Mittwoch, 25. Februar 2015

Whisky Schnitten

Nicht nur ich bin im Koch- und Backwahn, sondern auch meine Schwester. Sie hat super leckere Whiskey-Schnitten gebacken, die reissenden Absatz fanden. Ich war anfangs etwas skeptisch, da ich eigentlich nie mit Alkohol backe (vielleicht liegt das an meinem Kindheitstrauma bezüglich Rum-Aroma im Marmorkuchen!), aber ich kann bestätigen: ultralecker! Seitdem traue ich mich auch selbst wieder ans Backen mit Alkohol heran, allerdings lieber mit Baileys.


Whiskey Schnitten

125g Zucker
250g weiche Butter
5 Eier
Prise Salz
200g Vollmilch Schokolade*
200g gemahlene Haselnüsse
2 TL Backpulver
100g Mehl
4 EL Whiskey (Jim Beam's Red Stag Black Cherry)**
200g Kuvertüre(Vollmilch oder Nuss)

* Alternativ eignen sich auch Schoko-Nikoläuse und Schoko-Hasen bestens zum Zerkleinern und backen. 
** Meine Schwester bat mich, doch darauf hinzuweisen, dass man diesen Whisky nehmen muss, denn das Kirscharoma mildert den starken Eigengeschmack von Whisky schön ab. Alternativ kann man natürlich auch einfach weniger nehmen.

Vorbereitend den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen lassen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Butter, Zucker, Eier und Salz in eine Rührschüssel geben und mit dem Mixer schaumig rühren. Die Schokolade fein hacken und zusammen mit den gemahlenen Haselnüssen unter die übrigen Zutaten in der Schüssel rühren. Mehl und Backpulver in die Schüssel sieben. Zuletzt den Whisky dazu geben und alles mit dem Mixer zu einem glatten Teig verrühren. 
Den Teig in das mit Backpapier ausgelegte Backblech gießen und mit einem Teigschaber glatt streichen. Im vorgeheizem Backofen auf mittlerer Schiene für 20 Minuten backen.

Nach dem Backen den Kuchen auf dem Blech aufkühlen lassen. Die Kuvertüre für die Glasur in Stücke hacken und in einen kleinen Topf geben. Wasser in einem größeren Topf erhitzen, so dass der kleine Topf im Wassser schwimmt. Die Kuvertüre im Wasserbad unter Rühren schmelzen und anschließend die Teigplatte mit der flüssigen Schokolade bestreichen. Sobald die Kuvertüre getrocknet ist, den Kuchen in 3x4cm große Schnitten schneiden.


Loss et üch schmecke!

Leeven Jross us Kölle.

Sonntag, 22. Februar 2015

was lesen!? - "Die Flüsse von London" von Ben Aaronovitch

Mich hat natürlich der Buchtitel sofort angesprochen, schließlich kommt das Wort "London" darin vor. Ein Grund, zumindest mal den Buchrücken zu lesen - und das Buch schließlich auch zu kaufen. Die Grundidee (einen Roman über die Flüsse von London zu schreiben), fand ich genial.
Es ist der erste Roman von Ben Aaronovitch, der in London geboren ist und auch heute noch dort lebt. Er arbeitet als Buchhändler und Drehbuchautor (unter anderem für Doctor Who), und erobert seit seinem Erfolg mit Die Flüsse von London die Bestsellerlisten.

Um was gehts?

In Covent Garden wird ein Mann enthauptet und Constabler Peter Grant und seine Kollegin Lesley werden zur Tatortsicherung abgestellt. Als Peter den einzigen Zeugen vernimmt, stellt sich heraus, dass dieser Zeuge ein Geist ist. Dies ändert alles, denn jetzt übernimmt der geheimnisvolle
Detective Chief Inspectors Thomas Nightingale, Detective für spezielle Fälle. Peter muss einsehen, dass London ganz anders ist, als er bislang dachte. Nicht nur dass Nightingale ein Magier ist, der übernatürliche Verbrechen von Vampiren, Geistern, Nymphen, Flussgöttern und anderen Wesen aufklärt, sondern er ist auch über hundert Jahre alt. Da Peter ein gewisses Talent z haben scheint, wird er zum ersten Zauberlehrling der Londoner Polizei seit 50 Jahren.

Ab sofort unterstützt er Nightingale bei den Ermittlungen einer übernatürlichen Mordserie und muss außerdem im Konflikt zwischen rivalisierenden Flussgöttern, Vater Themse und Mutter Themse, vermitteln.

Was denke ich über das Buch?

Die Flüsse von London ist eine interessante, aber auch sehr spezielle Mischung aus Krimi und Fantasyroman. Anfangs habe ich mich etwas schwer getan, in die Geschichte einzutauchen, aber die Charaktere, vor allem die einzelnen Fluss-Götter, haben mich schließlich überzeugt. Eine tolle Idee, die dem Buch einen besonderen Charme verleiht.
Außerdem fand ich die detaillierte Beschreibungen der Orte sehr gut, denn Menschen wie ich, die London gut kennen und lieben, erkennen die beschriebenen Orte direkt wieder. Wie zum Beispiel Covent Garden, das in diesem Buch eine größere Rolle spielt und sehr treffend beschrieben ist. Da Ben Aaronovitch selbst in London geboren ist, hatte ich hier nichts anderes erwartet. 
Obwohl Genre und Schreibstil speziell sind, hat mich das Buch - insbesondere da es sich um den Debütroman von Ben Aaronovitch handelt - überzeugt und der Nachfolgeroman Schwarzer Mond über Soho hat bereits seinen Weg in mein Bücherregal gefunden.

