutes Essen, gute Gespräche und guten Wein, denn eins ist ganz wichtig: stay hydrated! 😉😉

Aber Spaß bei Seite: Ausreichend trinken - vor allem auch vor dem Wettkampf - ist ganz wichtig, denn der Körper kann Wasser nicht speichern und reagiert sehr empfindlich auf Flüßigkeitsverlust während des Sports. Ihr kennt das sicher. Anders als in Köln fühlten wir uns dieses Mal alle gut vorbereitet und auch das Wetter war angenehmer als noch zwei Wochen zuvor. Außerdem wussten wir ja: Dieses Mal müssen wir nur schwimmen. Kein Wechsel, kein Laufen. Wenn das keine Motivation ist!

Anders als im letzten Jahr beim Great Scottish Swim hatten wir uns dieses Jahr alle drei für die gleiche Startzeit angemeldet. Es war zwar klar, dass Anne und Amanda viel schneller als ich schwimmen und wir uns gleich nach dem Start verlieren würden, aber es war dennoch genau die richige Entscheidung. Es war toll, gemeinsam in den Startbereich zu gehen, noch ein paar Fotos mit der wasserdichten Kamera zu machen und sich gegenseitig viel Erfolg zu wünschen. Dabei sind unter anderem diese Fotos entstanden:


Bei allen Great Swims ist es Pflicht, einen Neoprenanzug zu tragen, also quetschte ich mich in meinen. Wenn man erstmal drin ist, fühlt es sich gut an, aber bis man erstmal drin ist... Puh, ganz schön schweißtreibend! Da ist man dann froh, wenn man im Startbereich angekommen ist und in der acclimation zone ins Wasser darf, um sich zu akklimatisiseren und sich an die Temperatur (ca. 18°C) zu gewöhnen. 

Obwohl ich noch nie die Distanz von 1 Meile ( ca. 1,6 Kilometer) im Freiwasser geschwommen war, fühlte ich mich an diesem Tag richtig gut und zuversichtlich, eine gute Zeit zu schwimmen. In Schottland hatte ich 2015 für die 1/2 Meile 28:47 gebraucht und mir daher als Ziel gesetzt, in diesem Jahr die 1 Meile unter 56 Minuten zu schwimmen. Im Schwimmbad hatte ich bereits eine Zeit von 52 Minuten gestoppt, aber im Freiwasser weiß man ja nie, denn dort schwimmt man nicht schnurgerade und hat zudem mit Wind, Wellen und anderen Teilnehmern zu kämpfen. Aber wie gesagt: Ich fühlte mich gut, die Stimmung war grandios und ich hatte innerhalb unserer Wave irgendwie meinen Platz gefunden, so dass ich zwar immer andere Schwimmer um mich herum hatte, ihnen aber nie in die Quere kam. 

Nichtsdestotrotz ist eine Meile ganz schön weit. Umso überraschter war ich, als ich auf der Uhr im Zielbereich sah, dass ich deutlich unter meinem Ziel von 56 Minuten geblieben war. Ich habe nämlich nur sage und schreibe 46:55 für 1 Meile gebraucht und bin so stolz auf diese Zeit und meinen Erfolg, mit viel Training und einem klaren Ziel soweit gekommen zu sein. Ich glaube, man sieht den Fotos auch deutlich an, wie viel Spaß ich beim Great East Swim hatte und wie schön diese Veranstaltung insgesamt war. 

Bei den Great Swims ist die Ziellinie ein Tor im Wasser.
Happy Nika! :)

 Zur Belohnung habe ich mir übrigens einen neuen Kaputzenpullover aus dem Merchandise Stand der Great Swim Reihe gegönnt und den Plan gefasst, nächstes Jahr noch am Great North Swim und den Great Manchester Swim teilzunehmen, um alle fünf Great Swims gemacht geschwommen zu sein. Einen weiteren Swim&Run wird es hingegen für mich wohl eher nicht geben...   

