Dienstag, 29. November 2016

[Herbstküche] Kürbis-Hack-Pfanne

Ein paar Rezepte aus meiner Herbstküche habe ich noch für euch, bevor wir uns voll und ganz der Advents- und Weihnachtszeit widmen können. Gerade die Vorweihnachtszeit kann es schon mal stressig werden, denn Jahresabschluss, Weihnachtsfeiern und Vorbereitungen für die Festtage stehen an, obwohl Advent doch eigentlich Ruhe und Besinnlichkeit bedeuten sollte. Ich finde, da sollte es wenigstens beim Kochen des Abendessens schnell gehen, um mehr Zeit für liebe Menschen und Kekse backen zu haben. 😜


Deshalb kann man dieses Rezept auch auf zwei verschiedene Arten zu bereiten: Entweder ganz vorbildlich mit frischen Zutaten und alles selbst gemacht, oder die Ruckizucki-10-Minuten-Variante mit Tiefkühl-Kürbis, der in Stücke geschnitten und vorgegart daher kommt, und Fertig-Soße aus dem Supermarkt. Das schmeckt genauso gut, ist dann allerdings nicht mehr laktosefrei. Probiert einfach beide Varianten mal aus und entscheidet selbst. 😊


Kürbis-Hack-Pfanne

1 kleiner Hokkaido-Kürbis (ca. 650g)
oder 450g TK-Kürbis (Hokkaido oder Butternut)

1 kleine rote Zwiebel
400g gemischtes Hackfleisch

2 EL Tomatenmark
1 Dose Tomaten in Stücken
100ml Reis Sahne
Salz
Pfeffer
frische Kräuter 
oder alternativ 400g Tomaten-Sahne Soße (z.B. von Cucina (Aldi Süd)) 

Für die "alles selbst gemacht" Variante, den Kürbis waschen (und ggf. schälen, wenn ihr euch für eine Kürbissorte mit nicht essbarer Schale entscheidet) vierteln und vom Kerngehäuse befreien. Es sollten jetzt ca. 400-450g Kürbisfleisch übrig sein. Die Kürbisviertel in ca. daumendicke Scheiben schneiden und dann in kleine, mundgerechte Stücke würfeln. 

Die Zwiebel schälen, fein hacken und mit etwas Öl in der Pfanne andünsten. Die Kürbiswürfel zu erst dazu geben und für einige Minuten andünsten; dann das Hackfleisch dazu geben und alles zusammen anbraten bis das Hack gut durch ist. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann Tomatenmark dazu geben und unterrühren.
Die Tomaten mit dem Stabmixer zerkleinern und in die Pfanne geben. Zuletzt noch die (Reis-)Sahne und frische Kräuter dazu geben, alles gut verrühren und bei mittlerer Hitze für ein paar Minuten köcheln lassen bis das Kürbisfleisch schön zart ist.

Bei der "Ruckzuck"-Variante sparen wir uns das Kürbis schälen und zerkleinern und gehen direkt dazu über, die Zwiebelstücke zusammen mit dem Hackfleisch in der Pfanne anzubraten. In dieser Variante kommt erst das Hackfleisch in die Pfanne, dann erst die tiefgefrorenen Kürbisstücke. Statt Tomatenmark, zerkleinerten Tomaten, Sahne und Gewürze hinzuzugeben, wird nur noch die fertige Tomaten-Sahne-Sauce hinzugegeben und alle Zutaten köcheln für 3-4 Minuten. Und schon ist alles fertig!


Loss et üch schmecke!

Leeven Jross us Kölle

Samstag, 26. November 2016

Liebe deine Stadt: Weihnachtsmärkte in Köln

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Willkommen im Advent, ihr Lieben! Mir kommt es total surreal vor, aber wir feiern tatsächlich schon den ersten Advent. Der Endspurt bis Weihnachten ist eingeläutet und seit dieser Woche haben auch die acht (ständigen) Weihnachtsmärkte in Köln geöffnet. Kennt ihr schonn alle? Welchen habt ihr in den letzten Jahren am liebsten besucht? Ich habe euch eine Übersicht über die Weihnachtsmärkte in und rund um Köln zusammen gestellt und wünsche euch viel Spaß beim Schmökern, Planen und den Besuchen.