Vorgestellt: Die Flüsse von London, von Ben Aaronovitch, ISBN 978-3423213417

Vill Spass beim lese!

Leeven Jross us Kölle.

Donnerstag, 19. Februar 2015

stolz wie Oskar: mein Liebster Award

Einmal mehr hat Nicole von StreifenLiebe mir den Tag versüßt, denn sie hat mich für den "Liebster-Award" nominiert. Die Idee dahinter ist ziemlich simpel, aber ich finde sie sehr schön (hat was mit Wertschätzung und so zu tun): Blogger verleihen kleinen, noch eher unbekannten Blogs (unter 200 Leser) diesen Award, stellen den Bloggern dahinter insgesamt elf Fragen und sorgen so für eine Mini-Vorstellung.
Ich finde diese Idee total witzig, denn ich finde, es funktioniert ein bißchen wie damals Kettenbriefe (nur digital). Für mich hat es wie gesagt auch ganz viel mit Wertschätzung zu tun, denn nominiert zu werden, zeigt einem, dass es jemanden gibt, der deinen Blog für lesenswert hält und ihn bekannter machen möchte. Dass mir Nicole nun diesen Award verliehen hat, freut mich besonders, denn wir lesen unsere Blogs gegenseitig sehr gerne und sind irgendwie auf einer Wellenlänge. (Aber das hatte ich ja bereits hier schon einmal erwähnt.)
Lange Rede, kurzer Sinn: Hier sind meine Antworten auf Nicoles Fragen:

1) Wie bist Du zum Bloggen gekommen?
Circa ein Jahr, bevor ich LittleTiger gestartet habe, habe ich begonnen, verschiedene Blogs zu lesen. Unter anderem bin ich auf den Blog maedchenmitherz  von Katja aufmerksam geworden. Ihr Blog ist für mich zu einer wahren Inspirationsquelle und zum großen Vorbild geworden, denn sie liebt ihren Blog und das merkt man jedem ihrer Posts an. Als ich dann auch noch von ihrem tollen Blogger-Workshop auf Borkum, der im vergangenem Herbst stattfand, las, war für mich klar: Ich möchte im nächsten Jahr daran teilnehmen. Ich möchte diese tolle Gemeinschaft unter Bloggern und den Austausch erleben. Ich möchte mit dabei sein, statt ‚nur‘ zu lesen.
 

2) Wie bloggst Du? Wie entsteht ein Blogpost bei Dir?
Das ist total unterschiedlich. Rezepte zu Verbloggen fällt mir zum Beispiel sehr leicht. Da beschreibe ich einfach die einzelnen Schritte, suche passende Fotos aus und schreibe eine kleine Einleitung. Andere Themen in Worte oder Blogposts zu fassen, fällt mir da schon bedeutend schwerer, denn ich war noch nie ein Mensch vieler Worte und fasse mich immer recht kurz. Für Buchvorstellungen habe ich mir daher eine Struktur überlegt (Einleitung, Um was gehts? Was denke ich über das Buch?), um es mir selbst leichter zu machen. Sonst würden die meistens Posts von mir wahrscheinlich recht kurz ausfallen. Für die Kategorieren "Oh, wie schön" und auch "Heimatliebe" habe ich noch keinen konkreten Plan im Kopf. Da schreibe ich einfach aus der Lamäng.

3) Wer oder was inspiert Dich (im Leben, beim Bloggen...)? 
Das ist eine schwierige Frage. Inspiration ist glaube ich nicht so mein 'Lebensthema', da ich mich viel aus mir selbst heraus entwickle.
Nachdem ich jetzt einige Zeit darüber nachgedacht habe, würde ich sagen: Menschen, die mir auf meinem bisherigen Lebensweg begegnet sind. Meine Oma inspiriert mich. Vor allem beim Kochen und Rezepte verbloggen. Ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen, einige von Omas Rezepten zu verbloggen.

4) Wie würdest Du Deinen Blog mit einem Satz beschreiben? 
Gutes Essen, schöne Reisen und ganz viel Heimatgefühl. 

5) Welche Eigenschaft magst Du von Dir & bei anderen Mennschen besonders gerne? 
Meine Emotionalität. Das mag manchmal anstrengend sein, vor allem wenn ich mir etwas sehr zu Herzen nehme, total aufbrause oder sich von jetzt auf gleich meine Gemütslage ändert, aber wenigstens ist es ehrlich und spiegelt wider wie ich bin. Empathie und Achtsamkeit sind (im Gegensatz zu Inspiration) eher meine 'Lebensthemen'.

6) Hast Du ein Lieblingswort? 
Kein Konkretes, aber eine Vielzahl. Büdchen ist zum Beispiel ein tolles Wort. Oder Lamäng. Generell finde ich, ist Kölsch ein toller Dialekt mit vielen schönen Wörtern, die meine Lieblinswörter ausmachen.
 