Bestimmt interessiert euch aber auch, was sich im Juni und Juli kilometertechnisch bei mir getan hat. Einiges würde ich sagen, denn ich war im Juni wirklich fleißig und neben den beiden Swims noch weitere 8x schwimmen, so dass ich im Juni auf 8,9 schwommene Kilometer komme. Das ergibt einen aktuellen Stand von:
bisher geschwommene km: 20,3 km  (= 812 Bahnen im Schwimmbad)
Aktueller Spendenstand: 30€

Da ist noch etwas Luft nach oben und ich mache weiterhin viel Werbung für mein Projekt. Kaum einer, den ich treffe, kommt drum herum, sich anzuhören, was hinter meinem Projekt #Nikaschwimmt steht und wofür ich Spenden sammle. Ich hoffe, es hilft und es kommen noch mehr Spenden im Rahmen meiner Aktion Schwimmen für den guten Zweck und für das Projekt "4 Pfoten für Sie" der Alexianer in Köln zusammen. Spenden richtet ihr bitte an:

Alexianer Köln GmbH
Stichwort: „Schwimmen für den guten Zweck“
Bankverbindung: Darlehnskasse Münster eG
IBAN: DE92 4006 0265 0017 5599 00
Durch den individualisierten Verwendungszweck sind eure Spenden meiner Aktion zuordbar, so dass ich euch nach dem letzten Schwimm-Event am 16. Juli verkünden kann, wie viele Spenden ich insgesamt erschwommen habe. Eine Spendenbescheinigung stellen euch die Mitarbeiter der Alexianer gerne aus. 
http://www.littletigersblog.de/search/label/%23nikaschwimmt
 
Alle Infos zu meiner Aktion findet ihr, wenn ihr auf das große, blaue Logo klickt. Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, der schaut am besten auf meiner Facebook-Seite oder meinem Instagram-Account vorbei. Dort findet ihr (fast) täglich Neuigkeiten rund um den Blog und um mein Schwimm-Projekt.

Leeven Jross us Kölle.

Sonntag, 26. Juni 2016

Die Sache mit dem Abnehmen: Ein Rückblick.

Bitte entschuldigt die lange Pause auf dem Blog, aber irgendwie war ich in den letzten Wochen so mit Arbeit, Schwimmen und anderen Terminen beschäftigt, dass ich nicht zum Bloggen gekommen bin. Den Bericht vom Swim&Run in Cologne und dem Great East Swim im Rahmen meines Projekts "Schwimmen für den guten Zweck" schulde ich euch noch. Ich habe es nicht vergessen - versprochen!

Heute möchte ich aber zunächst über die Sache mit dem Abnehmen schreiben, denn genau heute vor einem Jahr habe ich (ernsthaft) begonnen, abzunehmen. Ich bin übergewichtig seit ich 13-14 bin und habe schon öfter versucht, Gewicht zu verlieren, auf meine Ernährung zu achten und mehr Sport zu treiben, aber irgendwie wollte sich die Waage nicht nach unten bewegen - im Gegenteil! Schleichend wanderten über einen Zeitraum von ca. 2 Jahren die 17kg, die ich während meines dreimonatigen Auslandaufenthalts in Australien und Neuseeland verloren hatte, wieder auf meine Hüften bis ich schließlich mein Höchstgewicht wieder erreicht hatte. Das war einerseits frustriend, aber andererseits auch irgendwie der Normalzustand für mich. Es war mir bisher immer möglich, die zwickende Jeans halt eine Nummer zu kaufen oder etwas weitere, scheinbar kaschierende Oberteile zu tragen; auch körperlich ging es mir ja gut: Keine Gelenkbeschwerden, Blutdruck- und Blutzuckerwerte noch im akzeptablen Normbereich. Der Druck war also noch nicht groß genug. 

Gespräche mit einer lieben Freundin, die selbst dabei war, einige Kilos abzunehmen, und meinem Arzt brachten im vergangenen Juni dann die Wendung. Ich fühlte mich verstanden, aber nicht gemaßregelt. Irgendwie legte sich in meinem Kopf ein Schalter um und der Gedanke "Ich will abnehmen. Ich fange jetzt damit an." verfestigte sich. Aber wie sollte ich es angehen? Ich holte mir Informationen aller Art ein und hatte schnell das Gefühl: Wie man machts, macht man es verkehrt! 

Ein aktuelles Foto von mir - mit Kater Tomke. 😸

Die Informationsflut überrollte mich förmlich. Friss-die-Hälfte, Low Carb, Paleo, zuckerfrei oder doch lieber vegan? Diäten und Ernährungsweisen gibt es mittlerweile fast wie Sand am Meer. Manche Trends setzen sich durch, andere bleiben eben nur ein Trend.
Ich beschäftigte mich intensiv mit dem Thema Ernährungsumstellung und Ernährungsweisen, um meinen Weg zu finden. Das hieß für mich aber auch: Schluss mit den Ausreden. Schluss mit guten Vorsätzen für das neue Jahr. Warum auch bis zum nächsten Monatsanfang oder gar bis Neujahr warten? Für mich war klar: Ich fange heute damit an und schiebe es nicht wieder vor mir her. Ich habe mich schlussendlich für WeightWatchers entschieden und mitten im Juni letzten Jahres damit begonnen, Punkte (zu diesem Zeitpunkt sogenannte ProPoints) zu zählen.  