Der wohl bekannteste Weihnachtsmarkt ist der große Weihnachtsmarkt am Kölner Dom, der auch Markt der Herzen genannt wird, mit dem großen Lichterzelt und dem umfassenden Bühnenprogramm. Der Weihnachtsmarkt mit seinen 150 Buden ist in der Zeit vom 21.11. bis 23.12. täglich geöffnet (So-Mi 11-21h; Do+Fr 11-22h; Sa 10-22h). Alle weiteren Infos, sowie einen Übersichtsplan über die Buden und das Programm, findet ihr hier.

Sonntag, 20. November 2016

was lesen!? - "Eat Train Love" von Kristin Woltmann

Vor ein paar Monaten hatte ich schon einmal ein wenig über "Die Sache mit dem Abnehmen" erzählt und habe mir fest vorgenommen, euch bald noch einmal ein Up-Date dazu zu schreiben. Soviel sei euch schonmal verraten: Es gibt neue, sportliche Ziele und Projekte, neue Pläne und Literatur - und ganz viele neue Sportklamotten. 😄  
Was die Literatur betrifft (ich lese mich ja in neue Sportarten gerne ein - aber mehr dazu an anderer Stelle im Up-Date) habe ich unter anderem das Buch "EAT TRAIN LOVE: Ganzheitlich gesund mit Clean Eating und Yoga" von Kristin Woltmann für mich entdeckt, das ich euch heute gerne vorstellen möchte.

Kristin ist selbst auch Bloggerin und schreibt auf www.eattrainlove.de bereits seit 2012 über Ernährung, Yoga- und Lauftraining, und ein aktives, gesundes und glückliches Leben - hier ist der Name "Eat Train Love" wirklich Programm.  Ihr gleichnamiges Buch ist im Mai 2016 erschienen und ist eine gute (analoge) Ergänzung zu ihrem Blog, auf dem ich sehr gerne lese und stöbere.


Um was geht es?

Kristin's Buch EAT TRAIN LOVE ist so etwas wie ein Best-Of ihres Blogs, das vor allem den Fokus auf eine gesunde Ernährung (oder auch Clean Eating, wie der Trend so schön heißt) legt und sich im zweiten Teil des Buches mit Yoga als Element der Bewegung und dem bewussten Denken und Spüren befasst.
Es geht darum, sich gut um seinen Körper zu kümmern - sowohl mit ganzheitlicher, gesunder Ernährung als auch ausreichend Bewegung und Meditation. Ihr Buch, das im Mai 2016 erschienen ist, trifft somit den Nerv der Zeit (und der aktuellen Trends von Clean Eating und Yoga) und verbindet beide Themengebiete auf knapp 180 Seiten miteinander. 


Ein Konzept, das in meinen Augen Sinn macht und von mir gerne angenommen und ausprobiert wird. Ein anderes Buch zu diesem Thema stammt von Tara Stiles, die mich bereits 2015 mit ihrem Buch "Dein Yoga, dein Leben" für Clean Eating und eine neue Yoga-Routine begeistern konnte. Eine schöne Rezension dieses Buches findet ihr bei Nicole von Streifenliebe.
Das Buch von Kristin Woltmann legt den Fokus sehr stark auf das Ernährungskonzept Clean Eating und beschäftigen sich die ersten Kapitel mit den verschiedenen Aspekten des Clean Eatings: das Kennenlernen, einen Einstieg finden, erste Herausforderungen (z.B. der Zeitaufwand und Essen bei der Arbeit, im Restaurant und im Urlaub) meistern und schließlich sich mit Clean Eating gesund und bewusst ernähren und die vielen Möglichkeiten dieses Konzepts entdecken. Im sechsten Kapitel präsentiert Kristin Woltmann ihre Lieblingsgerichte, bevor sie im letzten Teil ihre Yoga-Rituale vorstellt und einige Informationen rund ums Thema Yoga gibt.

Was denke ich über das Buch?