7) Was macht einen "lesenswerten" Blog für Dich aus?
Das Thema muss mich interessieren. Das kann übrigens alles Mögliche sein, von DIY-Ideen über Rezepte bis hin zu Geschichten aus dem Leben. Ich bin da ziemlich offen; wenn mich ein Blog (z.B. durch das Design oder einen bestimmten Blogpost) anspricht, dann schaue ich mich gerne eine Weile dort um und schaue, ob mich dieser Blog dauerhaft interessiert und für mich lesenswert ist. Fotos/ Bilder finde ich übrigens auch ganz wichtig - das Auge liest schließlich mit. Das Design eines Blogs ist daher auch ein entscheidender Faktor, wenn es um "lesenswert" geht. 
 

Und hier nun die Max Frisch Fragen (die ich als Zitat entnommen habe): 
8) "Möchten Sie das absolute Gedächtnis?" 

Nein.

9) "Überzeugt Sie Ihre Selbstkritik?"

Ja.

10) "Können Sie ohne Hoffnung denken?"
Ja. (Das klingt jetzt so schrecklich pessimistisch, dabei würde ich mich eher als Realist als Pessimist beschreiben.)

11) "Haben Sie Humor, wenn Sie alleine sind?" 

Allerdings. Sehr viel und ziemlich oft. In meinem Kopf ist es manchmal sehr lustig und ich könnte mich kringelig lachen oder muss total schmunzeln, ohne dass jemand dabei sein muss oder dass ich jemandem erklären könnte, was so lustig ist.
***

Ich würde gerne zwei Food-Blogs nominieren und hoffe, dass die Blogger Lust haben, meine Fragen zu beantworten:
Jessi von Luxuria Food und Sasha und Torsten von Die Jungs kochen und backen

1)Wie kam es dazu, dass du deinen Blog gestartet hast?
2) Was magst du selbst besonders gerne an deinem Blog?
3) Welche Idee möchtest du dieses Jahr unbedingt auf deinem Blog verwirklichen?
4) Wie sieht dein perfektes Frühstück aus?
5) Was ist dein Lieblingskochbuch?
6) Wer ist dein kulinarisches Vorbild? Von wem hast du kochen gelernt?
7) Womit kann man dir eine Freude machen?
8) Welches Buch liegt zur Zeit auf deinem Nachttisch?
9) Was verbindest du mit dem Wort "Heimat"?
10) Welches Land möchtest du unbedingt bereisen?
11) Was ist deine Lieblingsblume? (Topfpflanzen gelten auch)


Die Regeln für die Weitergabe des Awards lauten wie folgt:
* Verlinke die Person, die dich nominiert hat auf deinem Blog.
* Beantworte meine 11 Fragen.
* Wähle Blogs aus, die du nominieren möchtest.
* Formuliere 11 Fragen, die du den Nominierten stellst.
* Schreibe die Regeln in deinen Liebster Award Beitrag.
* Teile den jeweiligen Bloggern mit, dass du sie nominiert hast.


Leeven Jross us Kölle.

Montag, 16. Februar 2015

Ungarisches Paprikagulasch

Fastelovend zosamme! 

Nä, wat simmer widder jeck hügg. Hätt ehr och ald nohm Rusemondagszoch em WDR oder sugar op dä Stroß geluurt? 

Rosenmontag ist in Köln immer noch ein Feiertag. Manch zugezogenes Unternehmen mag das zwar etwas anders sehen, aber wer an Rosenmontag arbeitet, der ist selbst Schuld. Rosenmontag ist für den Kölner wahrscheinlich noch wichtiger als Weihnachten. Da geht man raus auf die Straße, guckt den Rosenmontagszug, freut sich über Kamelle und ruft von Herzen "Kölle Alaaf!". So ist das bei uns im Rheinland eben. 
Traditionell wird bei uns an Karneval außerdem ein großer Kessel Gulasch gekocht, damit man was Warmes zu essen hat, wenn man vom Zoch nach Hause kommt. Gulaschsuppe und Kartoffel-Gulasch sind ebenfalls nicht zu verachten, aber das Paprika-Gulasch wird immer mein Favorit bleiben.


Ungarisches Paprikagulasch
1kg Rindergulasch
4 Paprika
2 rote Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
2 EL Tomatenmark
700ml Rinderfond
100ml Rotwein*
Salz
Pfeffer
Paprika edelsüß + scharf
Soßenbinder für dunkle Soßen
Öl oder Butter zum Anbraten

Zwiebeln und Knoblauch schälen und klein würfeln. Paprika putzen und in Stücke schneiden.
Das Fett zum Anbraten in einen Topf oder Bräter geben und das Fleisch darin von allen Seiten scharf anbraten.
Zwiebeln und Knoblauch dazu geben und im Bratenfett glasig anbraten. 
Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen und Tomatenmark unterrühren.
Mit Rinderfond und Rotwein ablöschen und auf kleiner Flamme unter gelegentlichem Umrühren zugedeckt für 90 Minuten schmoren lassen.
Nach 60 Minuten dürfen die Paprikastücke auch in den Topf. Gut unterrühren, dann weiter schmoren lassen.
Am Ende der Garzeit den dunklen Soßenbinder langsam einstreuen und gut unterrühren. Das Gulasch sollte köcheln, damit die Soße gebunden wird.
Vor dem Servieren noch mal mit Salz, Pfeffer, Paprika und ggf. etwas Petersilie abschmecken. Passt wunderbar zu Kartoffeln oder Nudeln.