Bei dieser Entscheidung für WeightWatchers (WW) haben mir sowohl Gespräche mit Freunden, die ebenfalls WW machten, aber auch meine Recherche im Internet sehr geholfen. Hierbei war ich auf einige Erfahrungsberichte von anderen Bloggern gestoßen, habe diese mit großen Interesse gelesen und war sehr dankbar dafür, dass diese Menschen nicht nur viele Informationen zum WW-Programm, sondern auch ihre persönlichen Erfahrungen geschildert haben. Für mich war es eine große Hilfe und schlußendlich auch der Grund, warum ich heute selbst über WW und meine Erfahrungen damit blogge. Vielleicht hilft es ja jemandem da draußen, der gerade das Internet nach Artikeln wie diesem durchforstet.

WeightWatchers Erfahrungen
Mit WeightWatchers und Sport-DVDs von Jillian Michaels fing es an.
Ich persönlich habe mit ProPoints Programm von WeightWatchers sehr gute Erfahrungen, denn ich konnte essen, was ich wollte, ohne auf etwas bestimmte Nahrungsmittel vollständig verzichten zu müssen. Auch wenn ich nach wie vor offen für andere Ernährungsformen bin und sehr gerne vegetarisch oder vegan koche, auch mal Paleo ausprobiere und die gute, alte Hausmannskost für mich wieder entdeckt habe - alles ist erlaubt. Auch mit dem Thema Zucker, Zuckerersatzstoffe und Light-Produkten habe ich mich beschäftigt und auch eine Detox-Woche (nach dem Programm von Katharina Bachmann) gemacht. Wer hierzu noch mal mehr lesen möchte, findet im Blog-Archiv sowohl meine Buchvorstellungen von "Goodbye Zucker - zuckerfrei glücklich in 8 Wochen" (von Sarah Wilson) und von "SOS - Schlank ohne Sport. Das Kochbuch" (von Katharina Bachmann) und meinen Erfahrungsbericht zum SOS-Detox-Programm.  

Nachdem WeighWatchers das ProPoints Programm durch ein neues, sogenanntes SmartPoints Programm abgelöst hat, kam ich mit dem Punktezählen mit der WW-App gar nicht mehr klar und entschied mich - erneut nach einiger Recherche im Internet und diesem YouTube Video von Christin Garcia - dafür, meine Mitgliedschaft bei WW zu kündigen und stattdessen die kostenlose App Yazio zu nutzen. Dort zählt man zwar kcal statt Punkte, aber die Lebensmitteldatenbank ist ähnlich umfangreich, ich kann die beim Sport verbrannten Kalorien eintragen und komme sehr gut damit zurecht (auch wenn gestehen muss, die App in den letzten Monaten sehr wenig genutzt zu haben).

Sport durfte im letzten Jahr natürlich auch nicht fehlen, aber auch hier musste ich mich erst mal ganz neu orientieren. Zwar war ich im Fitnessstudio angemeldet, fühlte mich dort jedoch nicht mehr wohl und war entsprechend oft dort. Meinen Einstieg in den regelmäßigen Sport habe ich durch das "Shred - Schlank in 30 Tagen" Programm von Jillian Michaels geschafft. Zunächst habe ich mich 30 Tage durch "Shred für Einsteiger" gekämpft (und kann jedem Sport-Neuling nur empfehlen, mit diesem Programm zu beginnen), und erst danach das bekanntere, Original Shred-Programm absolviert. 
Eine Yogamatte hatte ich eh schon zu Hause, die DVDs kosten nicht die Welt und als Gewichte nutzte ich zunächst Wasserflaschen. Als ich merkte, dass mir dieses Training zu Hause sehr viel Spaß macht und effektiv ist, kaufte ich mir kleine Hanteln und schließlich auch ein Bellicon, um die Cardio-Übungen wie Hampelmänner gelenkschonender absolvieren zu können. Auch hier waren es wieder andere Blogger, wie die liebe Kossi, die mich inspiriert haben und bei denen ich mich informieren konnte. 
Nebenbei meldete ich mich zu einem Aqua-Fit und einem Outdoor-Lauf-Kurs ab, die mich durch Herbst und Winter brachten, und es kamen weitere Sport-DVDs für zu Hause dazu. Auch zogen neue Sportklamotten in meinem Kleiderschrank ein. Man könnte meinen: Typisch Frau! Neu Sportart? Erstmal shoppen! 😉 Naja, ein bißchen belohnen muss man sich ja schließlich auch, oder?