Als erstes ist mir die sehr schöne, bunte Aufmachung des Buches aufgefallen. Die einzelnen Kapitel sind farblich von einander abgegrenzt, so dass man sehr schön sehen kann, in welchem Teil des Buches man sich gerade bewegt. Sehr gut gefällt mir außerdem, dass die einzelnen Kapitel jeweils mit einem passenden Zitat eingeführt werden und dass es innerhalb des Kapitels Unter-Überschriften und sich optisch absetzende Info-Boxen mit Tipps und Tricks gibt. Das lockert die Themen-Blöcke etwas auf, ohne den Lesefluss zu stören.

Der Teil mit den Rezepten kommt meiner Meinung nach etwas zu kurz, denn gerade was Tipps für die Küche, Rezepte und Co. betrifft, bevorzuge ich Kochbücher. Dennoch ist es eine schöne Inspirationsquelle (und auf dem Blog findet man ja noch mehr Rezepte), um einen Einstieg ins Clean Eating zu finden und daraus dann meine eigenen Rezepte zu kreieren. Die "Clean-Eating-Einkaufsliste" (Seite 35) und der "Baukasten für deine grünen Smoothies" (Seite 76) stellen ein gutes Gerüst dar, um einen Einstieg zu finden.
Etwas versteckt im Buchumschlag findet man zudem "Kristins 7 einfache Clean-Eating-Regeln" und eine Übersicht über den Saisonkalender von Obst und Gemüse; einerseits geht es dort ein wenig unter, aber andererseits muss man nicht mehr lange danach suchen, wenn man weiß, wo sich der Saisonkalender versteckt und man schnell etwas nachschauen möchte.

Vom Yoga-Teil am Ende des Buches war ich etwas enttäuscht. Zwar sind die drei Yoga-Workouts schön zusammen gestellt und auch einheitlich bebildert, aber es spricht mich nicht so sehr an, wie andere Yoga-Bücher oder Videos. Auch in diesem Bezug greife ich lieber auf Kristins Blog und YouTube-Kanal zurück, da diese abwechslungsreicher sind (z.B. auch viele Tipps rund ums Thema Laufen beeinhalten) und es immer wieder Neues zu entdecken gibt. Alles in allem finde ich das Buch in Hinblick auf Clean Eating sehr gut, aber in Hinblick auf Yoga und HIIT-Training würde ich euch den Blog empfehlen.

Vorgestellt: Eat Train Love, von Kristin Woltmann, ISBN-13: 978-3424152999

Vill Spass beim lese!

Leeven Jross us Kölle.

Dienstag, 15. November 2016

[Herbstküche] saftiger Kürbiskuchen | glutenfrei + laktosefrei

Erinnert ihr euch noch an die Bratapfel Muffins, die ich zu Beginn des Jahre verbloggt habe? Mensch, waren die lecker. Neben dem Rezept gab es auch ein kleines Gewinnspiel, bei dem ich euch nach euren Rezept-Wünschen für meinen Blog gefragt hatte. Eine Leserin hat sich einen klassischen Thanksgiving Kürbiskuchen gewünscht und das habe ich natürlich nicht vergessen.
Traditionell wird Thanksgiving in den USA am letzten Donnerstag im November zelebriert, während wir in Europa im Oktober oder November das Erntedankfest feiern. So oder so: voilà - hier kommt mein Rezept für einen herbstlichen Kürbiskuchen, den ich mir gut auf einer Kaffeetafel zum Erntedankfest vorstellen kann. Ob es sich allerdings um einen "klassischen" Thanksgiving Kürbiskuchen handelt, kann ich nicht beurteilen, aber soviel kann ich euch verraten: Es schmeckt köstlich!

Ursprünglich war es mein Plan, einfach mein Rezept für meinen Rübli-Kuchen als Basis zu nehmen und an Stelle von geraspelten Möhren mein selbstgemachtes Kürbispüree zu verwenden, aber als ich mir die Zutatenliste noch einmal genauer ansah, dachte ich: Das muss auch etwas gesünder gehen. Insbesondere den Zuckeranteil wollte ich reduzieren und auch das sogenannte Auszugsmehl (z.B. das Weizenmehl Typ 405) nach Möglichkeit ersetzen. Das Experiment ist geglückt und der Kuchen nicht nur sehr lecker, sondern auch ein bißchen gesünder geworden. 
 