* Wie immer gilt: Man kann den Wein natürlich auch weg lassen und durch Rinderfond ersetzen. Wir sind vor einiger Zeit auf den Geschmack gekommen, mit Wein zu kochen, es schmeckt aber auch ohne wunderbar.


 



















Loss et üch schmecke!

Leeven Jross us Kölle.

Freitag, 13. Februar 2015

Winterküche: Topinambur Suppe [vegan]

Wie versprochen möchte ich euch heute noch ein weiteres, winterliches Rezept aus dem Buch "Unsere Landküche" vorstellen und zwar die Topinambur Suppe. Als ich das Rezept das erste Mal im Kochbuch las, musste ich erst einmal recherchieren, um was für eine Art Lebensmittel es sich hierbei handelt. Gefunden habe ich die kleinen Knollen übrigens beim Bauern auf dem Wochenmarkt, aber auch im Bio-Supermarkt. Geerntet wird von November bis März, somit ist Topinambur ein perfektes Wintergemüse.


Topinambur Suppe

600g Topinambur
1 große mehlig kochende Kartoffel
1 Bund Suppengemüse
3 EL Sonnenblumenöl
750ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Petersilie

Topinambur, Kartoffel und Suppengemüse putzen bzw. mit dem Sparschäler schälen. Eine Topinambur Knolle beiseite legen; das restliche Gemüse klein schneiden. Öl in einem Topf erhitzen und das Gemüse darin andünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann mit Gemüsebrühe ablöschen. Bei mittlerer Hitze für ca. 20 Minuten köcheln lassen bis das Gemüse weich ist.

In der Zwischenzeit die übrig gebliebene Knolle in dünne Scheiben schneiden und für einige Minuten mit köcheln lassen. Anschließend mit einer Schaumkelle herausnehmen und in einer Pfanne von beiden Seiten kurz anbraten, so dass knusprige Topinambur Chips entstehen.

Das Gemüse mit dem Pürierstab zerkleinern, so dass eine cremige Suppe entsteht. Je nach Vorlieben könnt ihr die Suppe natürlich noch etwas mit Wasser oder Brühe verdünnen.
Auf dem Foto im Kochbuch war die Suppe fast weiß, aufgrund des hohen Lauch und Petersilie Anteils im Suppengemüse ist meine Suppe recht gelb-grün geworden


Dieses Rezept passt außerdem ganz wunderbar zum Tierfreitag, einer Idee von Katharina Seiser für Menschen, denen die tierische Herkunft ihrer Zutaten nicht wurscht ist”. Die Homepage "Tierfreitag" dient der Sammlung von rein pflanzlichen Rezepten, die ohne jegliche Ersatzprodukte oder Imitate zubereitet werden.
Ich finde diese Idee großartig und werde sicherlich in Zukunft das ein oder andere Rezept der Sammelstelle nachkochen. Gleichzeitig ist es mir aber auch wichtig, selbst zu dieser Sammlung beizutragen und da ist die Topinambur Suppe doch bestens für geeignet.

Loss et üch schmecke!

Leeven Jross us Kölle.

Donnerstag, 12. Februar 2015

Winterküche: Kartoffel-Lauch Auflauf mit Rosenkohl

Wie schon angekündigt, möchte ich euch noch zwei Rezepte aus dem Buch Unsere Landküche vorstellen. Den Anfang macht ein sehr leckerer Auflauf mit winterlichem Gemüse: Lauch und Rosenkohl. Das Original-Rezept sah Schinken an Stelle von Rosenkohl vor, aber ich hatte mehr Lust auf eine vegetarische Variante und wollte mich außerdem endlich mal an Rosenkohl heran trauen. Mit Rosenkohl stehe ich ja seit Kindertagen auf Kriegsfuß, aber dieser Auflauf mit frischem Rosenkohl hat mir vor allem durch die Kombination mit Kartoffeln und Lauch sehr gut geschmeckt.


Kartoffel-Lauch Auflauf mit Rosenkohl 

500g mehlig kochende Kartoffeln
zwei große Stangen Lauch
250g Rosenkohl
100g geriebenen Käse
250ml Milch
200g Sahne
1 Knoblauchzehe
Salz 
Pfeffer 
etwas Butter für die Auflaufform

Vorbereitend die Kartoffel schälen und in dünne Scheiben schneiden, den Lauch putzen und in Ringe schneiden, und den Rosenkohl gut waschen und von den äußeren Blättchen befreien.
Die Milch in einem Topf erhitzen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Knoblauchzehe schälen und in die Milch hinein pressen; dann die Kartoffelscheiben hinzu geben und das Ganze bei schwacher Hitze für ca. 8 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln halb gar sind.

Den Backofen auf 170° Grad Umluft vorheizen und eine Auflaufform einfetten. Die Kartoffelscheiben aus der Milch fischen und in die Auflaufform geben. Lauch und Rosenkohl ebenfalls in die Form geben und mit den Kartoffelscheiben vermischen. 

Die Sahne zur Milch in den Topf geben, kurz aufkochen lassen und nochmals würzen. Vom Herd nehmen und eine handvoll geriebenen Käse zur Milch-Sahne-Mischung geben. Gut umrühren, damit der Käse schmilzt. Abschließend die Soße über das Gratin gießen und den restlichen Käse zu oberst  darüber verteilen.
Im vorgeheiztem Ofen für ca. 25-30 Minuten backen.


Loss et üch schmecke!

Leeven Jross us Kölle.