WeightWatchers Shred
Einige meiner Hilfsmittel: Ein Journal von WeightWatchers, mit dem man sein Essen 'kontrollieren' kann, Sport-DVDs und Yogamatte für den Sport zu Hause, Schwimmbrille und wasserdichter iPod fürs Schwimmbad, sowie meine Pulsuhr von Polar. Außerdem habe ich noch kleine Hanteln für die Workouts mit Jillian Michaels, ein Bellicon, Yogablöcke, jede Menge mehr DVDs und bin Mitglied im Fitnessstudio.

Fazit: In den vergangenen 365 Tagen habe ich 17,4 kg abgenommen und bin sehr stolz darauf. Am wöchentlichen Wiegetag (bei mir samstags) zeigte die Waage meist eine Abnahme, manchmal aber auch eine Zunahme und eine zeitlang kein Veränderung an. So ist das manchmal eben. Seit drei Monaten stagniert mein Gewicht übrigens, wobei ich zugeben muss, in dieser Zeit auch mehr sonderlich konsequent Punkte bzw. Kalorien zu gezählt zu haben, sondern fast nur intuitiv gegessen habe. Die Hauptsache für mich ist, dass ich es angegangen bin und einen großen Schritt in Richtung gesünderes Leben gemacht habe. Schauen wir mal, was das nächste Jahr bringen wird. Ich habe mein Ziel jedenfalls fest vor Augen und werde weiter daran arbeiten, es zu erreichen. 
Die Mitgliedschaft in einem Fitness-Studio, in dem ich mich wirklich wohl fühle, meine wöchentliche Outdoor-Sport-und-Laufgruppe, das sporteln mit Jillian Michaels DVDs zu Hause, mein Projekt "Schwimmen für den guten Zweck", sowie die Unterstützung vom Herrn Bär, meiner Familie und Freunden tragen dazu bei, dass ich mein großes Ziel irgendwann erreichen werde. In meinem Tempo und auf meine Art. 

Was mein Projekt #nikaschwimmt eigentlich ist und wie ihr mich dabei unterstützen könnt, erfahrt ihr in meinem Post (einfach aufs Logo klicken).
http://www.littletigersblog.de/2016/03/schwimmen-fur-den-guten-zweck.html
Leeven Jross us Kölle.

Dienstag, 14. Juni 2016

Liebe deine Stadt: Blut spenden in Köln

Vor einigen Tage hatten wir mal wieder eine Postkarte von der Blutspende-Zentrale im Briefkasten. Diese werden 5-6 Mal im Jahr an alle registrierten Spender verschickt und je nach Nachlass individuell gestaltet. Sprich im Dezember ein Weihnachtsgruß, im Frühjahr eine Karte passend zum Osterfest oder wie in diesem Fall eine Einladung zum heutigen Weltblutspende-Tag. Dieses findet jedes Jahr am 14. Juni statt und erinnert an Karl Landsteiner, dem Entdecker der Blutgruppen.

Warum also nicht diesen Tag zum Anlass nehmen, um auf das wichtige Thema "Blutspenden" aufmerksam zu machen? 


Blut spenden sind so wichtig und doch gibt es in meinem Familien- und Bekanntenkreis nur eine handvoll Leute, die (regelmäßig) Blut spenden gehen. Selbst Menschen, die selbst oder deren Angehörige schon einmal eine Bluttransfusion benötigt haben, zählen nicht dazu.
Das erstaunt mich immer wieder, denn für mich ist Blutspenden eine Selbstverständlichkeit. Seit ich 18 bin gehe ich regelmäßig - also alle 13 Wochen - Blut spenden und habe seitdem ca. 35x gespendet. Das mag jetzt viel klingen, ist es aber gar nicht, wenn man bedenkt, wie viele Blutkonserven täglich gebraucht werden. 