Der Kuchen ist super saftig und köstlich geworden und man sieht ihm gar nicht an, dass er glutenfrei, laktosefrei und ohne Zucker daher kommt. Hach, ich bin ganz verliebt in diesen Kuchen und selig, dass mein Experiment ohne Industriezucker (Haushaltszucker), ohne Weizenmehl, ohne Butter und ohne Milch, dafür mit ganz viel Liebe und Kürbis geglückt ist. Kuchen kann auch ohne Weizenmehl und Zucker himmlich gut schmecken - probiert es einfach mal aus.


Kürbiskuchen

140g Kastanienmehl*
100g gemahlene Mandeln
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
1 Prise Spekulatiusgewürz
1 TL Zimt
etwas gemahlene Vanille
 50g Kokosöl
 125g Reissirup  
300g Kürbispüree**
2 Eier

*Kastanienmehl hat einen sehr eigenen, intensiven Geschmack. Wer noch nicht damit gebacken hat oder den Geschmack nicht mag, sollte entweder das Kastanienmehl mit einer anderen Mehlsorte (z.B. Dinkelmehl) mischen oder vollständig ersetzen. 
** Wie ihr Kürbispüree ganz schnell und einfach selbst herstellen könnt, habe ich euch bereits hier gezeigt.

Vorbereitend den Backofen auf 170° Ober-/Unterhitze vorheizen lassen. Mehl, Backpulver, gemahlene Mandeln und die Gewürze in eine Rührschüssel geben und vermischen. Die Eier trennen; das Eigelb zu den trockenen Zutaten in die Rührschüssel geben.

Das Kokosöl schmelzen (entweder das Glas einfach auf die Heizung stellen oder die entsprechende Menge in der Mikrowelle oder auf dem Herd erhitzen bis das Kokosöl flüssig ist) und zusammen mit dem Reissirup und dem Kürbispüree ebenfalls in die Rührschüssel geben. Alle Zutaten zu einem Teig verrühren; zuletzt den Eischnee vorsichtig unter den Teig heben.

Die Form einfetten und den Teig einfüllen. Ich benutzte eine quadratische Form (20x20cm), aber in einer kleinen Springform mit 18cm Durchmesser geht es bestimmt auch. Den Teig auf der mittleren Schiene des vorgeheizten Backofens für 30 Minuten backen.


Loss et üch schmecke!

Leeven Jross us Kölle

Freitag, 11. November 2016

Liebe deine Stadt: Jeder Jeck ist anders! - Ein Hoch auf mutige Menschen

Heute ist der Elfte im Elften und in Köln wurde um 11:11 mit einem großen Bühnenprogramm in der Altstadt und in unzähligen Kneipen die Karnevalssession eröffnet. Für mich ein Grund, einfach mal ein paar Worte zu Vielfalt, Toleranz und Respekt zu verlieren. Themen, die vor allem in diesen Tage  in den Fokus geraten, und Eigenschaften, für die ich Köln so liebe. Aber von vorne...

Vorgestern blieb ich spätabends beim Durchzappen auf sixx hängen, denn dort lief die neue Folge von "Paula kommt". Eine Sendung, die ich sehr gerne schaue, weil dort auf interessante, angenehme und so gar nicht anrüchige Weise verschiedene Themen rund um Liebe, Sexualität und Partnerschaft behandelt werden und ich Paula Lambert unglaublich sympathisch finde.
Am Mittwoch Abend war das Thema der Sendung "Transsexuell - Wenn der Papa eine Frau wird". Paulas Gast war dieses Mal Lena, die im falschen Körper geboren wurde und sich kürzlich einer geschlechtsangleichenden Operation unterzogen hatte. Eine tolle Frau, die ganz offen über ihre Transsexualität und alles, was dazu gehört, sprach und die mir irgendwie bekannt vor kam. Es dauerte etwas, aber dann fiel mir endlich ein, woher ich Lena bereits kannte: Lena hat sich bereits vor zwei Jahren von der wunderbaren Kathrin Stahl für das Fotojekt Transgender | Max ist Marie porträtieren lassen und wie alle Artikel habe ich natürlich auch das Porträt über Lena gelesen.

