Donnerstag, 19. Oktober 2017

Oh, wie schön ist Panama! | Auf wiedersehen & Danke für alles!

Vor drei Jahren machte ich mich auf den Weg, um mit meinem Blog Little Tiger ein Stück Panama und meinen Platz in der großen Welt der Blogs zu finden. Baute mir aus der Bananenkiste, auf der Panama stand, einen Wegweiser und machte mich auf die Reise.

Nach drei Jahren mit Höhen und Tiefen, Plänen und nicht umgesetzten Ideen, anfänglicher Euphorie und schlechten Phasen, zahlreichen Workshops und Blogger-Treffen, Versuchen und Aktionen ohne den gewünschten Erfolg, Beständigkeit und Veränderung, Glücksgefühlen und Frust, und zu geringer Reichweite bin ich am Ende meiner Reise angekommen. Nun stehen Tiger und Bär wieder vor dem alten Wegweiser, der mal aus einer Bananenkiste entstanden ist, und ich bin mir sicher, mein Panama gefunden zu haben. 

Deshalb ist nun an der Zeit, dieses Kapitel zu beenden, einen sauberen Schluss-Strich zu ziehen und Abschied von Little Tiger zu nehmen.Es war schön mit euch und daher von Herzen: vielen Dank für drei Jahre Little Tiger. Vielen Dank für euer Interesse an meinem Blog und euren Kommentaren. Danke für alles.

gefunden auf unsplash.com

Maat et joot. 
eure Nika

Donnerstag, 12. Oktober 2017

[Herbstküche] Shepherd's Pie mit Kürbis

18.200 Kilometer Luftlinie - soweit ist Auckland von Frankfurt entfernt und der Rückflug kann sich schon mal wie eine kleine Ewigkeit anfühlen. Nicht nur, weil man tatsächlich ganz schön lange unterwegs ist (in meinem Fall waren es circa 27 Stunden reine Flug- und Umsteigezeit) und zwölf Zeitzonen durchfliegt, sondern auch weil man mit so vielen Eindrücken, Erinnerungen, Bildern und freudiger Erwartung auf zu Hause erfüllt ist.

So ging es mir Anfang des Jahres als ich mich nach drei wunderschönen, erfüllten Wochen auf die Heimreise macht. Ich habe mein Herz an Neuseeland verloren und das Heimweh nach Neuseeland macht mir oft das Herz schwer. Als ich vor acht Jahren das erste Mal Wellington und die Südinsel Neuseelands im Rahmen von Work&Travel bereist und ein paar Wochen auf einer Schaffarm gearbeitet habe, habe ich mich Hals über Kopf in dieses Land mit seiner unglaublichen Natur und Weite verliebt. 

Dies war nun meine dritte Reise ans andere Ende der Welt und ich hoffe, dass noch viele weitere folgen werden. Bis es wieder soweit ist und ich mich das nächste Mal auf den Weg einmal um die Welt mache, schaue ich Fotos an, schwelge in Erinnerungen und koche mir die Gerichte, die ich damals dort oft gegessen habe. Warmen Obst-Crumble mit Eis zum Beispiel oder eben Shepherd's Pie mit Kürbis, den ich euch heute vorstellen möchte.



Shepherd's Pie mit Kürbis

etwas Sonnenblumenöl
1 kleine Gemüsezwiebel
2 EL Tomatenmark
500g Hackfleisch

 500ml Rinderbrühe
300g Kürbis (TK-Ware in Würfeln)
 Salz
Pfeffer
Paprikapulver
Petersilie

 1kg Kartoffeln
etwas Butter
etwas Milch
Muskat


Eine tiefe Pfanne erhitzen und etwas Öl hinein geben. Die Zwiebel schälen, in klein würfeln und zusammen mit dem Tomatenmark in der Pfanne anbraten. Das Hackfleisch hinzugeben und gut durchbraten. Das Fleisch in der Pfanne mit Rinderbrühe ablöschen, anschließend die Kürbis-Würfel hinzugeben und alles auf kleiner Flamme und unter gelegentlichem Umrühren für 30 Minuten köcheln lassen. Mit Pfeffer, Paprika und Petersilie würzen.