Zugegeben: Nicht immer lief alles reibungslos. Manchmal machten mir meine Hb-Werte (ein Anzeichen für Eisenmangel) oder mein Blutdruck einen Strich durch die Rechnung, so dass ich erst 14 Tage später spenden durfte. Manchmal musste ich eine längere Pause aufgrund von Urlaub in fernen Ländern (es gibt gewisse Sperrfristen) oder Tätowierungen einlegen, aber das hat mich nie gestört oder davon abgehalten, wieder zur Blutspendezentrale der Uniklinik zu fahren. Denn einen riesen Vorteil hat das Blut spenden ganz konkret für mich: Es ist ein kostenloser Gesundheits-Check!

Zum Glück wurden in meinem Blut noch nie Auffälligkeiten entdeckt - das ist schon mal sehr beruhigend! -, aber aufgrund meines oft sehr niedrigen Hb-Werts wurde mir von der Ärztin vor Ort empfohlen, doch mal vom Hausarzt meine Schilddrüse checken zu lassen. Weitere Infos zum Thema Gesundheits-Check und Eisenhaushalt findet ihr auf den Seiten der Uniklinik Köln ("Ihre kostenlose Gesundheitsvorsorge" ° "Eisenhaushalt und Blutspenden").


Jetzt mal Hand aufs Herz: Wer von euch war noch nie Blut spenden? 

Generell darf jeder, der volljährig und gesund ist, Blut spenden. Die genauen Zulassungskriterien findet ihr hier zusammengefasst und könnt ihr natürlich auch jederzeit bei eurem Hausarzt und Blutspendeeinrichtungen erfragen. Auch der Ablauf einer Spende wird hier sehr ausführlich beschrieben (KLICK) - und ich kann euch aus Erfahrung sagen: Alles halb so schlimm. 😊

Für eure Spende gibt es eine kleine Aufwandsentschädigung, außerdem wird man kostenlos mit Getränken und kleinen Snacks, wie belegten Brötchen oder Kuchen versorgt, damit es gar nicht erst zu Kreislaufproblemen kommt. Nach drei Spenden könnt ihr euch einen Blutspendepass ausstellen lassen, in dem eure Blutgruppe, sowie ein Notfallkontakt vermerkt werden.
Außerdem ist im Rahmen einer Blutspende eine Typisierung für die Knochenmarkspenderdatei kostenlos und ohne weiteren Aufwand möglich. Das hat den riesen Vorteil, dass ihr euch nicht noch extra bei der DKMS registrieren müsst, da ihr automatisch im Zentralen Knochenmarksregister eingetragen seid. Auch einen Organspende-Ausweis könnt ihr gleich vor Ort ausfüllen, falls ihr noch keinen habt. 

Viele Krankenkassen belohnen zudem mittlerweile das Blutspenden, da es - wie bereits oben beschrieben - ein kostenloser Gesundheitscheck ist und für Krankenkassen somit als Präventionsmaßnahme (auch wegen der günstigen Effekte für die Blutfette und Blutdruck) gilt. Wusstet ihr eigentlich, dass neue Studien belegen, dass Blutspenden den Bluthochdruck senkt? 

Also wenn ich euch jetzt nicht überzeugt habe, Blut zu spenden, dann weiß ich es auch nicht! 😄

Die Blutspendezentrale der Uniklinik Köln ist verkehrstechnisch sehr gut zu erreichen. Entweder mit der Straßenbahn Linie 9 bis zur Haltestelle "Lindenburg / Universitätsklinik" oder Linie 13 bis Haltestelle Gleueler Straße/Gürtel oder mit dem Bus 146 bis Haltestelle Leiblplatz. Von dort aus sind es jeweils nur wenige Minuten Fußweg bis zur Blutspendezentrale.

Wer mit dem Auto kommt (Adresse Kerpener Str. 62) kann kostenlos in den Parkhäusern der Uniklinik und auf den Parkplätzen der Frauenklinik und der Zahnklinik parken. Das Parkticket könnt ihr in der Blutspendezentrale abstempeln lassen.

Die Blutspendezentrale der Uniklinik Köln befindet sich im Erdgeschoss des Gebäude 39 und ist zu folgenden Spendezeiten erreichbar:

Montag bis Mittwoch: 11.00 Uhr bis 20.00 Uhr
Donnerstag bis Samstag: 07.30 Uhr bis 14.00 Uhr


Natürlich gibt es in Köln noch mehr Möglichkeiten, Blut zu spenden, z.B. im Krankenhaus Merheim oder deren Zweit-Einrichtung mitten in der Innenstadt (Breite Straße) oder bei Plasma Service Europe (auf den Ringen), wo ihr übrigens auch Blutplasma spenden könnt, oder beim DRK-Blutspendezentrum Köln am Neumarkt. Darüber hinaus ist das DRK an bestimmten Terminen auch in ganz Köln unterwegs und baut seine mobilen Spende-Zentren in Pfarrsälen, Schulen oder Vereinsheimen auf. Die aktuelle Übersicht findet ihr auf der Seite des DRK oder beim DRK Blutspendedienst West.