Dienstag, 10. Februar 2015

[Kochbuchvorstellung] Unsere Landküche

Mit Kochbüchern ist das so eine Sache. Eigentlich koche ich meistens aus der Lamäng, aber es gibt so viele, so schöne Kochbücher, die ein zu Hause brauchen. So kommt es, dass sich über die Jahre eine kleine Kochbuchsammlung in unserem Küchenregal gebildet hat. Und seit es diesen Blog gibt, habe ich meine Wunschliste um weitere acht Kochbücher erweitert. Ein Glück, dass wir so eine große Küche haben!
Ein Kochbuch mag ich ganz besonders gerne: "Unsere Landküche" aus dem GU Verlag ist zur Zeit mein absolutes Lieblingskochbuch.



Allein schon das Titelbild finde ich sehr ansprechend, aber auch Haptik, Aufteilung und Auswahl der Rezepte überzeugen mich. Die Aufteilung richtet nach den vier Jahreszeit - irgendwie logisch, oder? Mir ist es immer wichtiger geworden, regional und saisonal zu kochen. Ich liebe es, freitags auf dem Wochenmarkt einzukaufen und mich vor Ort vom Angebot inspirieren zu lassen. Durch dieses Buch habe ich nicht nur alte Rezepte wieder entdeckt, sondern auch viele neue Lebensmittel für mich entdeckt.



Bratäpfel zum Beispiel sind für mich ein klassisches Winter- und Weihnachtsdessert; gebrannte Mandeln gehören zu einem Weihnachtsmarktbesuch einfach dazu und machen sich auch immer gut als kleines Wichtelgeschenk oder Nikoläuschen für Freunde und Bekannte. Von Topinambur hingegen hatte ich zuvor noch nie gehört, aber das Rezept klang lecker und auf dem Markt war Topinambur ohne Probleme beim Gemüsehändler zu finden. 
Winter ist die klassische Suppen- und Eintopfzeit, oder?




Logischerweise habe ich mich in der letzten Zeit vor allem mit dem Kapitel "Winter" beschäftigt. Hier gibt es schön gestaltete Unterkapitel zum Thema "Hüttenzauber" und "Alle Jahre wieder", wo man unter anderem Rezepte für Weckmänner und heiße Maronen aus dem Feuer finden kann. Ich liebe Maronen! Das konntet ihr leicht anhand der meiner vorgestellten Rezepte merken. Neben dem Nudelauflauf mit Maronen, habe ich euch auch diese Maronencreme aus dem Buch "Unsere Landküche" vorgestellt. 
Nun freue ich mich aber auf den Frühling. Zwar dauert es noch ein paar Wochen bis Frühlingsanfang, aber ich hab schon mal gespinkst, auf was für leckere Gerichte und Gemüsesorten ich mich freuen kann.
 


Mein Fazit: Ein tolles Buch, das neue Anregungen bietet und Lust macht, saisonal zu kochen. Bevor wir uns langsam vom Winter verabschieden, möchte ich euch in den nächsten Tagen noch zwei weitere Rezepte aus Unsere Landküche vorstellen - ihr könnt gespannt sein!

Leeven Jross us Kölle.

Vorgestellt: Unsere Landküche von Tanja Dusy und Christa Schmedes, erschienen im GU Verlag, ISBN 978-3833826320

Sonntag, 8. Februar 2015

„Irgendwas mit Medien“ - Bloggen und Netzwerken und so

Vor einigen Tagen veröffentlichte Bine auf ihrem Blog was eigenes (ein ganz tolle Blog übrigens!) im Rahmen ihres diesjährigen Schreibprojekts #Schreibzeit einen sehr interessanten Post zum Thema Netzwerken oder Wie bekommt man mehr Leser. Dieser und ein weiterer Artikel (klick!) haben mich sehr nachdenklich gemacht und mich dazu verleitet, mir selbst Gedanken zum Thema Bloggen und Netzwerken zu machen. Entstanden ist schließlich ein ganz anderer Blogbeitrag. In eigener Sache sozusagen.

Manchmal glaube ich ja, dass die Sache mit den Social Medias auch eine Generationsfrage ist. Ich bin ein Kind der 80er und habe vor allem nach meinem Abi 2006 so oft das Gefühl gehabt, dass alle jetzt „irgendwas mit Medien“ machen. Höher, schneller, weiter. Plötzlich boomten soziale Netzwerke wie Facebook und (gefühlt) besitzt jeder in meinem Umfeld heutzutage ein Smartphone. Wie ging noch mal Offline?

Natürlich bin ich selbst auch ein Teil von diesem digitalen Zeitalter. Das Internet und die damit verbundenen Möglichkeiten bereichern mein Leben und ich möchte es nicht mehr missen. Dennoch verbringe ich relativ wenig Zeit damit, in den großen Portalen à la Facebook und Twitter zu „netzwerken“. Ich lese lieber Blogs - und schreibe seit kurzem selbst einen.


Bevor mein Blog ‚live‘ gegangen ist, habe ich bereits im Voraus viel Zeit in meinen Blog investiert, denn ich wollte keine Zwischenlösung, sondern direkt das volle Paket. Mein Blog sollte genau so sein wie ich es gerne hätte. Hier wollte ich von Anfang an Kompromisse vermeiden. Ich bin keine „Miss Halfway“. Wenn ich mich für etwas entschieden habe, dann ziehe ich es auch durch. Ich bin da sehr perfektionistisch veranlagt, weswegen es mir wichtig war, vor Start des Blogs meine eigene Domain, ein eigene Design nach meinen Vorstellungen und alle relevanten Social Media Icons zu haben. Alles musste perfekt sein. Typisch ich.