Währenddessen die Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in gesalzenem Wasser kalt aufsetzen. Sobald das Wasser kocht, die Kartoffeln für 15-20 Minuten (je nach Größe und Sorte) gar kochen. Anschließend abgießen und zusammen mit etwas Butter, Milch und Muskatnuss zu Kartoffelpüree stampfen. 

Den Ofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze (oder 160°C Umluft) vorheizen lassen. Hackfleisch und Soße in eine Auflaufform geben und mit Kartoffelpüree bedecken. Wer mag, kann das Kartoffelpüree noch mit einer Gabel durchkämmen und etwas auflockern. Den Pie für 20-25 Minuten auf der mittleren Schiene des vorgeheizten Backofens backen.

Loss et üch schmecke!

Leeven Jross us Kölle.

Freitag, 6. Oktober 2017

Freitags ist Markt [Oktober]

Ein letztes Mal heißt heute: Freitags ist Markt und wir wollen noch einmal einen Blick auf den aktuellen Saison- kalender werfen. Was meinen Tipp zum Thema Nachhaltigkeit betrifft, so habe ich mich dafür entschieden, diesen Monat etwas zu (Weihnachts-)Geschenken zu schreiben, da wir bereits Oktober haben und Weihnachten mit großen Schritten näher rückt.

Nachhaltigkeit geht nicht nur uns alle was an, sondern ist auch vielfältiger als man denkt und in allen Lebens- bereichen verankert. Wie bei Geschenken eben auch. Letztes Jahr zu meinem Geburtstag habe ich mir beispielsweise gewünscht, dass man für mein Projekt #Nikaschwimmt - Schwimmen für den guten Zweck spendet statt mir etwas (Materielles) zu schenken. 


Eine der besten Geschenk-Ideen, die ich kenne, ist Oxfam Unverpackt. Etwas Gute tun und dem Beschenkten eine tolle Karte mit Magnet überreichen zu können, ist nicht nur eine gute Sache, sondern spart auch Verpackungsmüll und verhindert unnötige Geschenke, die niemand brauchen kann.
Egal ob du Hühner, Ziegen, Esel, Schafe, Schweine oder Enten verschenken möchtest - hier ist für jeden Typ und Geldbeutel etwas dabei. Wie wäre es beim nächsten Runden Geburtstag mit Trinkwasser für 50 Menschen im Süd-Sudan? Oder Nahrungspaketen für Familien? Oder Schulbüchern und einer Wandtafel für Kinder in Benin? 

Ich werde jedenfalls weiterhin Geschenke von Oxfam Unverpackt verschenken und mir wünschen.



Nun aber endlich zum Saisonkalender für Oktober. Die Kürbis-Saison ist im vollen Gange und ich freue mich wie bolle darauf. Kuchen, Suppe, Ofengemüse, Lasagne, Brotaufstrich, Flammkuchen... Kürbis ist so wunderbar vielseitig, so dass garantiert keine Langeweile aufkommt. 

Außerdem hält der Saisonkalender im Oktober ja auch noch andere Schätze wie die verschiedenen Kohl-Sorten, Topinambur, Rote Beete, Wirsing, Zwetschgen, Weintrauben, Holunderbeeren und Quitten für uns bereit. Auch ist die frische Ernte von Kartoffeln, Äpfeln und Birnen endlich da, so dass man nicht mehr auf Lagerware zurück greifen und sich an neuen Sorten erfreuen kann.
Auf welches Obst und Gemüse freust du dich besonders im Oktober? Ich freu mich wie immer über eure Kommentare und Rezept-Ideen. 
 
Leeven Jross us Kölle.

