London, my love!
London ist wahrlich meine große Liebe seit ich im Januar 2001 das erste Mal dort war. Damals sind wir mit einer kleinen Schülergruppe und unserer Englischlehrerin über Nacht mit dem Reisebus durch den Eurotunnel rüber auf die Insel. Am frühen Samstagmorgen sind wir schließlich in der Nähe von Waterloo aus dem Bus gestiegen und hatten 14 Stunden Zeit, die Zeit zu erkunden, bevor es am Abend dann wieder zurück ging. Ihr könnt euch vorstellen, wie fit wir nach einer Nacht im Bus waren...
Aber alle Strapazen der Anreise waren vergessen als ich an The Queen's Walk am Themse-Ufer stand und zum ersten Mal Big Ben und die Houses of Parliament sah. In diesem Moment wusste ich: Ich bin verliebt.
Verliebt in die Straßen, verliebt in die Menschen und verliebt in den Flair dieser Stadt, die mir das Gefühl gibt, nach Hause zu kommen.



Ich habe das Glück, dass ich insgesamt drei Monate in London leben und arbeiten durfte.Das klingt jetzt erstmal nach nicht so viel Zeit, aber wenn man ansonsten höchsten mal für ein verlängertes Wochenende in London ist, dann sind drei Monate eine ewig lange Zeit. Eine Zeit, in der man die Stadt auch abseits der typischen Sehenswürdigkeiten erkundet. Eine Zeit, die ich sehr genossen habe und nicht missen möchte.




Fast jedes Mal, wenn ich nach London komme, unternehme ich den gleichen Spaziergang. Dabei starte ich am The Queen's Walk unterhalb des London Eye und laufe über die Westminster Bridge rüber auf die andere Uferseite. Nach Fotostopps an Big Ben und Westminster Abbey geht es Richtung Norden Whitehall hinauf zum Trafalger Square und zur National Gallery. Wie so viele Museen in London ist auch die National Gallery kostenfrei und ist unbedingt einen Besuch wert. Von hier aus kann man wunderbar The Mall, die übrigens sonntags für den Autoverkehr gesperrt ist, entlang auf den Buckingham Palace zu laufen, bevor es durch St. James's Park zurück in Richtung Westminster geht.





Ein anderer schöner Spaziergang führt am südlichen Thames-Ufer entlang in Richtung Osten. Ein guter Ausgangspunkt ist wieder das London Eye. Von da aus geht es am Southbank Centre vorbei (hier ist am Wochenende oft Bücher- und Flohmarkt und diverse Street-Food-Festivals) in Richtung Millennium Bridge, wo das Tate Modern und Shakespeare's Globe Theatre bestaunt werden können. Von der Millennium Bridge aus hat man außerdem einen tollen Blick auf St. Paul's Cathedral auf der anderen Uferseite. Anschließend passiert man London Bridge, das Museumsschiff HSM Belfast und die City Hall, bevor man schlussendlich zur Tower Bridge kommt.
Von Potters Fields Park aus hat man einen tollen Blick auf die Brücke und den Tower of London. Wusstet ihr, dass man die Tower Bridge besichtigen kann? Die Verbindungsbrücke zwischen den beiden Türmen bietet in 42 Meter Höhe nicht nur einen wundervollen Ausblick über die Stadt, sondern beherbergt auch eine tolle Ausstellung über die Geschichte der Tower Bridge, sowie weitere wechselnde Ausstellungen.
Greenwich ist auch ein Platz, den ich euch unbedingt ans Herz legen möchte. Mit der DLR oder der Fähre ist man ratzfatz vom Tower an der Cutty Sark, einem weiteren Museumsschiff, von wo aus man das historische Zentrum Greenwich erkunden kann. Das maritime Greenwich mit den Navel College Gardens, Queens House und den Royal Museums Greenwich ist ebenfalls sehr sehenswert. Mein persönliches Highlight ist jedoch das Royal Observatory, das inmitten des Greenwich Parks auf einem Hügel liegt und das man nach einem kurzen Spaziergang erreicht. Der Blick vom Vorplatz des Observatoriums über die Stadt entschädigt für den steilen Aufstieg.
Das Observatorium wurde zur Festlegung des Nullmeridians genutzt, der durch einen Messingstreifen im Innenhof markiert wird. Außerdem beherbergt das Observatorium eine sehenswerte Ausstellung zum Zusammenhang zwischen Zeitmessung und weltweiter Positionsbestimmung anhand der Sonne und der Sterne, sowie dafür benötigter Astronomie- und Navigationswerkzeuge.
2012 fanden die olypischen Sommerspiele in London statt. Der Olympic Park liegt im Londoner Osten und entstand durch die vollständige Umgestaltung eines brachliegenden Industriegebiets. Meine Schwester und ich hatten das große Glück Tickets für die Paralympics zu ergattern und haben drei Tage im Olympiapark verbracht. Neben Tickets für die Schwimmwettkämpfe und Teamsportarten, hatten wir auch Karten für die Leichtathletikwettkämpfe und waren live dabei als Markus Rehm im Wettsprung Gold für Deutschland gewann.
Pünktlich zu den olympischen Spielen wurde im Juni 2012 übrigens auch die Emirates Air Line, Londons erste Seilbahn, eröffnet. Sie verbindet Greenwich mit den Docklands. Obwohl ich seit der Eröffnung noch mehrfach in London war, bin ich erst einmal mit der Seilbahn gefahren als ich im August 2014 mit dem Herrn Bär anlässlich unseres Jahrestages für ein verlängertes Wochenende in London war. Für mich als echt kölsch Mädche ist Seilbahnfahren eigentlich nichts Neues, schließlich haben wir in Köln schon seit langem unsere Seilbahn, die Zoo und Rheinpark miteinander verbindet. Dennoch war es für mich etwas Besonderes, London auf diese Weise zu erleben.
Ich hoffe, der kleine Einblick in mein London hat euch gefallen und vielleicht auch zu einer Reise in die britische Hauptstadt inspiriert. Falls ihr noch ein paar Tipps braucht oder welche für mich habt, schreibt mir! Ich tausche mich sehr gerne über London und das Reisen mit euch aus.
Leeven Jross us Kölle.