Wer Kathrin und ihr Projekt noch nicht kennt, der sollte unbedingt mal rüber klicken. Selten hab ich solch persönliche, gefühlvolle und toll bebilderte Porträts gelesen - da finde ich es nur verdient, dass es für Max ist Marie nun sogar eine Dauerausstellung in Dresden gibt. 
Danke, liebe Kathrin, für deine wundervolle Arbeit. Und danke, liebe Lena, für deine Offenheit und deinen Mut, so viel von dir und deinem Leben sowohl für Kathrins Projekt als auch im Gespräch mit Paula preiszugeben. Ihr seid großartig, Mädels!

Foto via unsplash.com

Ich bin in Köln geboren und aufgewachsen. Homosexualität oder 'anders sein' ist hier normal, und nicht nur während des CSDs oder an Karneval darf jeder Jeck sein wie er will. 

Ich bin froh, in einer so offenen und toleranten Stadt zu leben, denn Respekt, Toleranz und Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Menschen sind Werte, die meine Eltern uns schon seit frühster Kindheit mit auf den Weg gegeben haben. Bei uns zu Hause war und ist immer jeder willkommen - unabhängig von Hautfarbe, Religionszugehörigkeit oder sexueller Vorliebe. 

In diesem Sinne: Ein Hoch auf mutige Menschen, die sich nicht verstecken und ihren Weg gehen. Ein Hoch auf Vielfalt und Toleranz. Habt eine schöne Karnevalszeit und vergesst niemals: Jeder Jeck ist anders!

Leeven Jross us Kölle.

Dienstag, 8. November 2016

[Herbstküche] Kürbis Püree + Brotaufstrich

Weiter geht es mit der Herbstküche! Wie ihr auf dem Saisonkalender für November sehen könnt, sind wir essenstechnisch nun wirklich im Herbst angekommen und vor allem der Kürbis ist überall sehr präsent. Da ich aber nun nicht jeden Tag Kürbissuppe essen kann, hab ich mir etwas Neues überlegt, um mir die sonnig gelbe Kürbispracht auf den Teller zu holen. Das Auge isst schließlich mit und beim teilweise sehr grauen und sehr nassem November Wetter kann ich dieses farbliche Highlight wirklich gut gebrauchen.

Apropos farbliches Highlight: Erinnert ihr euch noch an die Rote Beete-Kokos Suppe von letztem Jahr? Die Farbe war auch der Knaller! Bei einem Blick auf den Saisonkalender hab ich auch Lust, in den kommenden Wochen und Monaten noch mehr in Richtung Herbst- und Winterküche mit Roter Beete, Rotkohl und Rosenkohl zu machen, aber heute soll noch einmal mein geliebter Kürbis im Mittelpunkt stehen. 

Kürbis Püree [vegan]

ganz viel Kürbis 
(entweder Hokkaido oder Butternut oder verschiedene Sorten gemischt)

Zunächst den Kürbis waschen und ggf. schälen (abhängig von der Kürbis Sorte), entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Kürbiswürfel könnt entweder in einem Topf mit Wasser oder einer beschichteten Pfanne mit etwas Butter auf kleiner Flamme oder auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech im auf ca. 175°C vorgeheizten Backofen garen. Hauptsache der Kürbis ist nach dem Garen schön weich.

Ich hab mich für die Variante aus der Pfanne entschieden und die Kürbiswürfel für ca. 12 Minuten auf kleiner Flamme und natürlich unter Umrühren garen lassen. Danach habe ich das Kürbisfleisch in einen hohen Becher umgefüllt und mit dem Stabmixer püriert - fertig!

Da ich das Kürbis Püree sowohl für süße als auch für herzhafte Speisen nutzen wollte, habe ich es ganz natur belassen und ohne Gewürze püriert. Das fertige Kürbis Püree habe ich dann in kleine Gläser mit Schraubdeckel umgefüllt und im Glas auskühlen lassen. Im Kühlschrank sollte es sich so einige Tage halten.
 