Typisch für mich ist außerdem meine Ungeduld. Ich will dann doch wieder viel zu viel und vor allen Dingen: jetzt!
Wenn ihr ehrlich bin, dann hätte ich gerne mehr Besucher, Leser und Kooperationsanfragen. So wie die „großen Blogs“ eben, deren Autoren ihre eigenen Bücher herausbringen, zum Teil ihren Lebensunterhalt mit dem Bloggen verdienen, zu Bloggerevents eingeladen werden und andauernd Produkte testen dürfen. Da werde ich dann schon ein wenig neidisch und denke „Sowas möchte ich auch mal machen.“
Wenn ich mir dann noch Bereiche wie ‚Pressestimmen‘ und ‚Zahlen und Fakten‘ anschaue, bekomme ich immer ganz große Augen. Tägliche Besucherzahlen von 2.000, 5.000 oder gar 14.000? Wow, davon kann ich nur träumen. Seit mein Blog vor vier Monaten online gegangen ist, hatte ich insgesamt 4.000 Besucher - und ich bin stolz auf jeden einzelnen. Ich freue mich über „Gefällt mir“-Angaben auf Instagram, Twitter und Facebook. Ich freue mich über jeden neuen Follower. Und ganz besonders freue ich mich über jeden einzelnen Kommentar. Und auch wenn meine Besucherzahlen noch sehr klein und meine Bekanntheit noch sehr gering ist, so bin ich doch unheimlich stolz auf meinen Blog und auf das, was ich mit LittleTiger bereits geschafft habe.

Aber die liebe Ungeduld zankt den Stolz dann doch wieder, und das obwohl ich natürlich weiß, dass ich auf Besucherzahlen nur sehr begrenzten Einfluss habe. Außerdem will ich ja auch gar nicht so sein wie manch großer Blog, denn so bin ich eben nicht und es passt auch nicht zu mir. LittleTiger ist und wird kein kommerzieller Blog werden. Ich will gar nicht davon leben können, aber das Bloggen soll mein Leben bereichern.
Besonders bereichert haben mich Begegnungen mit anderen Bloggern „im echten Leben“, so z.B. als ich vor einigen Wochen die Gelegenheit bekam, im Rahmen der Internationalen Möbelmesse zum ersten Mal andere Blogger im Rahmen eines kleinen Bloggerevent kennenzulernen.
Ich nutze zwar Twitter, Instagram, Bloglovin und Facebook, um meinen Blog bekannter zu machen, aber vor allen Dinge bin ich auf diesen Kanälen aktiv, weil es mir Spaß macht, mich auf diesem Wege mit anderen Bloggern und Lesern zu vernetzen. Insbesondere Instagram und Bloglovin nutze ich sehr gerne und viel, denn diese Apps sind unheimlich praktisch und darüber hinaus eine große Inspirationsquelle. Mit Pinterest kann ich hingegen gar nichts anfangen, deshalb trete ich dort auch nicht in Erscheinung. Getreu dem Motto: „Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet.“ Man muss ja nicht jeden Trend mitmachen.


Dass ich selbst seit Oktober einen Blog schreibe hat für mich übrigens auch überhaupt nichts damit zu tun, dass Bloggen ziemlich beliebt geworden ist. Im Gegenteil. Wisst ihr eigentlich, wie es dazu gekommen ist, dass ich meinen Blog LittleTiger gestartet habe?
Circa ein Jahr, bevor ich LittleTiger gestartet habe, habe ich begonnen, verschiedene Blogs zu lesen. Anfangs waren es vor allem Blogs rund ums Thema „Hochzeit“ (in meinem Umfeld standen 7 Hochzeiten an und ich brauchte dringend Inspirationen zu kreativen Geschenk- und Dekoideen), aber über Blogrolls, Verlinkungen und Blogvorstellungen hat sich mein Spektrum schnell erweitert und ich bin unter anderem auf den Blog maedchenmitherz von der lieben Katja aufmerksam geworden.
Ihr Blog ist für mich zu einer wahren Inspirationsquelle und zum großen Vorbild geworden, denn sie liebt ihren Blog und das merkt man jedem ihrer Posts an. Als ich dann auch noch von ihrem tollen Blogger-Workshop auf Borkum, der im vergangenem Herbst stattfand, las, war für mich klar: Ich möchte im nächsten Jahr daran teilnehmen. Ich möchte diese tolle Gemeinschaft unter Bloggern und den Austausch erleben. Ich möchte mit dabei sein, statt ‚nur‘ zu lesen. 

Manchmal reicht es mir aber auch, einen Blog zu lesen, bei dem ich sofort das Gefühl habe, mich selbst darin wieder zu finden, um ein Gefühl von Gemeinschaft zu haben. So ging es mir mit dem Blog StreifenLiebe von Nicole. Ein Glück, dass sie mich und meinen Blog gefunden hat, und mich durch ein paar verteilte Herzchen bei Instagram dazu gebracht hat, mir auch mal ihr Profil und ihren Blog anzuschauen. Mit großem Staunen und viel zustimmendem Kopfnicken bin ich ihrem Blog begegnet - und weiß, dass ich noch sehr viel von ihr lernen kann.