Montag, 2. Oktober 2017

was lesen!? - "Bauch über Kopf" von Stefanie Wilhelm

Nahrungsmittelunverträglichkeiten - ein großes Thema seit ein paar Jahren, irgendwie auch schon wieder hipp und definitiv ein riesiger Markt. Um laktose-, fructose- oder glutenfreie Lebensmittel zu bekommen, muss man heutzutage nicht mehr ins Reformhaus gehen, denn die meisten Supermärkte führen eine breite Produktpalette in ihrem Sortiment.

Ich selbst vertrage keine Hagebutte. Ich habe keine Ahnung, warum das so ist und habe dies auch nicht weiter medizinisch überprüfen lassen, denn die Eigendiagnose im Selbsttest mit Früchtetee und Kinderpunsch war eindeutigt. Ein eher kleines Problem im Vergleich zu einer starken Nahrungsmittelunverträglichkeit, die normalerweise Magenkrämpfen, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Durchfall nach sich ziehen, im Extremfall aber sogar zu einem lebensbedrohlichem anaphylaktischen Schock führen kann.

Solange ich Hagebutten meide, was für mich kein Problem darstellt und mich in meiner Ernährung auch nicht einschränkt, gehts mir also gut und trotzdem beschäftige ich mich mit dem Thema Nahrungsmittelunverträglichkeit. Nicht nur, weil ich im Freundes- und Bekanntenkreis immer wieder mit dem Thema in Berührung gekommen bin, sondern auch weil es für mich zu einem achtsamen Umgang mit meinem Körper dazu gehört und es nie schadet, über den Tellerrand heraus zu schauen, sich Wissen anzueignen und somit seinen eigenen Körper, aber auch von Nahrungsmittelunverträglichkeiten Betroffene besser verstehen zu können.

Bauch über Kopf von Stefanie Wilhelm
um was geht es?

Das Buch "Bauch über Kopf - Warum ein gesunder Darm dich glücklich macht" von Stefanie Wilhelmm sprach mich direkt an. Nicht nur weil es bereits auf dem Cover "Hilfe bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten" verspricht, sondern auch weil ich Steffis Blog healthyhappysteffi schon sehr lange verfolge und dort immer wieder leckere Rezepte und viele Tipps rund um Ernährung, Nachhaltigkeit und Gesundheit für mich gefunden habe. Heute möchte ich euch daher auch einen kleinen Einblick in ihr Buch geben, das kurz und knapp und schön strukturiert einen Überblick über Darmflora, Immunsystem und Stoffwechsel gibt.
"Ich möchte euch auf eine einfache, verständliche Art als ausgebildete Ernährungsberaterin davon berichten, was man schon weiß, und zwar so, dass jeder und jede von euch mitkommt, ohne großartiges Vorwissen. Ohne komplizierte Fremdwörter, eher unterhaltsam und leichtfüßig werde ich euch einfache Anregungen für den Altag geben."

Das Zitat aus dem Vorwort bringt den Inhalt des Buches auf den Punkt: Ernährungswissenschaftliches Wissen kompakt, verständlich und unterhaltsam aufbereitet. Aufgeteilt ist das Buch in acht große Kapitel, die in der ersten Hälfte zunächst Grundlagenwissen zum Stoffwechsel, dem Immunsystem, zur Darmflora und zum Seratoninspiegel behandelt. Steffi arbeitet hier zum einen mit anschaulichen Grafiken und Zeichnungen, die wirklich super verständlich sind, und zum anderen mit ihrem locker-flockigen Schreibstil, der dafür sorgt, dass man das Buch fast schon wie einen guten Roman liest und gar nicht aus der Hand legen mag.