Kürbis Brotaufstrich

150g Kürbis Püree
75g Frischkäse
Pfeffer
Salz
Paprikagewürz
Kurkurma
frische Petersilie und weitere Kräuter nach Belieben
etwas Zitronensaft

Kürbis Püree und Frischkäse in eine Schüssel oder ein hohes Gefäß geben und gut miteinander vermischen. Mit Salz, Pfeffer, Paprikagewürz und Kurkurma abschmecken. Frische Petersilie (und gerne auch weitere Kräuter ganz nach Belieben) fein hacken und unterrühren. Zum Schluss mit etwas Zitronensaft abschmecken. Das gibt dem Ganzen nicht nur eine frische Note, sondern verlängert auch die Haltbarkeit ein wenig.
In ein Glas mit Schraubverschluss umfüllen und im Kühlschrank aufbewahren. Schmeckt wunderbar auf frischem Brot (ich kann euch Oma's Nußbrot nur ans Herz legen!) oder mit Rohkost.


Loss et üch schmecke!

Leeven Jross us Kölle.

Freitag, 4. November 2016

Freitags ist Markt [November]

Und schon ist er da, der November. Für meinen Geschmack ein bißchen zu grau, ein bißchen zu kalt, ein bißchen zu dunkel, aber Herbst ist eben nicht nur goldener Oktober, nicht wahr? Was den Saisonkalender betrifft, so verabschiede ich mich schweren Herzens von Brokkoli, Eisbergsalat und Kohlrabi, Weintrauben und Zwetschgen. Man, ich hatte doch eigentlich noch so viel vor mit Kohlrabi und Zwetschgen, aber ehe man es sich versieht, ist die Saison auch schon wieder vorbei. Nun ja, dann eben im nächsten Jahr.
Dafür bringt der November aber auch Grünkohl, Blattspinat und Sellerie mit. Damit kann man ja auch schöne Sachen machen. Neben Grünkohl bieten viele Restaurants und Brauhäuser jetzt aber auch Muscheln (so lecker!) und Gänseessen an - der Herbst und Winter hat eben auch so seine Besonderheiten und Vorzüge!
 

Was den Saisonkalender für Obst und Gemüse betrifft, so freue ich mich im November ganz besonders auf Kürbis, Kürbis und nochmal Kürbis! Was man mit Kürbis doch alles tolles Kochen und Backen kann. Neben Kürbissuppe, die es momentan mindestens einmal die Woche gibt, habe ich auch Kürbispüree für mich entdeckt und ich könnt euch auf weitere #Herbstküche Rezepte freuen. Ein Rezept, das ich unbedingt noch nachmachen will, ist Kürbis-Knusper-Müsli, das ich bei Ramona vom wunderbaren Blog becoming green entdeckt habe. Das sieht sooo lecker aus und ich hoffe, ich habe bald mal Zeit, es nachzumachen.
Auf welches Gemüse oder Obst freust du dich besonders im November? Welches passende Rezept, mit Zutaten aus dem aktuellen Saisonkalender, möchtest du gerne mit mir teilen? Die Liste ist bis zum 30.11.2016 geöffnet und ihr habt hier die Möglichkeit, eure Blogposts zu verlinken. Alle Rezept aus dem Jahr 2016, also auch bereits veröffentliche Beiträge, die zum Saisonkalender im Oktober passen, sind herzlich willkommen.     


Wie könnt ihr euch eintragen?
 

  1. Klick auf den blauen Button mit "add your link". 
  2. Füllt die Maske vollständig aus. Wichtig ist: Bitte gebt den Link ein, der direkt zu eurem Blogpost (und nicht zur Startseite) führt. 
  3. Sucht ein passendes Bild von eurem Rezept aus und schneidet es etwas zurecht. 
  4. Anschließend klickt ihr auf "Done" - fertig!
Außerdem ist es wichtig, dass euer Beitrag irgendwo eine Verlinkung (einen sogenannten Backlink) zu Little Tiger enthält, sonst wird euer Link vom Tool leider nicht mit in die Liste aufgenommen. 