LittleTiger ist zwar noch ein kleiner und recht junger Blog, aber wisst ihr was? Ich liebe meinen Blog. Ich liebe es, mich auf diese Weise ausleben zu können. Hier kann ich kreativ sein und mir Gedanken zu neuen Posts machen, aber auch meinen Perfektionismus ausleben und in der Planung und Gestaltung vollkommen aufgehen. Und noch etwas liebe ich an meinem Blog: LittleTiger ist etwas für mich.

Leeven Jross us Kölle.
Nika

PS: Ein Beitrag und drei andere Blogs erwähnt – vielleicht funktioniert Netzwerken auch so?

Freitag, 6. Februar 2015

Tomatensuppe - Mit Liebe gemacht

In ein paar Tagen ist nicht nur Karneval in Köln, sondern auch Valentinstag. Zu diesem Anlass hat  rundum zu einem kleinen Event aufgerufen. Unter dem Motto "Mit Liebe gemacht" können Blogger ihrer Kreativität freien Lauf lassen und eine kleine Geschenkidee für das Herzblatt vorbereiten.
Der Herr Bär und ich schenken uns eigentlich nichts zu Valentinstag, denn wir brauchen kein festgelegtes Datum, um uns gegenseitig eine kleine Freude zu machen. Aber eine kleine selbstgemachte Überraschung zählt ja irgendwie nicht, oder? ;-)

Ich machte mir also Gedanken, was ich meinem Herrn Bär schenken könnte. Hmm, gar nicht so einfach. Generell finde ich, dass Männer schwieriger zu beschenken sind als Frauen, aber irgendwie ist mir immer noch etwas eingefallen. Zum Beispiel habe ich ihm vor fast drei Jahren eine herzförmige Collage aus Fotos von uns gebastelt, über die er sich riesig gefreut hat. 
In diesem Jahr war mir aber mehr nach Kochen als nach Basteln zu Mute, aber was genau sollte es werden? Hmm, mit Liebe gemacht... Backen ist Liebe... Liebe geht durch den Magen... Schlussendlich habe ich mich für eine würzige Tomatensuppe entschieden, denn Tomaten sind nicht nur das Lieblingsgemüse des Herrn Bär, sondern auch rot wie die Liebe. Verpackt habe ich mein Geschenk übrigens in einem Einmachglas, denn so sieht es nicht nur hübsch aus, sondern ich kann es auch aufbewahren und transportieren. 

Dieses Rezept möchte ich gerne zur Sammlung auf Tierfreitag hinzufügen, denn diese Homepage  dient der Sammlung von rein pflanzlichen Rezepten, die ohne jegliche Ersatzprodukte oder Imitate zubereitet werden.

 Tomatensuppe
1 kg Tomaten
1 Zwiebel
1-2 Knoblauchzehen
frischer Basilikum
Salz
Pfeffer 
Thymian
Rosmarin
Oregano
Olivenöl 
ggf. etwas Gemüsebrühe

Aus 1kg Tomaten ergibt sich zwar nur ca. 1/2 Liter Suppe, aber da die Tomaten anfangs noch recht groß sind, solltet ihr einen Topf aussuchen, der groß genug ist. 
Vorbereitend die Tomaten waschen, vierteln und vom grünen Strunk befreien. Die Zwiebel und die Knoblauchzehen schälen, in kleine Würfel schneiden und in etwas Olivenöl glasig anbraten. Die Tomaten über dem Topf auspressen, so dass der Tomatensaft die Zwiebeln ablöscht, dann erst die Tomatenstücke in den Topf geben. Sollte nicht genug Flüssigkeit im Topf sein, gibt man noch etwas Gemüsebrühe hinzu und lässt die Tomaten für ca. 20 Minuten köcheln bis sie weich sind.

Zum Pürieren empfehle ich die Suppe in ein hohes Gefäß umzufüllen, dann geht es besser.  Die Blätter vom frischen Basilikum waschen und zur Suppe geben. Mit dem Stabmixer gut durchpürieren, so dass keine Stücke mehr übrig sind. Anschließend die Suppe durch ein Sieb streichen, um Kerne und eventuelle Rückstände der Schale aufzufangen. Durch das Sieben wird die Suppe auch noch einmal feiner und samtiger.
Abschließend die Suppe mit Salz, Pfeffer, Thymian, Rosmarin und Oregano gut würzen. Die fertige Suppe auskühlen lassen, in ein schönes Gefäß umfüllen und mit ein paar Blättchen Basilikum dekorieren. 


Beim Schreiben dieses Beitrags musste ich übrigens die ganze Zeit an das Buch "Ich mach dich gesund, sagte der Bär" von Janosch denken, denn hier ist eine Suppe ebenfalls der Star. Ihr kennt die Passage bestimmt alle, oder?

"Ich koch dir etwas Dolles", sagte der kleine Bär, "sag mir doch mal deine Leibspeise!"
"Springforelle mit Mandelkernsoße, Kartöffelchen und Semmelbröseln."
"Haben wir nicht", sagte der kleine Bär, "sag etwas anderes."
"Eiernudeln mit Mandelkernsoße und Semmelbröseln", sagte der kleine Tiger.
"Haben wir auch nicht", sagte der kleine Bär, "sag noch etwas anderes."
"Semmelbrösel", sagte der kleine Tiger, aber die hatten sie auch nicht. 