 In der zweiten Hälfte des Buches geht es dann ans Eingemachte und Steffi tut alles dafür, die Frage "Wie macht welches Essen glücklich?" ausführlich zu beantworten. Eigene Erfahrungen fließen mit ein und machen das sich-mit-Essen-beschäftigen persönlicher und auch individueller. Was möchte ich essen? Wie möchte ich essen? Spontan fällt mir da gleich der Spruch "Das Auge isst mit" ein - nicht nur, weil ich seit dem Start meines Blogs mehr Zeit auf das Anrichten, die Präsentation und das Fotografieren von Essen verwende.

Anschließend verrät uns Steffi anhand ihrer Spezial-Tipps, wie man "In 11 Schritten glücklicher und gesünder" leben kann, ohne dabei den Zeigefinger zu heben. Tipp Nr. 3 lautet beispielsweise: "Bio - so wie jeder kann" - ein wunderbarer Tipp, der die großen Themengebiete Nachhaltigkeit und Gesundheit miteinander verbindet. Eine Vielzahl von Seiten widmet sie außerdem den glücklich machenden Lebensmitteln mit wertvollen Informationen zum jeweiligen Obst oder Gemüse.

Abgerundet wird das Buch durch einen kleinen Rezept-Teil mit einigen von Steffis Rezepten. Hier findet man unter anderem Rezepte für Ballaststoff- und Früchtebrot, Suppe, Salate und selbstgemachte Müsliriegel. Weitere Rezepte findet man natürlich auf Steffis Blog healthyhappysteffi. 


was denke ich über das Buch?

Ich finde das Buch Bauch über Kopf sehr ansprechend; allein schon das Coverbild verführt dazu, das Buch in die Hand zu nehmen und sich mit dem doch eher unangenehmen Thema Unverträglichkeiten, Verdauung und Krankheit zu beschäftigen. 

Besonders gut gefallen haben mir die vielen Übersichtsseiten, wie beispielsweise die Grafik zu den verschiedenen Nährstoffen (hier unterteilt in lebenswichtig und wichtig) sowie zur richtigen Lagerung von Obst und Gemüse. Beides kann ich mir nämlich nicht merken, will es aber auch nicht jedes Mal googlen müssen, wenn ich z.B. den Kühlschrank einräume. Daher hab ich mir die Übericht einfach aus dem Buch heraus kopiert und an den Kühlschrank gepint. 

Auch wenn ich schon Vieles von dem, was Steffi in ihrem Buch schreibt, wusste, ist doch immer wieder viel Neues dabei, denn jeder Autor schreibt auf seine eigene Weise und vermittelt Informationen anders. Wie bereist vor einem Jahr in meinem ersten Beitrag zur Sache mit dem Abnehmen geschrieben, beschäftigte ich mich intensiv mit dem Thema Ernährungsumstellung und Ernährungsweisen, um meinen Weg zu finden und wurde dabei von der Informationsflut förmlich überrollt: Friss-die-Hälfte, Low Carb, Paleo, zuckerfrei oder doch lieber vegan? Steffis geht an das Thema aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen heute anders an und ließ mich bereits beim Lesen des Klappentextes lächeln:
"Meine Einstellung zur Ernährung hat sich komplett geändert. Essen ist heute etwas, das mir Kraft gibt, das Spaß macht und Genuss bereitet - ein Hebel für gute Laune. Und das alles sogar, obwohl ich immer noch einige leichte Unverträglichkeiten habe. Ich folge keinem Ernährungstrend, bewege mich nicht in Bereichen, die mit ≫low≪, ≫high≪ oder ≫no≪ betitelt sind, sondern will einfach bewusst und balanciert essen. Ohne Kalorien zu zählen und ohne strengen Dogmen gehorchen zu müssen."
Besser kann man den Inhalt des Buches eigentlich nicht zusammenfassen. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen, Ernährung reflektieren und Nachkochen von Steffis Rezepten.

Vorgestellt: Bauch über Kopf, von Stefanie Wilhelm, ISBN-13: 978-3-424-63138-8

Vill Spass beim lese!

Leeven Jross us Kölle.
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