Leeven Jross us Kölle.

Dienstag, 1. November 2016

Liebe deine Stadt: Kölner Theaternacht

Das Kölner Nachtleben hat einiges zu bieten - und damit meine ich nicht nur Diskotheken, Clubs, Bars und Restaurants, sondern vor allem das kulturelle Angebot der Stadt. Es gibt zahlreiche Kinos, noch mehr Theater und sogar ins Museum kann man abends gehen. Einmal im Jahr während der Museumsnacht, aber auch jeden ersten Donnerstag im Monat, wenn Kölner kostenlos die ständigen Sammlungen der städtischen Museen besuchen können und die Museen außerdem extra lange geöffnet haben. 


Zur Museumsnacht habe ich es leider in diesem Jahr nicht geschafft, aber dafür war ich Anfang Oktober zum ersten Mal bei der Kölner Theaternacht. Was als spontane Idee ein paar Tage vorher mit dem Ticketkauf und einer groben Planung began, entpuppte sich als wirklich gelungene Veranstaltung. An 44 Spielstätten und auf 50 Bühnen wurden in einer Nacht über 200 Vorstellungen, sowie 23 geführte Touren gegeben - und um 24 Uhr dann noch die große Abschlussparty! Puh, da hat man wirklich die Qual der Wahl! 

Wie gut, dass man sich beim Ticketkauf direkt für das erste Stück entscheiden muss - so ist der Startpunkt schon mal festgelegt! Da das Theaterticket auch als Fahrkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel gilt und es zudem ein sehr gut organisiertes Taxi-Shuttle zwischen einzelnen Theatern und Veedeln gibt, kann man im Laufe der Nacht quer durch die Stadt alle möglichen Theater besuchen. Immer zur vollen Stunde beginnen die Vorstellungen, die circa 30 Minuten dauern, so dass man anschließend wieder Zeit hat, den Spielort zu wechseln - oder zwischendurch auch mal in einem Brauhaus einzukehren.

Wir haben uns beim Kartenkauf für einen Kölner Klassiker entschieden: das Hänneschen-Theater, das traditionsreiche Stockpuppen-Theater in der Kölner Altstadt, das es bereits seit 1802 gibt. Das Hänneschen ist wirklich ein Stück Köln, denn hier werden die Stücke noch auf Kölsch geschrieben und gespielt. Für uns war es der perfekte Ausgangspunkt, denn vom Hänneschen wollten wir anschließend weiter zum Kabarett ins Senftöpfchen Theater, das ebenfalls in der Kölner Altstadt liegt.

Beide Stücke, beziehungsweise die Ausschnitte daraus, haben uns sehr gut gefallen, aber danach war erst einmal eine kleine Pause mit lecker Kölsch an der Theke des nächsten Brauhauses angesagt. Dann ging es mit der Bahn weiter in Richtung Belgisches Viertel, wo wir noch im Millowitsch-Theater (das mittlerweile Volksbühne am Rudolfplatz heißt) ein weiteres kölsches Stück sahen. Den Abend ließen wir dann schließlich um Mitternacht mit der Vorstellung von "Ein Macbeth und eine mittelgroße Fanta!" - mein persönliches Highlight! - im gegenüber gelegenen Theater im Bauturm ausklingen.


Was ein Abend! Viel gesehen, viel gelacht und eins ist klar: im nächsten Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei! Wer nicht so lange warten will, kann hier noch einmal nachlesen, welche Kölner Theater ich euch noch sehr ans Herz legen kann. 

Übrigens ist bald wieder eine besondere Nacht in Köln: die lange Nacht im Aquarium, mit Sonderführungen, Vorträgen und einem schönen Rahmenprogramm von 18-23h. Im nächsten August gibt es auch wieder die Kölner Zoonacht, bei der man den Zoo bis 24h besuchen und die Tiere auch im Dunkeln erleben kann. Im kommenden Herbst gibt es dann wieder die nächste Kölner Musiknacht und die Theater- und Museumsnacht. Plant das schon mal mit ein!

Leeven Jross us Kölle.
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