"Sag doch mal: Bouillon!" sagte der kleine Bär.
"Ja, Bouillon", rief der kleine Tiger, "das wollte ich haargenau sagen."


In diesem Sinne: Habt einen schönen Valentinstag! 

Leeven Jross us Kölle.

Mittwoch, 4. Februar 2015

[vegan] Kichererbsen-Pesto

Vor einigen Tagen rief Die Küchenchaotin Mia zum #Pestostorm Blog Event auf, im Rahmen dessen die Foodblogger Gemeinschaft aufgerufen ist, leckere Pesto Rezepte zu verbloggen und auf Mias Blog zu sammeln. Was ein "Pestostorm" überhaupt ist und wie es dazu kam, hat Mia auf ihrem Blog wunderbar erklärt. Stefanie von schön & fein hat einen tollen Banner für dieses Event gemalt, den ich euch genauso wenig vorenthalten möchte, wie mein Rezept für meine allererste Pesto-Kreation.

 
Kichererbsen-Pesto
1 Glas vorgegarte Kichererbsen (215g Abtropfgewicht)
50g Walnüsse gehackt
6 TL Sesampaste / Tahin
1 Zitrone
1 handvoll frische Basilikumblätter
10 EL Olivenöl
Pfeffer
Meersalz
2 kleine Knoblauchzehen
ggf. etwas Wasser


Die Kichererbsen in ein Sieb geben und mit kaltem Wasser gut abbrausen. Zwar sind die Kichererbsen schon vorgegart und wir sparen dadurch ziemlich viel Zeit, allerdings müssen die Kichererbsen noch geschält werden. Jede einzelne. Das ist zwar aufwändig, aber ich finde, es lohnt sich allemal, weil die Gerichte dann feiner, samtiger schmecken. 

Ich klemme mir immer eine Erbse zwischen Daumen und Zeigefinger, übe etwas Druck aus und dann flutscht die Erbse meist schon aus der Schale. Falls das nicht funktionieren sollte, kann man die Schale am spitzen Ende auch aufreissen. Die geschälten Erbsen sind ganz glatt und haben eine dunklere Farbe als die ungeschälten. 
Das klingt jetzt nach Sisyphos Arbeit, aber es geht dann doch schneller als man denkt und irgendwie hat es auch etwas Meditatives.

Wenn die Kichererbsen geschält sind, gibt man sie zusammen mit den Walnüssen, den Basilikumblättern, der Sesampaste und den Knoblauchzehen in ein hohes Gefäß. Die Zitrone darüber auspressen und alle Zutaten mit dem Stabmixer gut pürieren. Nach und nach Olivenöl dazu geben und mit Meersalz und Pfeffer würzen. Je nach dem wie ihr euer Pesto mögt und wofür ihr es verwenden wollt, müsst ihr noch mehr Flüssigkeit (Öl oder Wasser) hinzu geben.



Das Pesto schmeckt sehr gut als Brotaufstrich, aber auch zu Vollkornnudeln.

Dieses Rezept möchte ich gerne zur Sammlung auf Tierfreitag hinzufügen, denn diese Homepage  dient der Sammlung von rein pflanzlichen Rezepten, die ohne jegliche Ersatzprodukte oder Imitate zubereitet werden.

Loss et üch schmecke!

Leeven Jross us Kölle.

Montag, 2. Februar 2015

Hackfleisch-Käse-Lauch Suppe

Wenn die Tage so kurz und das Wetter so regnerisch ist, gibt es fast nix besseres als eine heiße Suppe. Kürbissuppe gab es im Herbst ganz oft, jetzt im Winter darf es ruhig etwas deftiger sein. Ein Klassiker ist bei uns schon seit Kindheitstagen die "Stinkesuppe" - das Lieblingsessen der Olchis. Besser bekannt ist sie als Hackfleisch-Käse-Lauch-Suppe, wer von euch aber noch die Olchis kennt, wird wissen, warum wir den Namen Stinkesuppe so viel besser fanden.


Hackfleisch-Käse-Lauch Suppe

500g Hackfleisch
2 große Stangen Lauch/ Porree
1 große Gemüsezwiebel
750ml Gemüsefond / Brühe
200g Schmelzkäse (natur)
200g Schmelzkäse Kräuter
Pfeffer
Thymian

Die Zwiebel schälen, in kleine Stücke schneiden und zusammen mit dem Hackfleisch in einer Pfanne anbraten. Mit Pfeffer und Thymian würzen und anschließend in einen Topf umfüllen.
Den Porree putzen, in gleichmäßige Ringe (ca. 1cm breit) schneiden und in den Topf geben. Mit Gemüsebrühe ablöschen und so weit auffüllen, dass Fleisch und Porree mit Flüssigkeit bedeckt sind. 

Bei mittlerer Temperatur für ca. 20 Minuten köcheln lassen, dabei immer mal wieder umrühren, damit nichts anbrennt. Wenn der Porree weich ist, die Temperatur auf kleinste Stufe senken und den Schmelzkäse in die Suppe geben. Gut unterrühren bis sich der Käse vollständig aufgelöst hat. Für einige Minuten durchziehen lassen und vor dem Servieren nochmals mit Pfeffer und Thymian (und ggf. Salz) abschmecken.

 
 Loss et üch schmecke!

Leeven Jross us Kölle.
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