Ihr seht also, dass es allein in Köln unzählige Möglichkeiten und Termine gibt, an denen man Blut spenden kann. Daher meine Bitte: Geht Blut spenden! Gerade in den Sommermonaten gehen die Bestände der Blutbanken deutschlandweit stark zurück und es werden dringend Spender gesucht.

Leeven Jross us Kölle. 

Samstag, 28. Mai 2016

#NikaSchwimmt - Jetzt wird es ernst!

Seit meinem Spendenaufruf sind nun zwei Monate vergangen und wie versprochen möchte ich euch heute ein kleines Up-Date geben, denn: jetzt wird es ernst! Das erste Schwimm-Event steht unmittelbar bevor. Am Sonntag, den 05. Juni, starten meine Schwester, eine Freundin von uns und ich beim Swim&Run Cologne über die Volksdistanz von 1km schwimmen und 7km laufen. 

bisher geschwommene km: 11,4 km   (= 456 Bahnen im Schwimmbad)
Aktueller Spendenstand: 30€

Sehr zu meiner Freude sind auch schon die ersten Spenden eingegangen, obwohl bisher ja nur Training auf dem Programm stand. Vielen Dank für die Unterstützung!

Obwohl der Swim&Run unmittelbar bevor steht, verabschieden der Herr Bär und ich uns zusammen mit meiner Schwester jetzt erst einmal für eine Woche in den Urlaub und lassen uns an Bord der AIDAmar über die Ostsee schippern. 
Schwimmen kann ich die Woche über dann zwar nicht, aber die Sportsachen sind eingepackt und ich habe mir fest vorgenommen, das Laufband zu nutzen und an dem ein oder anderen Sportkurs teilzunehmen. Am kommenden Samstag werden wir dann am späten Nachmittag zurück in Köln sein - also pünktlich zum Start am Sonntagmorgen. Wer sich nun - zu recht! - fragt, ob das nicht ein wenig blöd geplant sei, dem sei gesagt: jein. :D

Tatsächlich hatten wir den Swim&Run nicht so ganz auf dem Schirm, als wir den Urlaub gebucht haben und uns anschließend etwas geärgert, weil man die Woche vorher dann nicht mehr trainieren kann. Aber andererseits finde ich es sehr gut so, denn sind wir mal ehrlich: Wäre ich vorher wirklich noch mal schwimmen gegangen? Macht es wirklich einen Unterschied, ob ich nun einmal mehr oder weniger im Schwimmbad war? Oder ist eine Woche Urlaub (mit ein wenig Sport an Bord) vielleicht genau das Richtige? 
Wir werden sehen! Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf die Veranstaltung und den ersten Freiwasser-Swim des Jahres. Eigentlich hatten meine Schwester und ich vorgehabt, vorher mindestens noch einmal zum See zu fahren und mit Neopren zu schwimmen, aber irgendwie hat auch das zeitlich nicht hingehauen. Nun ja, immerhin hab ich ein Foto vom ersten und einzigen Freiwasser Training im letzten Jahr für euch. Und da hat es ja anschließend mit der 1/2 Meile beim Great Scotish Swim in Loch Lomond auch geklappt.


Ich würde mich sehr freuen, wenn noch mehr Spenden im Rahmen meiner Aktion Schwimmen für den guten Zweck und für das Projekt "4 Pfoten für Sie" der Alexianer in Köln eingehen würden. Spenden richtet ihr bitte an:
Alexianer Köln GmbH
Stichwort: „Schwimmen für den guten Zweck“
Bankverbindung: Darlehnskasse Münster eG
IBAN: DE92 4006 0265 0017 5599 00
Durch den individualisierten Verwendungszweck sind eure Spenden meiner Aktion zuordbar, so dass ich nach dem dritten Schwimm-Event verkünden kann, wie viele Spenden ich insgesamt erschwommen habe.

Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, der schaut am besten auf meiner Facebook-Seite oder meinem Instagram-Account vorbei. Dort findet ihr (fast) täglich Neuigkeiten rund um den Blog und um mein Schwimm-Projekt. 

Leeven Jross us Kölle.
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